Test: Jack Wolfskin Gossamer

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Das Gossamer von Jack Wolfskin ist mittlerweile wohl ein Klassiker. Seit einigen Jahren ist es nun auf dem Markt. Vor knapp zwei Monaten habe ich es mir nun endlich gegönnt und das Mini-Zelt auch gleich testen können. 

Jack Wolfskin Gossamer im Einsatz © Gipfelfieber.com

Jack Wolfskin Gossamer im Einsatz © Gipfelfieber.com

Der Preis

Schon beim Kauf besticht das Gossamer durch ein nicht unwichtiges Detail: Den Preis. Für um die 100 € ist das kleine Mitnehmzelt bereits zu haben. Google Shopping spuckt aktuell knapp 85 € als günstigsten Preis aus. Das ist im Vergleich zu anderen gleichwertig dimensionierten Zelten ausgesprochen gut. Fraglich ist, ob es auch wirklich im Einsatz überzeugt.

Das Jack Wolfskin Gossamer ist ein Einmannzelt. Unter Umständen ist es vielleicht auch möglich, zwei Personen darin übernachten zu lassen. Dass dies bequem ist, kann ich mir allerdings nicht vorstellen.

Geringes Packmaß, geringes Gewicht

Überzeugen tut das Gossamer auf jeden Fall mit seinen wohl auffälligsten Attributen: Dem Gewicht und dem Packmaß. Das Packmaß umfasst gerade einmal 46 mal 15 Zentimeter und passt so in jeden Tourenrucksack. Darin macht es sich mit den geringen 1,75 kg Gewicht auch nur wenig bemerkbar. Definitiv ein Pluspunkt!




Aufbau in weniger als 10 Minuten

Beim Aufbau gibt es auch keinerlei Probleme. Einmal “trocken” im Garten geübt, gibt es in freier Wildbahn kein Problem, das Zelt unter zehn Minuten aufzustellen. Abspannen inklusive. Die Abspannleinen überzeugen auch durch ihre fluoreszierende Farbe, so dass man im Dunkeln gewarnt ist und nicht darüber stolpert.

Klein, aber fein

Das Innere des Zeltes ist für kleine Personen ausreichend. Personen, die über 1,85 cm groß sind, kann ich mir allerdings nur schwer in dem Zelt vorstellen, wobei ich das bei einer weitaus geringeren Körpergröße auch nur schwer abschließend beurteilen kann (Voraussetzung allerdings, dass der Rucksack mit ins Zelt kommt). Aufrechtes Sitzen ist im Zelt nicht möglich. So ist es bei Schlechtwetter nur schwer möglich, sich im Zelt umzuziehen, geschweige denn den Eingang zu öffnen, ohne das Wasser ins Zelt gelangt. Dafür wäre die weitere Mitnahme eines Tarps empfehlenswert, welches am Eingang aufgespannt wird.

Ansonsten ist aber durchaus genug Platz, um am Eingang noch seinen Tourenrucksack unterzubringen und diesen dann womöglich als Kopfkissen zu nutzen. Zudem ist an den Seiten ausreichend Platz, um allerhand Gepäckstücke sofort zur Hand zu haben.

Überzeugen tut auch die Konstruktion des Zelts, welches sich trotz der geringen Packmaße und des geringen Gewichts in Innen- und Außenzelt gliedert. Das Außenzelt kann dabei bei hohen Temperaturen über das Innenzelt weg gezogen werden, so dass man nur noch von einer moskitonetzartigen Schicht von der Außenwelt getrennt wird. Tolle Aussicht inklusive. Diese Art der Konstruktion überzeugt aber auch auf andere Art und Weise: Das in der Nacht entstehende Kondenswasser sammelt sich zwar an der inneren Außenhaut des Gossamers, jedoch berührt man bei normalen Bewegungen nicht diese Schicht, so dass man von der Nässe nichts abbekommt. Wie sich das ganze unter sehr nassen Wettereinflüssen verhält, konnte ich allerdings noch nicht testen.

Ebenso schnell wie das Zelt aufgestellt ist, ist es auch wieder zusammengepackt, so dass man mehr Zeit für`s Frühstücken hat.

Fazit

Das Gossamer ist ein günstiges Einmannzelt, welches sich in jedem Gepäck leicht unterbringen lässt. Das Zelt wirkt robust und man muss nicht befürchten in den eigenen Ausdünstungen aufzuwachen. Für schöne Tage auf jeden Fall zu empfehlen, für Schlechtwettertage fehlen mir die Erfahrungswerte. Laut diverser Rezensionen im Internet überzeugt die 4.000 mm-Wassersäule allerdings und man wacht auch nach durchregneten Nächten nicht in Pfützen auf, sondern bleibt trocken. Auch wirkt die Verarbeitung sehr ordentlich, so dass für den alleingehenden Tourer durchaus eine Empfehlung auszusprechen ist.

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Weitere Ein-Personen-Zelte: Bergfreunde.de, Globetrotter, Bergzeit


Letzte Änderung: 28. März 2017

4 Antworten zu " Test: Jack Wolfskin Gossamer "

  1. tomcatpilot sagt:

    Ich hab das Gossamer und war damit auf Interrail. Es gibt sicher leichtere Zelte, die kosten allerdings wesentlich mehr und halten, laut Hersteller, auch “leichteren Regengüssen” stand.

    Bei meinem Urlaub in Dänemark regnete es,bis auf einen Tag, nur. Im Zelt blieb es trocken. Und da kam definitiv mehr als nur ein “leichter Regenguss” vom Himmel. Ich fand das Gossamer diesbezüglich absolut überzeugend!

    Auch meinen 70l Rucksack bekam ich noch mühelos im Zelt unter. Allerdings bin auch ich keine 1,85m gross.

    Das man sich im Zelt nicht aufsetzen kann, und dass sich darin anziehen eher artistischen Übungen gleicht, ok, ist vielleicht nicht sonderlich bequem. Aber im Endeffekt will man ja nur darin pennen.

    Ich finde das Zelt absolut empfehlenswert!

    • Andreas sagt:

      Absolut. Vor allem mit dem, was man für den Preis bekommt, kann man sehr zufrieden sein. Bei mir staubt es im Moment etwas ein. Wird Zeit, das wieder zu ändern…

  2. Adamoto sagt:

    Ich hatte das Zelt auch eine Woche im Einsatz als ich in Dänemark mit dem Rad unterwegs war. Das Zelt hat ein Gewitter, so wie eine Schauerreiche Nacht gut überstanden. Solange man das Außenzelt nicht berührt, bleibt man trocken. Umziehen ging auch nach einigen Wälzeinlagen und die Taschen passten auch irgendwie rein, Wie schon erwähnt, ist es Preisleistungstechnisch und vom Packmaß Top. Für kurze Gelegenheitstrips ideal.
    Bei wolkenfreien Nächten, kann man auch das Außenzelt weglassen 🙂

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