Free + Style = Laax

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Laax ist das absolute Mekka und der Anlaufpunkt schlechthin für Snowboarder, egal ob Freestyler oder Freerider. Und hält auch abseits des Skigebiets interessante Locations bereit. 

Free + Style = Laax © Gipfelfieber

Free + Style = Laax © Gipfelfieber

“Ja, wo ist es denn? Hast du mich verarscht, liebe Google-Tante? Bin ich wirklich richtig?”

Das geht mir auf dem Weg nach Laax ein paar Mal durch den Kopf. Vor allem geht es mir durch den Kopf, je näher ich Laax komme. Kurz nach Chur runter von der Autobahn. Kein Schild, auf dem Laax zu finden ist. Noch 15 Kilometer. Noch 10 Kilometer. Nur noch 3. Nix. Ob das so seine Richtigkeit hat?

Und dann: Ganz plötzlich bin ich da. Mitten im Ort und fast schon wieder dran vorbei. Groß ist Laax also nicht. Das Skigebiet dafür umso mehr. Und die Anzahl der Snowboarder erst recht. Und dass wo man in den letzten Jahren doch wieder mehr und mehr Skifahrer auf den Pisten sieht. Hier nicht!

Nicht umsonst findet hier jedes Jahr eines der wichtigsten Events des ganzen Jahres im Snowboard-Kalender statt. Die Laax Open. Und wie es der Zufall will, finden die auch gerade statt als ich meinen halben Hausstand aus dem Kofferraum ins Hotelzimmer verfrachte.

Die Laax Open

Noch bis zum vergangenen Jahr firmierten die Laax Open als Burton Laax Open, doch die amerikanischen Snowboard-Pioniere haben sich, nachdem sie auch auf der ISPO in den letzten beiden Jahren fehlten, aus dem Sponsoring zurückgezogen. Kein Titelsponsor mehr? Dann macht man es halt selbst.

Und baut mal eben die größte Halfpipe der Welt hin. Die größer auch nicht mehr geht, es sei denn – und auch das wird kommen – jemand baut eine entsprechend größere Maschine zur Präparierung.

Auch der Park kann sich sehen lassen. Kicker so hoch, dass sie schon von weitem Respekt einflößen. Da drüber fahren? In diesem Leben zumindest nicht mehr.

Tage und noch mehr Nächte hat sich die Shaper Crew, deren Youtube-Playlist absolut sehenswert ist, ins Zeug gelegt, um einen grandiosen Kurs hinzuhauen. Für nicht weniger als die Weltelite des Snowboardens.




Atemberaubende Sprünge legen die dann sowohl in den Halfpipe-Finals als auch den Slope Style-Finals hin. Am Ende holen sich Ayumo Hirano und Arielle Gold in der Halfpipe und Mark McMorris und Jamie Anderson im Slope Style die Trophäe (und einen Großteil des satten Preisgelds) ab. Und unsere Münder schließen sich dann auch so langsam wieder.

Freestyle Academy

Die, die sich noch nicht so recht auf die ganz großen Kicker und in die Halfpipe trauen, können dafür im Trockenen üben. Ohne dass Schürfwunden, Quetschungen und Knochenbrüche vorprogrammiert sind. Unweit der Talstation in Laax wartet die Freestyle Academy, um waghalsige Manöver zu üben. Weiche Landung inklusive.

Die Freestyle Academy gibt es mittlerweile auch in Stuttgart, sogar in München eröffnet nach langem Kampf bald das Gravity Lab am Ostbahnhof, und soll es dem Nachwuchs (und auch den Profis) ermöglichen, neue Sprünge zu trainieren.

Bei einem Einführungskurs mit Trampolin, Schnitzelgrube und Trockenboarden auf einem Kunstbelag lernen wir ein paar Grundlagen. Wie springe ich ab. Wie falle ich. Wie falle ich richtig! Das gipfelt darin, dass wir uns nach einer knappen Stunde mit Ski und Snowboard eine viel zu steile Rampe hinunterstürzen, wohlwissend, dass es gleich weh tut. Was es am Ende aber nicht tut. Man landet ja weich…

Beginner Park

Das Erlernte gleich in die Tat umsetzen, ohne gleich über die riesigen Kicker springen zu müssen? Das geht wunderbar im Beginner Park. Auf den kleinen Kickern, Boxen und Rails kann man das Erlernte direkt anwenden. So eine Schnitzelgrube hätte hier aber was. Denn weich landen tut man nicht…

Burton Riglet Park – Die Freestyler von morgen

Direkt an der Talstation wartet noch ein ganz besonderes Schmankerl. Nicht auf die Profi-Snowboarder. Aber die übernächste Generation Profi-Snowboarder. Die ganz Kleinen können da ihre ersten Versuche auf dem Snowboard hinlegen. So sieht das dann aus:

In Laax allerdings mit Schnee statt sattem Grün. Und bei dem ein oder anderen Zuschauer macht die Familienplanung beim Zuschauen große Schritte…

Freeriden

So richtig viel Zeit haben wir leider nicht, das Gebiet und alles rundherum zu erkunden. Aber für ein paar Freeride-Abstecher reicht es dann doch. Und das Potential ist riesig. Beinahe unendlich viele Möglichkeiten bieten sich neben den Pisten und im Backcountry. Und selbst einige Tage nach dem letzten Schneefall findet man noch Gelände ohne Spuren. Ich muss definitiv nochmal wiederkommen…

“Neuschnee und Laax erfreuen das Boarderherz”, schießt es mir in den Sinn.

Fazit

Laax ist alles, was Snowboarden geil macht. Pistenkilometer ohne Ende, Funparks für alle Gewichts- Könnerklassen und Freeride-Optionen, für die man wohl mindestens eine Saison braucht, um sie allesamt zu erkunden.

Laax rockt, oder? Verrat uns Deine Geheimtipps in den Kommentaren!

*Vielen Dank an Graubünden Ferien und Laax für die Einladung zu der Recherchereise. Die Meinung bleibt selbstredend meine eigene. 


Letzte Änderung: 5. Dezember 2016

Eine Antwort zu " Free + Style = Laax "

  1. […] kleine Sprünge stellen überhaupt kein Problem dar. An große Sprünge habe ich mich nicht herangetraut und werde es wohl auch […]

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