Ledlenser MH6 Stirnlampe im Test: Und es werde Licht

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Die Ledlenser MH6 Stirnlampe ist der Allrounder unter den Kopfleuchten. Wir haben sie über mehrere Wochen vor allem auf ihre Ausdauer und ihre Leuchtkraft getestet. Das Ergebnis in unserem Testbericht.

Ledlenser MH6 Stirnlampe im Test: Und es werde Licht © Gipfelfieber^

Ledlenser MH6 Stirnlampe im Test: Und es werde Licht © Gipfelfieber

Wer im Sommer am frühen Vormittag zum Wandern oder zur Bergtour startet, braucht sie wahrscheinlich nicht unbedingt. Aber bei Frühstartern, die zum Sonnenaufgang am Gipfel sein wollen, Hüttenwanderern, die nicht den ganzen Schlafsaal wecken wollen, wenn sie was im Rucksack suchen oder wenn die Tage kürzer werden, darf sie im Gepäck nicht fehlen: Die Stirnlampe.

Modelle am Markt gibt es viele und in allen möglichen Preisklassen. Manchen reicht das 10 €-Modell vom Outdoor-Wühltisch. Manch anderer wieder benötigt Modelle, die nicht nur Stunden, sondern mehrere Tage durchhalten können, um beim Übernachten in der Nordwand noch den Boden erhellen zu können. Die Ledlenser MH6 Stirnlampe liegt irgendwo dazwischen und spricht damit wohl den Großteil der Outdoor-Sportler, Wanderer und Bergsteiger an.




Ledlenser

Was fast ein bisschen kitschig klingt, ist es auch. Zweibrüder Optoelectronics, zu der die Ledlenser Lampen gehören, wurde, wie viele legendäre Firmen im Silicon Valley auch, 1993 in einer Garage gegründet. Mittlerweile ist die Garage einem stattlichen Firmensitz in Solingen gewichen, wo die Taschenlampen und Stirnlampen konzipiert und entwickelt werden. Im chinesischen Yangjiang werden sie anschließend produziert.

Ledlenser MH6 Stirnlampe – Die Fakten

Nach dem Auspacken wird schnell klar, was die Ledlenser MH6 Stirnlampe vor allem ist: Leicht. Weniger als 100 Gramm schwer ist sie ein echtes Fliegengewicht. Zum Vergleich: Ein iPhone 7 wiegt 136 g. Auffallen dürfte die Stirnlampe im Gepäck also nicht.

Gleiches gilt für das Design. Schwarz, ein paar grüne Akzente und ein grauer Schriftzug sorgen für nichts als Understatement. Im Inneren verrichtet ein Akku mit einer Kapazität von 880 mAh seinen Dienst, der per Micro-USB aufgeladen wird. Die LED sorgt gebündelt für eine maximale Leuchtkraft von 200 Lumen und so für eine Sicht auf bis zu 120 Meter. Bis zu 20 Stunden soll die Ledlenser MH6 Stirnlampe im Energiesparmodus durchhalten.

Die Modi der Ledlenser MH6 Stirnlampe

Um möglichst flexibel zu sein, ist die Ledlenser MH6 Stirnlampe mit verschiedenen Modi ausgestattet:

  • ein Druck auf den Knopf aktiviert den Modus mit der größten Leuchtkraft
  • ein zweiter Druck aktiviert den Energiesparmodus
  • ein dritter Druck erzeugt ein regelmäßiges Blinken
  • ausgeschaltet wird mit einem erneuten vierten Druck
  • zwei Sekunden langes Gedrückt-Halten aktiviert den Rot-Licht-Modus
  • ein erneuter Druck ein blinkendes Rotlicht
  • wieder zwei Sekunden Gedrückt-Halten aktivieren den normalen Modus
  • fünf Sekunden langes Drücken aktiviert den Transportmodus, der ein versehentliches Einschalten im Rucksack oder Gepäck verhindert
  • deaktiviert wird der durch erneut 5 Sekunden langes Drücken

Eine Übersicht über alle Modi gibt es hier.

In der Praxis

Lichtkegel der Ledlenser MH6 © Gipfelfieber

Lichtkegel der Ledlenser MH6 © Gipfelfieber

Um als Allrounder durchzugehen, muss sich die Stirnlampe in mehreren Testfeldern beweisen. Mit ihren verschiedenen Modi sollte das kein Problem sein.

Leuchtkraft und Sitz

Das Wichtigste: Bei einem nächtlichen Aufbruch liefert sie, was sie verspricht. Nämlich einen hellen Lichtkegel, dessen Leuchtkraft durch Drehen zentriert oder geweitet werden kann und für genug Licht sorgt, um nicht zu Fuß oder mit dem Mountainbike nicht vom Weg abzukommen. Selbst der Energiesparmodus reicht dafür locker aus. Wer mehr Weitsicht braucht, ist mit dem Fernlicht-Modus gut versorgt.

Obendrein schmiegt sie sich dem Kopf perfekt an. Man nimmt sie kaum als solche wahr und auch das Gummiband fällt überhaupt nicht auf.

Ausdauer

Bisher war die Ledlenser SEO7R Stirnlampe ein steter Begleiter auf Touren, wo es ohne Licht nicht geht. Auch wenn deren Akku mit gleicher Kapazität ausgestattet ist, so hielt er doch nicht sonderlich lang durch und nach zwei Stunden mit maximaler Leuchtkraft war der erschöpft. Bei der Ledlenser MH6 Stirnlampe ist das anders. Mindestens fünf Stunden soll der Akku bei höchster Einstellung durchhalten. In der Praxis übertrifft er diesen Wert sogar um über eine Stunde. Bei kalten Bedingungen können diese Werte allerdings noch nach unten abweichen. Auch die 20 h im Energiesparmodus erscheinen so sehr realistisch. Praktisch steht diese Bewährungsprobe aber noch aus.

Unter der normalen LED ist zusätzlich eine rote LED verbaut, die sich dann lohnt, wenn man im Bett noch etwas lesen möchte oder man am frühen Morgen im dunklen Schlafsaal seine Siebensachen packt und dabei den Rest nicht wecken mag.

Die Akkuladezeit beträgt etwa drei Stunden. Alternativ zum Akku können auch drei AAA-Batterien eingesetzt werden, wodurch sich die Kapazität erhöhen lässt.

Der Preis

Die Ledlenser MH6 Stirnlampe kostet 69,95 € und ist unter anderem bei den Bergfreunden erhältlich.

Fazit

Vor allem mit Ausdauer und Leuchtkraft weiß die Ledlenser MH6 Stirnlampe im Test zu überzeugen. Die verschiedenen Modi ermöglichen eine Nutzung, die den allermeisten höchstwahrscheinlich vollkommen ausreichen dürfte. Zudem wiegt sie wenig und nimmt im Gepäck kaum zusätzlichen Platz weg. Gerade als Allrounder zum Immer-Dabei-Haben ist sie so hervorragend geeignet.

*Vielen Dank an Ledlenser und Bergfreunde.de für das Bereitstellen der Stirnlampe, was auf den Test freilich keine Auswirkungen hat.


Letzte Änderung: 8. Juni 2017

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