7 Tipps für sicheres Wandern im Herbst

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Sicheres Wandern im Herbst. Mit diesen sieben Tipps kann garantiert nichts schief gehen und die letzten Wanderungen des Jahres können kommen.

7 Tipps für sicheres Wandern im Herbst © Gipfelfieber

7 Tipps für sicheres Wandern im Herbst © Gipfelfieber

Der Herbst gilt als die schönste Wanderzeit. Wenn die Blätter der Bäume in allen erdenklichen Farben leuchten. Wenn sich die Nadeln der Lärchen von einem satten Grün in ein grelles Goldgelb verwandeln. Wenn die Sonne nochmal warme Strahlen und sommergleiche Temperaturen spendiert. Wenn die Fernsicht dank Föhn einfach gigantisch weit reicht.

Allerdings gilt es beim Wandern im Herbst auch ein paar Dinge zu berücksichtigen. Von der richtigen Kleidung, über die Routenplanung bis hin zur Verpflegung. So geht es sicher durch den Herbst:



#1 Die richtige Tourplanung

Unterschätzte Gefahr: So quert man ein Altschneefeld richtig © Gipfelfieber

Unterschätzte Gefahr: So quert man ein Altschneefeld richtig © Gipfelfieber

Auf die richtige Planung der Tour kommt es beim Wandern im Herbst ganz besonders an. Oft fällt bereits Anfang September der erste Schnee in den höheren Lagen, der dort dann auch liegen bleibt. Gerade wenn die geplante Route an nordseitigen Hängen entlang führt, kann das zu Problemen führen. Die Querung von steilen Schneefeldern ist schon im Frühjahr riskant und auch im Herbst spielt das eine Rolle.

Gleiches gilt für Nässe. Wo manche Felspassagen bei Trockenheit im Sommer bequem gegangen werden können, entfalten sie bei Nässe ein ganz neues erhebliches Risikopotential. Durch kühle Nächte dauert das Trocknen des Steins viel länger und so können einfache Stellen plötzlich heikel werden.

Wer auf Nummer sicher gehen will, plant im Zweifel eher Touren, die nicht so hoch hinaus gehen. Südseitige Anstiege machen es unwahrscheinlicher auf unerwarteten Schnee zu treffen. Wer sich ein Bild machen möchte, sucht Webcams in der Nähe der ausgesuchten Tour und versucht sich ein Bild zu machen, ab welcher Höhe und in welchen Lagen mit Schnee gerechnet werden muss.

#2 Das Zeitmanagement

Überhaupt ist es besser, Touren im Herbst so zu planen, dass sie lieber etwas kürzer ausfallen als im Hochsommer. Gerade nach der Zeitumstellung auf die Winterzeit Ende Oktober werden die Tage gefühlt immens kürzer. Bereits 17 Uhr ist es stockdunkel. Wohl dem, der da noch unterwegs ist. Lieber etwas kürzere Touren planen. Bei längeren Wanderungen und Gipfelzielen einen frühen Aufbruch anvisieren und im Zweifel lieber umkehren als sich im Dunklen unbekannten und unsichtbaren Gefahren auszusetzen.

#3 Das Wetter

Traumwetter am Venelifjell © Gipfelfieber

Herbstsonne © Gipfelfieber

Eigentlich spielt das Wetter beim Wandern im Herbst eher in die Karten der Wanderer und Bergsteiger. Denn im Herbst ist das Wetter oft stabiler als im Sommer. Schöne Tage im Herbst sind daher richtig zum Genießen und können auch richtig warm werden. Die Herbstsonne gilt es nicht zu unterschätzen, weswegen ein Sonnenschutz ins Gepäck gehört.

Gerade wenn man früh unterwegs ist, ist es aber oft noch richtig kalt. Zudem sind zugige Winde nicht selten. Bei gemischten Wetterprognosen drohen nicht nur kurze Regenschauer, sondern auch Schneefälle. Darauf sollte man entsprechend vorbereitet sein.

#4 Die richtige Kleidung

Lederbatch und Fronttasche © Gipfelfieber

Warm eingepackt © Gipfelfieber

Das geht mit der richtigen Bekleidung. Beim Wandern im Herbst ist der Zwiebellook angesagt. Wie der funktioniert, haben wir hier schonmal detailliert beschrieben. Kurz gesagt: Gekleidet wird sich nach dem Schichtprinzip. Der Unterwäsche folgt eine wärmende Schicht wie zum Beispiel ein Fleecepullover. Bei guten Wettervorhersagen folgt darüber so eine zumindest winddichte Jacke. Bei wechselhaften Vorhersagen empfiehlt sich eine Hardshelljacke, die Schnee und Regen draußen hält.

Was ebenfalls nicht fehlen sollte: Eine Jacke zum schnellen Überziehen, wenn eine Pause gemacht oder der Gipfel erreicht wird. Eine Daunenjacke (oder mit Woll-Füllung) spendet schnell Wärme und schützt den Körper vorm Auskühlen. Auch eine Mütze und leichte Handschuhe gehören zumindest in den Rucksack.

#5 Das Schuhwerk

Was für die Kleidung gilt, gilt noch mehr für die Schuhe. Ein guter Halt ist vor allem bei nassen und schneedurchsetzten Passagen besonders wichtig. Die Schuhe sollten also entsprechenden Grip haben. Am besten sind sie auch wasserdicht, um bei einsetzendem Regen oder Schnee trockene Füße zu bewahren. Ob das die immer beliebter werdenden Halbschuhe sein müssen oder doch lieber knöchelhohe bleibt Sache des Wanderers.

#6 Sonstige Ausrüstung

Im Leuchtkegel der Stirnlampe © Gipfelfieber

Im Leuchtkegel der Stirnlampe © Gipfelfieber

Gerade auf Grund der kürzeren Tageszeit gehört beim Wandern im Herbst unbedingt eine Stirnlampe ins Gepäck. Vorher checken, ob der Akku geladen ist oder die Batterien voll sind.

Auch wenn die Tour kurz genug geplant ist, ist Unvorhergesehenes schnell passiert. Im Dunkeln zu tappen, erhöht so nur die Risiken.

Trekkingstöcke bieten auf Passagen mit Schnee zusätzlichen Halt. Eine Sonnenbrille schützt die Augen vor der im Herbst tiefer stehenden Sonne.

#7 Die Verpflegung

Ein Großteil der Hütten und Almen stellt seinen Sommerbetrieb schon Ende September, spätestens Mitte Oktober ein. Zwar gibt es einige Hütten, die sich den Umsatz an sonnengefluteten Herbsttagen nicht entgehen lassen wollen, die meisten sind allerdings nicht mehr bewirtschaftet. Also müssen sich die Wanderer selbst um ihre Verpflegung kümmern. Lieber nicht darauf vertrauen, dass die Hütte schon auf haben wird. Im Zweifel hat sie es nicht. Eine Brotzeit und ausreichend Wasser finden sicherlich in jedem Rucksack Platz.

Mit diesen Tipps kann beim Wandern im Herbst eigentlich nichts mehr schief gehen. Habt ihr noch Tipps, die nicht fehlen dürfen? Schreibt es uns in die Kommentare. Gern ergänzen wir die Liste. Übrigens: Diese sieben Herbsttouren in den Bayerischen Alpen sind für die Jahreszeit perfekt.

Letzte Änderung: 3. November 2017

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