Kaiserschmarrn: Na geb’ er mir halt den Schmarren her

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Kaiserschmarrn ist nach Arnold Schwarzenegger der Exportschlager Österreichs schlechthin. Im Gegensatz zu Arnies Muskelmasse darf der Teig aber schön fluffig sein. So gelingt`s.

Kaiserschmarrn - aboutpixel.de - Süßspeise © Helga B.

Kaiserschmarrn – aboutpixel.de – Süßspeise © Helga B.

Die österreichische Küche hält ja so einige Leckereien bereit. Die Tiroler Spinatknödel habe ich euch ja schon vorgestellt. Mein Lieblingsgericht ist wohl neben dem Wiener Schnitzel der größte Exportschlager Österreichs: Kaiserschmarrn. Gegessen habe ich ihn schon auf unzähligen Hütten. Mal war er ausgesprochen gut, mal nur mittelmäßig und mal wanderte er sogar aus dem Tiefkühler in die Mikrowelle. Pfui! So geht das aber nicht!




Entstehungsgeschichten zu dem Hüttenklassiker schlechthin gibt es ja viele. Die schönste ist aber dann noch immer die, dass die Kaiserin die neue Kreation des Küchenchefs ablehnte, der Kaiser aber rief: “Na geb’ er mir halt den Schmarren her, den unser Leopold da wieder z’sammenkocht hat”. Also her da mit dem Rezept, bitte!

Zutaten

Die Zutaten für etwa vier Portionen Kaiserschmarrn:

  • 125 g Mehl
  • 200 ml Milch
  • 180 ml Mineralwasser (spritzig)
  • 4 Eier
  • 30 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Vanilleschote
  • 1/2 Zitrone
  • 30 g Rosinen
  • 6 cl Rum
  • Puderzucker
  • Butter

Aber einen Moment noch! Rosinenhasser haben beim Kaiserschmarrn leider Pech gehabt. Denn die gehören einfach dazu. Ohne Diskussion. Ein Originalrezept ist das übrigens nicht. Es ist auch relativ schwer festzustellen, was original ist und was nicht. Daher nehmt das bitte einfach als Grundrezept und variiert nach eurem Gusto so wie ich das getan habe.

So habe ich Mineralwasser noch in keinem Rezeptvorschlag gesehen. Allerdings finde ich, dass der Teig dadurch noch fluffiger wird. Einbildung? Egal!

Das Rezept für Kaiserschmarrn

1 Die Rosinen werden 30 Minuten bis zu einer Stunde in 4 cl Rum eingelegt. Ein bisschen was vom Rum übrig lassen.

2 Die Eier trennen. Das Eiweiß beiseite stellen. Von der halben Zitrone die Schale abreiben, die Vanilleschote teilen und das Mark mit der Rückseite eines Messer rauskratzen. Statt der Zitrone bietet sich übrigens auch eine Orange an, was den Geschmack wieder ein bisschen ändert. Den leichten Zitruskick finde ich aber besonders lecker. Zitronenzesten und Vanillemark nun mit dem Eigelb, dem Zucker und der Prise Salz mit einem Schneebesen schaumig rühren.

3 Das gesiebte Mehl, Milch und Mineralwasser nach und nach dazumischen.

4 Nun das Eiweiß steif schlagen. Wenn man den Behälter auf den Kopf stellt, sollte das Eiweiß nicht heraustropfen. Das geschlagene Eiweiß dann vorsichtig unter den Teig heben.

5 In einer Pfanne Butter zergehen lassen und den Teig bei mittlerer Hitze ausbacken bis der Teig goldbraun ist. Zwischendrin wenden. Den Teig dann mit zwei Pfannenwendern in mundfreundliche Stücke zerreißen. Nun die Hitze nochmal kurz hochdrehen, den restlichen Rum darüber gießen und verdampfen lassen. Ein wenig Puderzucker darüber streuen und kurz karamellisieren lassen.

6 Den Kaiserschmarrn auf einem Teller anrichten oder direkt in der Pfanne servieren. Kurz vorm Servieren nochmals mit Puderzucker bestreuen. Dazu passt Zwetschgenkompott oder Apfelmus.

Die Augen schließen, vom Bergpanorama träumen und den Kaiserschmarrn auf der Zunge zergehen lassen. Mahlzeit!

(Meine Fotos haben sich übrigens als Schuss in den Ofen entpuppt, daher dient das oben eingefügte Foto eher als Symbolbild. Aber: So muss er aussehen!)

Bildquelle: aboutpixel.de – Süßspeise © Helga B.


Letzte Änderung: 5. Dezember 2016

Eine Antwort zu " Kaiserschmarrn: Na geb’ er mir halt den Schmarren her "

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