Kaipara Green Trails: Gschnitztal, Tribulaunhütte & Gargglerin

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Werbung – Bergsteigerdörfer, hochalpine Hütten und einsame Berggipfel. Unterwegs auf den Kaipara Green Trails im und über dem Gschnitztal.

Kaipara Green Trails: Gschnitztal, Tribulaunhütte & Gargglerin © Gipfelfieber
Kaipara Green Trails: Gschnitztal, Tribulaunhütte & Gargglerin © Gipfelfieber

Goldener Herbst ist, wenn sich das Gras auf den Bergrücken in irgendwas zwischen Orange und Braun verfärbt, wenn die Heidelbeerbüsche rot leuchten und die Lärchen und Laubbäume in den Tälern mehr und mehr ins Strahlen übergehen. Im Tiroler Gschnitztal ist der goldene Herbst besonders schön.

Das Gschnitztal ist ein Seitental des Wipptals inmitten der Stubaier Alpen. Das ganze Tal mit seinen zwei kleinen Gemeinden Trins und Gschnitz trägt den Titel Bergsteigerdorf des Alpenvereins. Was es damit auf sich hat und warum das wunderbar zu den Kaipara Green Trails passt.



Kaipara Green Trails

Die Kaipara Green Trails führen auf Touren und Wanderungen in Regionen, die mit Bergsteigerdörfern nicht für Massen-, sondern für nachhaltigen Tourismus stehen, zu besonders ökologisch geführten Hütten mit dem Umweltgütesiegel des Alpenvereins, in Naturparks und Schutzgebiete, wo wir Ranger bei ihrer Arbeit begleiten. “Grüne Wege” eben. Transparent, nachhaltig und sozial verträglich zu arbeiten sind auch Werte, für die Kaipara steht. Kaipara – ein neuseeländischer Name für eine deutsche Firma – fertigt qualitativ hochwertige Produkte aus reiner Merinowolle – vom federleichten T-Shirt über Softshelljacken bis hin zu Kuscheldecken. Immer mit dem Blick für das Wohl der Tiere. Die Wolle kommt so aus 100% Mulesing-freier Produktion.

Mehr zu Kaipara und was Merino so angenehm, aber auch anspruchsvoll macht, gibt es hier im Interview mit dem Gründer Frank Selter.

Noch mehr Kaipara Green Trails

Initiative Bergsteigerdörfer

Die Bergsteigerdörfer sind eine Initiative der Alpenvereine. Als Bergsteigerdörfer werden Orte ausgezeichnet, die sich ihre Ursprünglichkeit trotz des boomenden Tourismus – vor allem in den Alpen – erhalten konnten. So finden sich in Bergsteigerdörfern keine riesigen Skigebiete mit Aprés Ski-Hütten. Ganz im Gegenteil, denn weniger ist mehr: Hier wird noch im Einklang mit der Natur gelebt und das Bewusstsein darüber prägt die mittlerweile 33 Orte, die dieses besondere Label tragen dürfen.

Wie es der Name schon sagt, ist das Bergsteigen und Wandern in den Dörfern und Tälern fester Bestandteil der Kultur und auch des eigenen Selbstverständnisses.

In mittlerweile fünf Ländern gibt es Bergsteigerdörfer. In Deutschland war Ramsau bei Berchtesgaden erstes Bergsteigerdorf. 2017 kamen mit Sachrang und Schleching zwei Orte aus den Chiemgauer Alpen dazu. 2018 noch Kreuth unweit des Tegernsees. Die höchste Dichte an Bergsteigerdörfern hat Tirol, darüber hinaus vor allem das Wipptal, das sich mit seinen Seitentälern – dem Gschnitztal, westlich des Brenners – und St. Jodok mit Schmirn- und Valsertal (Tour zur Geraer Hütte und der Westlichen Schöberspitze) gleich mit zwei Bergsteigerdörfern rühmen kann.

Bergsteigerdorf Gschnitztal

Ein ganzes Tal ein Bergsteigerdorf? Klingt komisch, ist aber stimmig. Denn schon, wenn man vom Brenner kommend in Steinach vom Wipptal abzweigt, wird klar, dass hier ein anderer Ton herrscht. Keine Bettenburgen, nur ein paar kleine Lifte, urige Bauernhöfe und idyllische Ortskerne mit kleinen beschaulichen Kirchen prägen das Bild des gesamten Tals. Die beiden Orte Trins und Gschnitz betten sich beschaulich an die Füße der sie umragenden Berge, die hier über allem stehen.

Highlights im Gschnitztal

Aber auch im Tal selber gibt es einige Highlights zu entdecken.

