App-Test: ape@map

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Unterwegs den Weg nicht zu verlieren, ist wichtig. Sehr wichtig. Seit ein paar Jahren haben nun Smartphones ihren Siegeszug angetreten, allen voran Apples iPhone und Samsungs Galaxy-Serie. Mit einem GPS-Sender ausgestattet, war es daher nur eine Frage der Zeit, bis Apps erscheinen, die einem das Navigieren unterwegs vereinfachen. Unter anderem die App ape@map.

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Komischerweise lassen die eigentlichen Marktführer im Kartenmarkt noch auf sich warten. Der DAV setzt weiter auf sein “analoges” Kartenmaterial und sein digitales Kartenmaterial, welches allerdings nur auf DVD zur Verfügung steht, unterwegs also eher unbrauchbar ist. Auch von Kompass gibt es aktuell noch kaum brauchbares. Auf Nachfrage bei Kompass ist allerdings im ersten Quartal 2013 mit der Veröffentlichung entsprechender Apps zu rechnen. Zeit wird`s!

Update: Mittlerweile gibt es die Kompass-Karten auch in ape@map, die über eine Lizenz gekauft werden können. Mehr dazu: ape@map-Test zum Zweiten

ape@map

So müssen also Alternativen ran. Die kostenlose App Outdoor Navigation ape@map schickt sich also an, diese Lücke zu füllen. Über Umwege kommen hier doch Alpenverein und Kompass zu ihrem Auftritt: Diese stellen nämlich neben anderen Herstellern die Karten für die App zur Verfügung. Erst recht stellt sich dann die Frage, warum eigene Apps noch auf sich warten lassen.




On- und Offline-Nutzung

ape@map ist sowohl im Online- als auch im Offline-Modus verfügbar. Das macht es in Gebieten mit mangelhafter Netzabdeckung und im Ausland auch einsetzbar. Vor allem im Ausland würden so hohe Roamingkosten entstehen, die trotz EU-Deckelung im Vergleich zu heimischen Preisen immer noch irrsinnig hoch sind. Voraussetzung ist natürlich, dass die entsprechenden Karten vorher auf das Smartphone (die App ist sowohl für Apples iOS als auch für Googles Android erhältlich) geladen sind.

Hier sollte man darauf achten, dass man die Karte auch in entsprechend detailreichster Stufe lädt, damit das GPS möglichst genau arbeiten kann und man auch weiß, wo man sich befindet. Die App schlägt dies bei bestehenden Touren bereits vor, so dass man nicht plötzlich im Leeren stehen dürfte. Etwaige GPS-Abweichungen sollten dabei immer einkalkuliert werden. In der Regel kann man aber mit Abweichungen von weniger als 10 Metern rechnen, so dass eine Navigation mit ape@map gut möglich ist und man in der Regel gut abschätzen kann, wo man gerade ist.

Tourenvorschläge

Zusätzlich kommt die App mit allerhand Tourenvorschlägen daher, seien es Bergtouren, Biketouren oder auch Skitouren. Auch unterstützt es die App, eigene Touren zu tracken, also aufzuzeichnen. Diese kann man dann abspeichern und bei Bedarf wieder abrufen, wobei Höhenmeter, Distanz und weitere Daten der Tour mit gespeichert sind.

Fazit

Die App lässt eigentlich keine Wünsche offen. Zum einen ist sie kostenlos und für Apple- als auch Androidgeräte verfügbar. Die Karten lassen sehr ordentliche Detailstufen zu und dank GPS hilft die App bei der Navigation unterwegs ausgezeichnet. Aber: Zu 100 % darauf verlassen sollte man sich nicht. Seien es die im Vergleich zu älteren Handys miesen Akkulaufzeiten oder ein GPS, was im entscheidenden Moment spinnt. Den Verstand ersetzt die beste App nicht. Auch eine “analoge” Karte schadet wohl nie.



Letzte Änderung: 28. März 2017

6 Antworten zu " App-Test: ape@map "

  1. […] und stehen vor der Frage, wo wir nun eigentlich lang gehen sollen. Beim Blick auf die Kartenapp Ape@Map vertrauen wir dem eher nicht so steil aussehenden Weg, welcher sich im Nachhinein aber als sehr […]

  2. […] gerne mal mit Gipfelfotos neidisch macht). Nein, es gibt schlicht einige nützliche Apps wie Ape@Map oder die Wandern-App der SZ, die einem Kartenmaterial und allerlei nützliche Tools wie einen […]

  3. […] Mal schnell den Wetter- oder den Lawinenlagebericht checken. Mit GPS und den passenden Apps (ape@map zum Beispiel) schauen, wo man gerade ist oder die Tour gleich aufzeichnen. Und und und. Und so ist der Akku bei […]

  4. Erika sagt:

    Hi Andreas,

    hast du schon mal die App von outdooractive.com probiert? Dort hat man topografische Karten für D, A, CH und Südtirol, kann Tracks aufnehmen/anzeigen und alles offline speichern. Da allerdings auch einige tausend Tourvorschläge mitgeliefert werden, ist sie leider kostenpflichtig. Hangneigungsmesser, Gipfelfinder und Aktuelle Bedingungen sind aber auch dabei. Funktioniert meiner Meinung nach aber besser auf iOS.

    Liebe Grüße!

    Erika
    ulligunde.com

    PS: Danke für Deine Mail! Bist natürlich sofort in die BlogRoll mitaufgenommen. Logisch!

    • Andreas sagt:

      Ja, die hab ich auch schon ausprobiert. Funktioniert auch ganz gut, aber ich war schon immer ein großer Fan der Kompass-Karten und bin ganz froh, dass ich die mit ape@map nutzen kann. (Auf iOS läuft meist so einiges besser…:P Aber das ist eine Grundsatzdiskussion.)

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