Touren-Rucksack-Test: Gregory Miwok 34

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Die Zeit der Hüttentouren ist spätestens mit dem vergangenen Pfingstwochenende angebrochen. Ob der Gregory Miwok 34 ein guter Begleiter für ausgedehnte Touren im Gebirge im Sommer wird? So schlägt er sich im Test.*

Touren-Rucksack-Test: Gregory Miwok 34 © Gregory

Touren-Rucksack-Test: Gregory Miwok 34 © Gregory

Die Miwok-Serie findet sich seit diesem Jahr neu im Programm von Gregory und soll vor allem mit Vielseitigkeit glänzen. Ob als Begleiter auf einer mehrtägigen Hüttentour oder im Klettersteig. Und noch mehr?

Das Äußere

Wie bei allem im Leben werfen wir erstmal ein Blick von Außen auf den Gregory Miwok 34. Um mal ein bisschen farbliche Abwechslung reinzubringen, habe ich mich für die blaue Variante entschieden. Die Alternative wäre schwarz und ist mir zu düster. Blau dagegen wirkt geradezu fröhlich. Genau richtig also, um morgens gut gelaunt, den Rucksack zu schnappen und zur Tour zu starten.

Auf den ersten Blick wirkt der Gregory Miwok wie ein klassischer Touren-Rucksack: Eher hoch als breit und so auch bei engen Passagen nicht im Weg. Schön schmal ist er jedenfalls und macht so einen eleganten Eindruck.

Außen am Rucksack warten schonmal Schlaufen für Teleskopstöcke und anderes Zubehör. An den Seiten jeweils noch eine Tasche, um Flaschen unterzubringen. Am Hüftgurt finden sich noch kleine Taschen, wo Smartphone (auch die mit großem Display) und alles andere unterkommt, was man schnell zur Hand haben möchte.




Das Innere

Es gibt es vom Miwok sechs verschiedene Modelle in unterschiedlichen Größen von 6 Liter bis 48 Liter Volumen. Das hier getestete Gregory Miwok 34-Modell gibt es zudem in den Varianten M (34 Liter) und L (36 Liter), wobei letztere vor mir liegt.

Beim Öffnen wird gleich klar, dass hier einiges rein geht und so mache ich mal einen Test, was bei einer Mehrtagestour mit Klettersteigen von Hütte zu Hütte in der Regel alles dabei wäre: Hüttenschlafsack, Hüttenschuhe, Hüttenhose, zwei Wechselshirts, Unterwäsche, Ersatzsocken, The North Face Stratos Hardshell-Jacke, Mammut Kain Fleecejacke, Handtuch und Kosmetiktasche passen locker ins Hauptfach. Da genügend Platz ist, kommen Mini-Kocher (Testbericht folgt), Steigeisen und Helm auch noch mit rein. Und immer noch wäre genügend Freiraum, so dass auch die Kamera, ein weiteres Objektiv, ein kleines Stativ und diverses Zubehör problemlos unterkommen.

Allerdings: Das Packen ist beim ersten Mal eine kleine Herausforderung. Der Rucksack hat im Rücken kein stabiles Tragesystem wie etwa der Gregory Z30, sondern das sogenannte BioSync-System (dazu später mehr), was ohne eine stabile Rückenfront auskommt. Die Rückwand wirkt auch recht dünn, so dass sperrige Sachen beim falschen Packen durchaus in den Rücken stechen können. Daher einfach flexible Sachen wie Jacken und Hosen zum Rücken hin packen. Feste Sachen wie Steigeisen nach “vorn”.

Zudem gibt es im Gregory Miwok 34 noch eine Tasche außerhalb der Innentasche aus einem Stretch-Material, wo das Klettersteigset untergebracht werden kann oder Sachen, auf die man schneller zugreifen möchte.

Hinter dem Hauptfach wartet noch ein weiteres Fach, wo eine Trinkblase untergebracht werden kann. Für den Trinkschlauch gibt es am Schultergurt zudem einen praktischen Halter, damit er nicht im Nirgendwo rumbaumelt.

Im Deckel wartet außerdem eine Innen- und Außentasche, wobei letztere mit dem obligatorischen Schlüsselclip daherkommt, damit der nicht verloren geht.

Tragekomfort

Gregory Miwok 34 in schwarz © Gregory

Gregory Miwok 34 in schwarz © Gregory

Mit das wichtigste Kriterium bei einem Rucksackkauf ist natürlich wie komfortabel er beim Tragen ist. Zunächst einmal fühlt er sich extrem leicht an und doch zeigt der Blick auf das Datenblatt, dass er mit 1,2 kg nicht leichter ist als der Gregory Z30.

Das BioSync-Tragesystem der Miwok-Reihe sorgt dafür, dass sich der Rucksack perfekt an den Rücken anschmiegt. Zunächst war ich skeptisch, inwiefern dass nicht das Schwitzen am Rücken begünstigen würde, aber das eingebaute Belüftungssystem sorgt überraschenderweise dafür, dass sich die Nässe an den Stellen nicht staut.

Beim Wandern und Klettern sitzt der Rucksack perfekt am Rücken und man merkt quasi gar nicht, dass er da ist. Und auch bei kombinierten Bike & Hike-Touren ist das BioSync-System sehr gut, denn das stabile System des Z30 sticht dabei teilweise äußerst unangenehm in den Rücken, was beim Gregory Miwok 34 nicht der Fall ist.

Auch an den Schultern sitzt er trotz der auf den ersten Blick dünn wirkenden Polsterung absolut bequem; bei vollgepacktem Rucksack kann es auf längeren Touren aber etwas unangenehm werden und da ist der Rucksack mittlerweile nicht mehr meine erste Wahl.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 119,95 €. Hier gibt`s den Rucksack: Bergfreunde.de, Bergzeit, Amazon (Miwok 24)

Alle Preise in der Übersicht:

Fazit

Für kürzere Touren mit eher geringem Gewicht im Rucksack dürfte der Miwok von nun an mein erster Ansprechpartner sein. Es geht eine ganze Menge an Material rein und auch beim Tragen fühlt er sich “richtig” an. Nur zu voll darf man ihn nicht laden. Durch seine schmale Passform ist er auch an Engstellen nirgendwo im Weg und macht so überall eine gute Figur.

Mehr Informationen

www.gregorypacks.com

*Der Rucksack wurde mir von den Bergfreunden zum Testen zur Verfügung gestellt. 

Bilder: © Gregory


Letzte Änderung: 12. Dezember 2016

2 Antworten zu " Touren-Rucksack-Test: Gregory Miwok 34 "

  1. […] Bereits von uns getestet: Der Gregory Z30 und der Gregory Miwok. […]

  2. […] gibt`s für den Verschluss. Die Hakenlösung ist teilweise ein wenig Fummelei und hat mir auch beim Gregory Miwok nicht so recht zugesagt. Auch der Hüftgurt ist sehr schmal. Bedenkt man, dass Hüftgurte bei […]

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