Gas geben: Outdoor-Kocher mit Gas im Praxistest

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Ein Outdoor-Kocher ermöglicht das Kochen unter freiem Himmel. Wir haben mehrere Gaskocher getestet und zeigen, worauf es beim Kauf ankommt und wie die Outdoor-Kocher auch in der kalten Jahreszeit effizient arbeiten.

Outdoor-Kocher im Test: Gib Gas! © Gipfelfieber
Outdoor-Kocher im Test: Gib Gas! © Gipfelfieber

Gerade im Herbst, wenn es morgens richtig kalt ist, fällt das Kriechen aus dem Schlafsack mitunter sehr schwer. Mit einem heißen Kaffee oder einem heißen Tee wird es schon einfacher, sich aus den dicken Daunen heraus zu schälen. Zudem vertreibt das Koffein die letzten Schleier der Nacht und sorgt dafür, dass der Schlaf schnell vergessen ist.

Welcher Outdoor-Kocher? Trockenbrennstoff oder Gas?

Zwar sind Trockenbrennstoffkocher wie der hier von Esbit getestete eine gute Wahl, wenn man unabhängig von Gas sein möchte. Man spart sich zudem gerade auf längeren Touren die Mitnahme von Ersatzkartuschen. Allerdings dauert es länger, bis Wasser und Essen erhitzt sind. Das geht mit einem Outdoor-Kocher, der mit Gas betrieben wird, wesentlich schneller.



Gaskocher: Welche Kartusche?

Die verschiedensten Gaskocher gibt es mit unterschiedlichen Anschlüssen. Für einen besonders günstigen Einstieg sind Systeme mit Steckkartuschen gut. Allerdings müssen die dauerhaft mit dem Kocher in Verbindung bleiben. Die teureren Schraubkartuschen bieten dagegen den Vorteil, dass sie ein Ventil haben, so dass der Outdoor-Kocher entfernt werden kann, ohne dass das Gas entströmt. So ist das Kocher-Set weniger sperrig und lässt sich einfacher im Rucksack verstauen.

Die 7/16″-Schraubgewinde ist EU-weit genormt, so dass es in Europa kein Problem sein dürfte, passende Ersatzkartuschen zu finden. Im außereuropäischen Ausland kann das allerdings schwieriger werden. Im Zweifel gibt es immer die Kartusche, die gerade nicht passt.

Zusätzlich gibt es noch Ventilkartuschen mit einem Bajonettverschluss, die ebenfalls ein Trennen von Outdoor-Kocher und Kartusche ermöglichen. Die sind allerdings weit weniger verbreitet

Welche Gas-Mischung für den Outdoor-Kocher?

Während im Sommer die Gas-Mischung eine eher untergeordnete Rolle spielt, ist die in den kühleren Jahreszeiten deutlich wichtiger. Bei Modellen mit einem geringen Butan-Anteil kann es bei Temperaturen unter 5°C zu deutlichen Leistungseinbußen führen. Führt die Reise in kühlere Gebiete oder in die winterliche Bergwelt bringt ein hoher Isobutan-Anteil die gewünschte Leistung, selbst wenn die Temperaturen in den Minus-Bereich fallen.

Die getesteten Outdoor-Kocher

Die folgenden Gaskocher haben wir einem gründlichen Test unterzogen. Die Liste wird regelmäßig mit neuen Modellen fortgeführt und aktualisiert.

Primus Micron Trail Stove Gaskocher

Der Primus Microl Trail Stove © Gipfelfieber
Der Primus Microl Trail Stove © Gipfelfieber

Der Primus Micron Trail Stove Outdoor-Kocher ist sehr leicht und weiß mit einer ausgeklügelten Mechanik zu überzeugen. So lassen sich die Bügel, auf die der Topf gesetzt wird, perfekt einklappen, was ein insgesamt sehr kleines Packmaß zur Folge hat. Der Kocher verschwindet im Nu im mitgelieferten Beutel und nimmt kaum Platz im Rucksack weg.

