Nationalpark Kalkalpen & Luchs-Trail: Kaipara Green Trails mit Luchs, Unke und Siebenschläfer

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Werbung – 25 Jahre Jubiläum feiert der Nationalpark Kalkalpen im Jahr 2022. Auf den Kaipara Green Trails im noch vergleichsweise jungen Schutzgebiet in Oberösterreich.

Durch Buchenwälder © Gipfelfieber
Nationalpark Kalkalpen: Kaipara Green Trails mit Luchs, Unke und Siebenschläfer © Gipfelfieber

Das Foto einer Wildtierkamera ebnete im Jahr 2000 den Weg für ein ganz spezielles Projekt. Darauf zu sehen: Ein Luchs in freier Wildbahn. Seit über 100 Jahren war er in der Region – wie beinahe im Rest des Alpenraums – ausgerottet. Es dauerte ein paar Jahre bis im Jahr 2012 erstmal Luchs-Nachwuchs im Nationalpark Kalkalpen gefeiert werden konnte. Wilderei machte in den folgenden Jahren das Leben für Luchse und Ranger schwer. Zuzügler aus der Schweiz wurden zur bestehenden Population ergänzt und so gibt es heute immerhin sechs Luchse im Nationalparkgebiet.

Kein Wunder also, dass der Luchs-Trail, auf dem wir wandern, auf mehreren Etappen auch durch den Nationalpark Kalkalpen im Süden Oberösterreichs verläuft.

Luchs im Wildpark © Gipfelfieber
Luchs im Wildpark © Gipfelfieber

Kaipara Green Trails

Die Kaipara Green Trails führen auf Touren und Wanderungen in Regionen, die mit Bergsteigerdörfern nicht für Massentourismus, sondern für Nachhaltigkeit stehen. Die Touren führen zu ökologisch geführten Umweltgütesiegelhütten des Alpenvereins, in Naturparks, Schutzgebiete und Nationalparks, wo wir Ranger bei ihrer Arbeit begleiten. “Grüne Wege” eben.

Soziale Verträglichkeit, Transparenz und Nachhaltigkeit sind Werte, für die die Marke Kaipara steht. Kaipara stellt hochwertige Produkte wie T-Shirts, Longsleeves, Jacken oder auch Decken aus reiner Merinowolle her. Die Wolle kommt aus Neuseeland, produziert wird komplett in Deutschland. Ganz wichtig ist dabei das Tierwohl und daher kommt die Wolle aus 100% Mulesing-freier Produktion.

Mehr zu Kaipara und was Merino so angenehm, aber auch anspruchsvoll macht, gibt es hier im Interview mit dem Gründer Frank Selter.

Noch mehr Kaipara Green Trails




Nationalpark Kalkalpen

Der Nationalpark Kalkalpen erstreckt sich im Süden von Oberösterreich über eine Fläche von aktuell knapp 21.000 Hektar durch das Sengsengebirge sowie das Reichraminger Hintergebirge. Mit seinen 1.963 Metern Höhe ist der Hohe Nock der höchste Gipfel des Nationalparks, der zu einem großen Teil mit Wäldern bedeckt ist. Die größten zusammenhängenden Waldflächen Österreichs sind heute zum Teil sogar Unesco Weltnaturerbe. Es ist also wenig verwunderlich, dass im Nationalpark Kalkalpen die älteste (datierte) Buche Europas steht.

Die Region rund um den Nationalpark (Pyhrn-Priel und Reichraming) steht für sanften Tourismus mit möglichst wenigen Eingriffen in die Natur. Und so bleibt ein umgefallener Baum im Schutzgebiet eben liegen und bietet so willkommenen Lebensraum für Insekten, kleine Säugetiere, Amphibien und Pilze.

Im Süden – nur von einem Gebirgszug getrennt – gibt es mit dem Nationalpark Gesäuse ein weiteres Schutzgebiet von hoher Bedeutung.

25 Jahre Jubiläum

Im Jahr 2022 feiert der Nationalpark Kalkalpen sein 25jähriges Bestehen. Bereits in den 80er Jahren gab es Betrebungen im Bereich des Hintergebirges ein Schutzgebiet zu errichten und dieses mit dem nahen Naturschutzgebiet Sengsengebirge zu verbinden, um die anderweitige Nutzung – sowohl ein Schießplatz für Panzer war angedacht als auch das Anlegen zweier Speicherseen – zu verhindern.

Nachdem das Gebiet teilweise von Kraftwerksgegnern besetzt wurde, wurden diese Pläne ad acta gelegt. Schließlich wurden die Bestrebungen, einen Nationalpark zu gründen, voran getrieben. Am 25. Juli 1997 – vor ziemlich genau 25 Jahren – wurde der Nationalpark Kalkalpen eröffnet. Seitdem erfolgten immer wieder eine kleinere Erweiterungen.

Ranger & Tourenangebote

Im Nationalpark sind heute zahlreiche Ranger unterwegs, die Gästen die Natur und deren Gegebenheiten, die Tierwelt und vieles mehr am Wegesrand näher bringen, aber auch auf die Einhaltung von Regeln, Sperrzonen und ähnliches achten.