Sandeswasserfall und Mühlendorf

Sandewasserfall und Mühlendorf © Gipfelfieber
Sandewasserfall und Mühlendorf © Gipfelfieber

Nicht am Ende des Tals aber doch am Ende der Straße stürzt ein riesiger Wasserfall spektakulär in die Tiefe. Am Fuß des Wasserfalls wurde das Mühlendorf angelegt, in dem die Besucher in den Sommermonaten einen Eindruck bekommen können wie die verschiedenen Handwerke noch bis vor etwa 100 Jahren gearbeitet haben.

Getreidemühlen und Schmieden. Alles angetrieben von der Kraft des Wassers des Sandeswasserfalls. Für Kinder gibt es einen Abenteuerspielplatz.

Besucher des Mühlendorfs haben dazu die Möglichkeit die Brücke, die in luftiger Höhe über den Wasserfall führt, zu betreten.

Weitere Highlights

  • Wallfahrtskirch St. Magdalena
  • Oberlawieswald
  • Schloss Schneeberg

Tribulaunhütte

Die Tribulaunhütte (2.064 m) ist einer der Stützpunkte im alpinen Gelände und eines der Highlights des Gschnitztals. Der Aufstieg zur Tribulaunhütte startet direkt am Sandeswasserfall bei Gschnitz. In knapp 2 bis 2,5 Stunden geht es auf schmalen Steigen einfach bis zur Hütte, die in der heutigen Form 1978 errichtet wurde. Vorher gab es bereits zwei Vorgängerbauten, die in den Jahren 1935 und 1975 jeweils durch Lawinenabgänge “ins Tal g`fegt” wurden.

Die Hütte bietet Platz für 42 Bergsteiger und eignet sich als Ausgangspunkt für etliche Touren inmitten der Stubaier Alpen. Auch die Gschnitztaler Hüttentour macht Station an der Tribulaunhütte.

“Ein Bergsteiger muss stinken”

Seit mehreren Generationen ist die Hütte der Innsbrucker Naturfreunde nun schon quasi im Familienbesitz. Wirtin Verena Walcher hat vor knapp zehn Jahren die Leitung von ihren Eltern übernommen, die heute aber immer noch hier anzutreffen sind und deren Geschichte mit der der Tribulaunhütte unweigerlich verwachsen ist.

Heute auf etlichen Neubauten selbstverständlich, Ende der 70er Jahre aber weit weg vom Standard: Es gibt auch eine warme Dusche. Nach dem Geschmack von Senior-Hüttenchef Joseph müsste das aber eigentlich nicht sein, denn “ein Bergsteiger muss stinken, damit man ihn findet, wenn er wo runterfällt”.

Touren rund um die Tribulaunhütte

Rund um die Tribulaunhütte gibt es etliche Touren in allen Schwierigkeitsgraden. Der Übergang zur Südtiroler Tribulaunhütte ist weniger anspruchsvoll als die Touren auf den Gschnitzer Tribulaun (2.964 m), die Schwarze Wand (2.917 m) oder den Pflerscher Tribulaun (3.097 m, Kletterei bis III. Schwierigkeitsgrad nach UIAA).

Kaipara Green Trails auf die Gargglerin, 2.470 m

Die Gargglerin (auch Garklerin) schwingt sich auf der anderen Talseite der Tribulaunhütte bis auf 2.470 Meter in die Höhe. Knappe 1,5 Stunden braucht der weitestgehend unschwierige, aber im Gipfelbereich zuletzt etwas anspruchsvollere Aufstieg bis zum Gipfel der Gargglerin.

Auf der anderen Talseite des Gschnitztals ragt der Habicht (3.277 m) in die Höhe und die Blicke talab- und talaufwärts sind phänomenal. Genau wie die im Rücken, hinüber zur Hütte, einfach alles. Ein Kaipara Green Trail wie aus dem Bilderbuch.

Der Abstieg erfolgt über einen zunächst gemächlichen, später jedoch steilen und oft rutschigen Pfad hinab. Mit etwas Glück lassen sich hier oben auf der Nordseite der Gargglerin Steinböcke entdecken. Ausführlichere Informationen zur Tour auf die Gargglerin gibt`s bei Veit von Airfreshing.

Fazit

Das Gschnitztal hat sich seine Ursprünglichkeit zu einem großen Teil erhalten können und trägt zurecht die Auszeichnung Bergsteigerdorf. Touren wie auf die Gargglerin führen ins hochalpine Gelände und das Herz eines jeden Bergsteigers vermag bei jedem Ausblick höher zu hüpfen.

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