Durch die Rastenbachklamm: Frühlingsboten am Kalterer See

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Durch die Rastenbachklamm hoch über dem Kalterer See führt eine spannende Rundwanderung, wo sich bereits Mitte März der Frühling spüren lässt.

Durch die Rastenbachklamm: Frühlingsboten am Kalterer See © Gipfelfieber
Durch die Rastenbachklamm: Frühlingsboten am Kalterer See © Gipfelfieber

Wintermüde ist der Zustand mit dem sich das Gemüt des Wanderers Mitte März ziemlich gut beschreiben lässt. Während Skibergsteiger gerade erst richtig anfangen und rechtzeitig zum Beginn der Hochtourensaison nicht genug vom auffirnenden Schnee bekommen können, sehnen sich Wanderfreunde, Kletterer und Mountainbiker gleichermaßen nach Sonne und sind des Schnees langsam aber sicher überdrüssig.

Und so kommt es, dass sie als Heerscharen an den Ufern des Gardasees einfallen. Gerade am Nordufer in Arco kann es so auf den beliebten Klettersteig-Touren schonmal eng werden. Etwas weiter nördlich am Kalterer See geht es dagegen noch etwas ruhiger zu. Auch hier lässt sich der Südtiroler Frühling schon genießen, wenn der in Deutschland noch in weiter Ferne zu sein scheint.



Wanderung durch die Rastenbachklamm

Bei der Wanderung durch die Rastenbachklamm, die sich durch die steilen Wände auf der Westseite über dem Kalterer See gefressen hat, wird der Frühling schon mit allen Sinnen spürbar und überall lassen sich kleine, meist bunte Frühlingsboten entdecken.

Frühling © Gipfelfieber
Frühling © Gipfelfieber

Die Rastenbachklamm ist von den Ufern des Kalterer Sees, wo die Äpfelblüte in voller Blüte stehen, kaum auszumachen. Versteckt im Wald windet sich ein schmaler Steig über zahllose Treppen, Stufen und Brücken nach oben. Der Zustieg bis zur Klamm beginnt am Ende der Rastenbachstraße im Örtchen Sankt Josef am See. Während die Bäume gerade erst ihre Knospen ausschicken, fängt es am Boden schon an zu grünen. Und zu blühen. Buschwindröschen und Lederblümchen sorgen für die ersten Farbtupfer des noch jungen Frühlings. Geschickt nutzen sie die noch fehlenden Blätter der Bäume, um uns Wanderern eine Freude zu bereiten. So wirkt es zumindest.

Im Wald geht es zunächst nur mäßig bergauf. Ein kurzes Steilstück, ein paar Holzstufen und ein Abstieg, die überwunden werden, sind wir in der Rastenbachklamm angekommen. Über dem ins Tal rauschenden Bach stürzt ein beeindruckender Wasserfall knapp 30 Meter ins Tal. Direkt daneben heißt es etliche Stufen zu überwinden. Nicht unbedingt harmonisch fügt sich die metallene Treppe in die Landschaft ein, erfüllt aber doch ihren Zweck. Oben angekommen wartet nicht nur nur ein beeindruckender Tiefblick in die wilde Rastenbachklamm, sondern vor allem hinunter zum blau-türkis funkelnden Kalterer See, über dessen Ostufer sich die Ruine der Leuchtenburg erhebt.

Im Märchenwald

Die Klamm ist hier oben etwas ruhiger und ohne große Anstiege führt der Weg über kleine Brücken und sanfte Waldwege weiter am Rastenbach entlang. Kleine Wasserfälle, leuchtend grünes Moos auf den Steinen und sich rankender Efeu sorgen für eine mystische und märchenhafte Atmosphäre. So geht es langsam aber sicher immer weiter aufwärts bis wir uns vom Bach entfernen und den Ausstieg aus der Rastenbachklamm erreicht haben. Kurz zuvor hätte sich noch die Möglichkeit geboten, der St. Peter Basilika einen Besuch abzustatten.

Abstieg über den Bärentalweg

Der Abstieg zurück zum Kalterer See führt uns zunächst in den Wald hinein. Im noch lichten Wald lugt immer wieder der leuchtende See heraus und über den Bärentalweg geht es in Serpentinen steil hinab. Bevor der schmale Steig sich kurz vor der Klamm wieder mit dem Aufstiegsweg vereint, werden ein paar felsige Stellen einfach überwunden. Anschließend geht es über den schon bekannten Weg zurück zum Ausgangspunkt.

Fazit

Es muss nicht immer der Gardasee sein. Auch etwas nördlicher am Kalterer See lassen sich schöne Frühlingstouren finden, wenn von dem in den heimischen Gefilden noch nichts zu sehen ist. Die spannende Wanderung durch die Rastenbachklamm ist genau so eine Tour.

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