13. Etappe auf dem SalzAlpenSteig: Von Scheffau nach Abtenau

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Die 13. Etappe auf dem SalzAlpenSteig führt am Fuß des Tennengebirges entlang und ist eine der schönsten. Zwischen Scheffau und Abtenau warten etliche Highlights.

13. Etappe auf dem SalzAlpenSteig: Von Scheffau nach Abtenau © Gipfelfieber
13. Etappe auf dem SalzAlpenSteig: Von Scheffau nach Abtenau © Gipfelfieber

Zwar geht es nie sonderlich hoch hinaus, doch trotzdem ist die 13. Etappe auf dem SalzAlpenSteig einer der Highlight-Abschnitte des 230 Kilometer langen Fernwanderwegs. Die Etappe steht ganz im Zeichen beeindruckender Wasserfälle, von denen es gleich mehrere zu bestaunen gibt. Vor allem im Frühsommer, wenn auf dem großen Plateau des Tennengebirges die letzten Schneereste des Winters langsam vor sich hinschmelzen, sind diese gewaltig und besonders sehenswert.



An der Lammer stromaufwärts

Wir starten am Endpunkt der 12. Etappe in Scheffau am Tennengebirge. Nachdem wir die Lammer überquert haben, folgen wir ihrem Lauf weiter nach Osten und stromaufwärts. Nach einer knappen Stunde öffnet sich das Tal in Oberscheffau und wir halten uns rechts dem Schwarzenbach folgend. Der Weg führt in den Wald hinein und teils direkt am idyllischen Bachlauf entlang. Wir passieren die Herzerlbucht und schon bald lockt ein Abstecher zum Winnerfall, den man sich nicht entgehen lassen darf.

Zum Winnerfall

Winnerfall © Gipfelfieber
Winnerfall © Gipfelfieber

Schon wenige Minuten später ist der Winnerfall auch erreicht. Der Wasserfall ist zwar eine der wichtigsten Quellen des Schwarzenbachs, die Winnerfallhöhle, aus der sich das Wasser in Strömen vor allem während der Schneeschmelze und nach starken Regenfällen ergießt, ist aber lediglich ein Überlauf der tiefer liegenden Quelle. Sind die Wassermassen im Inneren des Berges für die Quelle zu groß, steigt der Pegel derart an, um schließlich aus der Winnerfallhöhle hinaus und ins Tal zu schießen.

Nach trockenen Perioden kann es daher auch passieren, dass der Winnerfall gänzlich versiegt. Kaum vorstellbar beim Anblick der tosenden Wassermengen, die im Frühsommer aus dem Berg über Kaskaden ins Tal stürzen.

Am Fuß des Tennengebirges

Zurück auf dem SalzAlpenSteig geht es idyllisch wie zuvor weiter. Die Anstiege halten sich in Grenzen und führen lange durch beschauliche Wälder. Am Wegesrand lassen sich kleine Kröten entdecken, die sich zwischen Moosen und Farnen versuchen zu verstecken. Immer wieder schimmern die steilen Felswände des Tennengebirges durch die Bäume bis die sich kurz vor Abtenau lichten und grandiose Ausblicke u.a. zum Großen und Kleinen Traunstein bieten.

Vom Wasserfall Rundweg nach Abtenau

Wir folgen dem Wegverlauf während neben uns die Almwiesen in voller Blüte stehen, passieren bald den Wöllhof und nicht weit vor dem eigentlichen Ziel der Etappe lohnt ein weiterer Abstecher. Das Getöse des Wassers ist schon lang zu hören während wir parallel zum Bach wieder ein ganzes Stück aufsteigen, um kurz darauf den Tricklfall zu erreichen. Damit nicht genug: Der Wasserfall Rundweg bringt uns in zwanzig weiteren Minuten noch an den Fuß des Dachserfalls, der aus zwei Löchern aus dem Fels rauscht.

Der Weiterweg nach Abtenau ist schnell erzählt: An der Kneippanlage lassen sich nach fast 13 absolvierten Etappen die geschundenen Füße etwas erholen. Knappe zwei Kilometer weiter ist der Ortskern der knapp 6000 Einwohner zählenden Gemeinde erreicht und auch die 13. Etappe auf dem SalzAlpenSteig geschafft.

Fazit

Einprägsame Wasserfälle und tolle Ausblicke auf das Tennengebirge bilden die Höhepunkte der weitestgehend einfachen 13. Etappe auf dem SalzAlpenSteig. Die zu überwindenden Höhenmeter halten sich darüber hinaus auch in Grenzen und machen den Weg von Scheffau nach Abtenau zu einer leichten Genusswanderung.

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