Wohin zwischen den Jahreszeiten? Fünf Wandertipps für Ungeduldige

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Der Frühling lockt nach draußen, aber viele Gipfel liegen noch außer Reichweite. Fünf Empfehlungen für Wanderungen zwischen den Jahreszeiten.

Der Geroldsee © Gipfelfieber
Wohin zwischen den Jahreszeiten? Fünf Wandertipps für Ungeduldige © Gipfelfieber

Während in den Tälern längst der Frühling eingekehrt ist, Knospen sprießen und Frühblüher die Wälder und Wiesen in bunte Blumenteppiche verwandeln, muss der Wanderer sich gedulden. Denn die höheren Lagen bleiben den Skitourengehern vorbehalten, die die Firnhänge unter sich aufteilen und solange auf den beiden Brettern bleiben bis die letzten Überbleibsel des Winters gänzlich verschwunden sind.

Wanderern dagegen bleiben immerhin die talnahen Wege, wollen sie die Schneeschuhe getrost Zuhause im Keller lassen. Aber selbst wenn ganz oben noch viel Schnee liegt, ist sogar der ein oder andere Gipfel in Reichweite. Fünf Tipps für ungeduldige Wanderer zwischen den Jahreszeiten.

Der Dreiseerundweg

Der Dreiseenrundweg zwischen Garmisch und Mittenwald mag längst kein Geheimtipp mehr sein. Während sich am Barmsee mittlerweile die Instagrammer die Klinke in die Hand geben und für immer mehr Entsetzen bei den Einheimischen sorgen, geht es insgesamt trotzdem beschaulich zu. Und das Panorama am Geroldsee ist einfach einmalig. Wetterstein und Karwendel erheben sich majestätisch im Süden und beim Blick auf die vielen Zacken und Spitzen lassen sich hervorragend große Pläne für Gipfelbesteigungen im Sommer schmieden. Mehr zur Tour auf dem Dreiseenrundweg.

Die Tischofer Höhle

Tief hinein geht es im Kaisergebirge, ohne so wirklich tief in den Gebirgsstock zwischen Kufstein, Walchsee und Kitzbühel einzudringen. Unweit des Eingangs ins Kaisertal bei Sparchen/Kufstein wurden in der Tischofer Höhle vor über 100 Jahren weit über 300 Skelette von Höhlenbären gefunden. So ist auch klar, woher das Hinterbärenbad – knapp neun Kilometer tiefer im Tal – seinen Namen hat. Die Wanderung zur etwa 40 Meter tiefen und 20 Meter breiten Tischofer Höhle ist nicht wirklich schwer und vor allem für Kinder spannend. Fundstücke aus der Höhle lassen sich im Museum in der Festung Kufstein anschauen. Mehr zur Tischofer Höhle bei auf-den-berg.de.

Der Niederkaiserkamm

Auf der anderen Seite des Kaisergebirges zählt der Niederkaiserkamm ebenfalls noch zum Gebirgsstock. Zwar ist er nicht so imposant wie sein “Wilder” Nachbar, bietet zwischen den Jahreszeiten aber schon willkommene Wander- und sogar Klettermöglichkeiten. Nach warmen Frühlingstagen ist der südseitige Anstieg über den Maiklsteig schon recht früh schneefrei. Oben angekommen, hat man die Wahl ob es über die Gmailkapelle oder die Schleierwasserfälle zurück ins Tal geht. Mehr Informationen gibt es hier.

Glemmbachklamm

Die Glemmbachklamm versteckt sich in einem Seitental des Thierseer Tals. Die ist weitestgehend naturbelassen und kaum mit Brücken und Leitern erschlossen. Bei den regelmäßigen Bachquerungen werden die Füße so in schöner Regelmäßigkeit nass. Ein Handtuch gehört daher unbedingt in den Rucksack.

Ist der Bach vom Schmelzwasser zu reißend, sollte von der Begehung Abstand genommen werden. Ansonsten macht die Durchquerung der wenig erschlossenen Glemmbachklamm richtig Spaß. Der Artikel zur Glemmbachklamm.

Bärnsee

Der Bärnsee schlummert unweit des Chiemsees etwas versteckt ein ruhiges Dasein. Inmitten eines Moors und mit dichtem Schilf umringt, bietet die kurze Wanderung um den See einen Gegenpol zur nahe gelegenen Kampenwand, wo immer noch Meter um Meter Schnee liegen. Rund um den Bärnsee sprießt und grünt es an allen Ecken und die Vögel zwitschern um die Wette. Mehr Frühlingsgefühl geht kaum. Alle Infos. 

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