Den Primus Micron Trail Stove gibt es mit integriertem Piezo-Zünder, aber auch ohne. Die Kochleistung ist bei perfekten Bedingungen absolut zufriedenstellend. Innerhalb von 2:40 Minuten bringt der Primus Micron Trail Stove einen halben Liter kaltes Wasser zum Kochen.

Zahlen und Fakten

  • Gewicht: 77 g
  • Ausstattung: mit und ohne Piezo-Zünder
  • Anschluss: Schraubgewinde
  • Leistung: 2600 W
  • Preis: 44,95 €/49,95 € (mit Piezo-Zündung)

Soto Windmaster Outdoor-Kocher

Soto Windmaster © Gipfelfieber
Soto Windmaster © Gipfelfieber

Der Soto Windmaster Outdoor-Kocher ist sehr flexibel einsetzbar. Dank zweier im Lieferumfang enthaltener Auflage-Bügel kann der Kocher des japanischen Herstellers Soto mit großen wie mit kleinen Töpfen sehr gut umgehen. Dabei ist er immer noch extrem leicht. Der integrierte Piezo-Zünder spart die Mitnahme eines zusätzlichen Anzünders und funktioniert sehr verlässlich. Seine große Stärke ist der konkave Kopf des Brenners. Die Bauweise unterstützt die Flamme, so dass selbst starker Wind kein Problem ist und die Leistung nicht beeinträchtigt wird. Etwa 1:50 Minute dauert es, um einen halben Liter kalten Wassers zum Kochen zu bringen.

Vor allem im Zusammenspiel mit dem Navigator Kochset zeigt der Soto Windmaster seine Stärken. Der Outdoor-Kocher lässt sich mitsamt Kartusche in dem Topfset (bestehend aus zwei Töpfen, einem Griff, Deckel, die als Brett benutzt werden können sowie einem Warmhalte-System) verstauen und so platzsparend transportieren.

Zahlen und Fakten

  • Gewicht: 68/88 g
  • Ausstattung: mit Piezo-Zünder
  • Anschluss: Schraubgewinde
  • Leistung: 3260 W
  • Preis: ab ca. 80 €

Fazit

Gaskocher spielen vor allem dann ihre Stärke aus, wenn es schnell gehen soll. Innerhalb von wenigen Minuten wird kaltes Wasser zum Kochen gebracht. Sie sind leicht, nehmen kaum Platz weg und lassen sich einfach transportieren.

1 KOMMENTAR

  1. Eine Schöne Übersicht die du hier zusammengestellt hast!

    Ich persönlich bin ein großer Fan der Firma Primus und besitze schon seit Ewigkeiten einen Gaskocher der Firma. Man muss allerdings ganz klar sagen, dass die Dinger auch Ihre Nachteile haben und nicht unbedingt so leicht zu transportieren sind, wie es hier dargestellt wird ;).

    Da sind Spirituskocher durchaus einfacher zu transportieren. Insbesondere wenn man bei längeren Wanderungen auf jedes Gramm Gewicht achten muss eignen sich meiner Meinung nach Spirituskocher wesentlich besser.

    In allen anderen Punkten gebe Ich dir durchaus recht. Um auf Nummer sicher zu gehen und Versorgungsschwierigkeiten kompensieren zu können, habe Ich dennoch immer einen kleinen Esbit-Kocher in der Tasche – auch wenn man schon eine Weile warten muss, bis man damit eine Tasse Tee gekocht hat -.

    Neugierig gemacht haben mich deine Angaben zum Soto Windmaster. Ist der Campingkocher wirklich so unanfällig gegen Wind? Wenn ja wäre das ja fast einen Versuch Wert, da Ich mir so den Windschutz sparen könnte, den Ich häufiger mit auf Campingtouren nehme.

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