7 Sportklettersteige in Bayern und Österreich, die alles abverlangen

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Klettersteige sind perfekt, um durch steile Wände zu klettern, ohne Sportkletterer zu sein. Bei diesen sieben Sportklettersteigen fühlt sich aber anders an.

7 Sportklettersteige in den Alpen, die alles abverlangen © Gipfelfieber
7 Sportklettersteige in den Alpen, die alles abverlangen © Gipfelfieber

Ähnlich wie beim Felsklettern immer neue Maßstäbe gesetzt werden, ergeht es auch den Klettersteigen. Sportklettersteige, die von ihren Begehern nicht nur eine gute Technik, sondern auch Kraft und Ausdauer abverlangen, werden immer beliebter. Und die Schwierigkeiten steigen. Nachdem bis vor Kurzem die Schwierigkeit F das höchste der Gefühle war, setzt die Via Ferrata Extraplomix auf Cran Canaria dem die Krone auf. Der mit G bewertete Sportklettersteig ist nur was für ganz Hartgesottene.

Aber so weit muss man nicht reisen, um einen anspruchsvollen Klettersteig zu finden. Daher haben wir ein paar Sportklettersteige aus den heimischen Alpen zusammengestellt, die garantiert nicht ohne sind.



Pidinger Klettersteig

Der Pidinger Klettersteig führt oberhalb von Piding im östlichsten Winkel der Chiemgauer Alpen auf den Hochstaufen (1.771 m). Der Klettersteig durch die steile Nordwand wurde 2003 eröffnet und ist mit D (sehr schwierig) bewertet. Knapp drei bis vier Stunden Zeitaufwand sollte man mindestens einkalkulieren. Und entsprechenden Kraftaufwand: Gerade die senkrechte Schlusswand kostet noch einmal richtig Körner. Am Reichenhaller Haus knapp unter dem Gipfel können die Reserven wieder aufgefüllt werden.

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Mauerläufer Klettersteig

Oberhalb von Garmisch ist die Alpspitze neben der Zugspitze der wohl bekannteste und zugleich markanteste Hausberg des Kurorts. Der Klettersteig auf die Alpspitze ist dabei für Klettersteig-Profis keine wirkliche Herausforderung. Anders sieht das bei dem Mauerläufer Klettersteig auf den der Alpspitze vorgelagerten Bernadeinkopf aus. Der Sportklettersteig ist mit D/E bewertet und führt äußerst steil, immer wieder auch überhängend nach oben. Entspannung sucht man vergebens. Mit einer Seilbrücke und einer Seilleiter gibt es zusätzliche Passagen, die Nervenkitzel versprechen.

Grünstein Klettersteig

Der Grünstein ist dem Watzmann vorgelagert und trotz seiner geringen Höhe (1.304 m) führen an seiner steilen Südwand gleich mehrere Klettersteige nach oben. Die einfachste Variante “Isidor” ist mit C (schwierig) bewertet, die Hotelroute mit D, die Räuberleiter sogar mit D/E. Die zweite Hälfte ist anschließend weniger fordernd. Wer aber noch nicht genug hat, kann knapp unterhalb des Gipfels nochmal eine D/E-Variante einstreuen.

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Ottenalm Klettersteige

Ebenfalls relativ unscheinbar ist die Harauer Spitze im Kaiserwinkl. Direkt hinter dem Walchsee wirkt sie nur wie ein bewaldeter Hügelkamm. Ganz anders sieht die Nordseite der Harauer Spitze oberhalb der Ottenalm aus. Hier wurden gleich drei Klettersteige angelegt. Die Ottenalm-Direttissima ist mit der Schwierigkeit D/E weitaus fordernder als der Bergkameraden-Steig (D), da es kaum Möglichkeiten zum Erholen gibt. In letzterem gibt es die, dazu zwei spannende Seilbrücken. Der dritte Klettersteig im Bunde ist ein Übungssteig (maximal Schwierigkeit B/C).

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Postalmklamm Klettersteig

Es geht noch schwieriger: Der Sportklettersteig durch die Postalmklamm im österreichischen Salzkammergut hat eine Variante, die mit einer sagenhaften F bewertet ist. Dazu wird empfohlen, die entsprechende Stelle nur mit einer zusätzlichen Seilsicherung zu klettern.

Nicht ganz so schwer ist der Weg bis dorthin. Während die leichte Variante maximal in der Kategorie C einzuordnen ist, setzt der Abzweig zur Variante die Latte mit D schon etwas höher, bevor dann die F-Variante wartet. Selbst für diesen kurzen Teilabschnitt gibt es aber eine Möglichkeit, diese zu umgehen.

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Hausbachfall Klettersteig

Durch eine Schlucht und an einem Wasserfall entlang, windet sich der Hausbachfall Klettersteig bei Reit im Winkl. Der ist eigentlich mit einem moderaten C bewertet, die Meinungen, ob diese Einordnung richtig ist, gehen aber auseinander.

Fakt ist: Für einen C-Klettersteig ist der am Hausbachfall sehr sportlich. Zwischendrin wird ordentlich Kraft benötigt. Erschwerend hinzu kommt, dass es naturgemäß oft auch feucht ist. Insgesamt erscheint eine Einordnung als C/D-Klettersteig daher angemessen.

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Königsjodler Klettersteig

Der Königsjodler ist der König unter den vorgestellten Sportklettersteigen, wenngleich nicht der schwierigste. Der D-Steig führt wild und mit tollen Tiefblicken garniert über die Teufelshörner am Hochkönig. Zuletzt wird in einem langen kraftraubenden Schlussspurt der Kummetstein erklommen. Nach dem Ausstieg geht es in weiteren knapp 40 Minuten auf den höchsten Gipfel der Berchtesgadener Alpen, den Hochkönig.

Der Königsjodler Klettersteig ist mit seinen 1.700 Klettermetern einer der längsten Klettersteige der Ostalpen. Zwei Seilbrücken und viel Felskontakt machen den Königsjodler zu einem grandiosen Erlebnis, das aber richtig anstrengt. Denn nach dem Ausstieg wartet der nicht ungefährliche Abstieg direkt durchs Birgkar oder der Weg auf den Hochkönig und der nicht enden wollende Abstieg über das Arthurhaus zurück ins Tal.

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