Jede Woche finden etliche geführte Touren statt. Ein kleiner Auszug aus dem Tourenangebot:

  • Im Reich des Luchses
  • Giftpflanzen, Heilkräuter und andere Naturschönheiten
  • Nationalparkerlebnistour für Kinder & Familien
  • Durch Höhlen zu verborgenen Wassern
  • Im Tal des Rotwildes
  • Fliegende Edelsteine

Auf dem Luchs-Trail durch den Nationalpark Kalkalpen

Der Luchs-Trail folgt den leisen Spuren der größten europäischen Katzenart. Auf insgesamt elf Etappen und knapp über 200 Kilometern Länge führt der Weitwanderweg zunächst durch den Nationalpark Kalkalpen, durch den Nationalpark Gesäuse und schließlich durchs Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal. Dabei passiert der Fernwanderweg nicht nur zahllose Almen, sondern auch zwei Bergsteigerdörfer des Alpenvereins und vermittelt darüber hinaus viel Wissen über die großen Katzen mit den Pinselohren.

Von der Anlaufalm zum Hengstpass (2. Etappe)

Zusammen mit Ranger Heimo Emmerstorfer und Franzi von Coconut-Sports.de wandern wir über die durchaus anspruchsvolle zweite Etappe des Luchs-Trails von der Anlaufalm bis zum Hengstpass und erfahren ganz nebenbei einiges über die Flora und Fauna im Nationalpark

Die Anlaufalm

In einem sanften Kessel eingebettet, liegt die beschauliche Anlaufalm, die vor allem am Wochenende bei Mountainbikern beliebt ist. Unter der Woche ist nur wenig los und so haben die frischen Hüttenwirte Gerda und Stefan Zeit, um aus dem Hüttennähkästchen zu plaudern.

Allein sind die beiden hier oben auch in ruhigen Zeiten nicht. Die beiden Schweine Max und Moritz haben ihr Sommerquartier in Sichtweite bezogen. Ein Siebenschläfer hat es sich in den Rissen und Ritzen der Wände gemütlich gemacht. Zwei junge Katzen halten Wirt und Gäste auf Trab. Der Hahn sorgt am frühen Morgen dafür, dass auch im Herzerlzimmer ans Verschlafen nicht zu denken ist.

Insgesamt bietet die Anlaufalm 20 Schlafplätze (18 im Lager, 2 im Herzerlzimmer). Auf der almtypischen Speisekarte dürfen Kaspressknödel und der obligatorische Zirbenschnaps natürlich nicht fehlen.

Abstieg in die Große Schlucht

Am Morgen starten wir also mit Ranger Heimo auf die zweite Etappe des Luchs-Trails, die uns zunächst abwärts führt. Erst sanft und später auf schmalen und steilen Pfaden geht es immer tiefer in den Nationalpark hinein. Zwischendrin warten gigantische Tiefblicke in die Große Schlucht und auf den in ihr verlaufenden Triftsteig, ein teilweise versicherter Steig, der angelegt wurde, um Holz, das sich beim Transport über den Bach ins Tal in den schmalen Felsdurchlässen verkeilt hatte, zu lösen. Ein anspruchsvolles Unterfangen, das nicht selten Opfer forderte.

So schlimm ergeht es uns zum Glück nicht und als wir unten ankommen, sorgt der Schleierfall für eine willkommene Abkühlung.

Biwakplatz Weißwasser

Unten im Tal folgen wir nun dem Verlauf der alten Bahntrasse, auf der das im Gebiet abgebaute Erz aus dem Gebirge heraus transportiert wurde. Bald schon erreichen wir den Biwakplatz Weißwasser, wo heute ganz legal campiert werden kann. Eine Feuerstelle, ein kleiner Unterstand, Gaskocher und Co sorgen direkt am Bach für echte Wohlfühlatmosphäre. Kaum vorstellbar ist dagegen, dass hier zu Zeiten des Erzabbaus mehrere hunderte Leute lebten.

Steil zur Blahbergalm

Ein Gefühl für die Anstrengung der Bergarbeiter bekommen wir kurz darauf. Zumindest ein wenig. Durch dichte Buchenwälder geht es auf dem Luchs-Trail steil hinauf bis zur am Wochenende bewirtschafteten Blahbergalm (1.041 m).

Über den Ahornsattel zum Hengstpass

Zwischen Kleinem Gamsstein und Wasserklotz (interessanter Name für einen Berggipfel) wandern wir und genießen den willkommenen Schatten des herrlichen Bergwalds. Wir entdecken im Wald nicht nur Spuren von Rotwild und Rehen. Am Ahornsattel finden wir Gelbbauchunken und eine Kreuzotter direkt am Wegesrand.

Bald darauf erreichen wir den Hengstpass, an dem unser Ausflug in den Nationalpark Kalkalpen fürs Erste endet.

Fazit

Etliche tierische Begegnungen, herrliche Buchenwälder, ein beeindruckender Wasserfall und eine wunderbare Natur. Das alles lässt sich im Rahmen der Kaipara Green Trails bei der durchaus anspruchsvollen Wanderung auf der zweiten Etappe des Luchs-Trails durch den Nationalpark Kalkalpen erleben.

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