Projekt 16 Gipfel: Der Hasselbrack in Hamburg – Großstadtidylle mal anders

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Der Hasselbrack ist mit 116 Metern Höhe der höchste Berg Hamburgs. Seinen Gipfel zu finden, ist gar nicht so einfach, aber führt mitten hinein in die Idylle.

Projekt 16 Gipfel: Der Hasselbrack in Hamburg - Großstadtidylle mal anders © Gipfelfieber
Projekt 16 Gipfel: Der Hasselbrack in Hamburg – Großstadtidylle mal anders © Gipfelfieber

Hamburg rühmt sich eine der grünsten Städte der Welt zu sein. München, von dem man denkt, es besteht doch mindestens zur Hälfte aus satten Wiesen und weitläufigen Parks, rangiert im Ranking eines Reiseanbieters relativ weit hinten. Auch Berlin schafft es mit dem Tiergarten und etlichen kleineren Parks nicht viel weiter nach vorn. Hamburg kann immerhin knapp 114 Quadratmeter Grünfläche pro Einwohner aufweisen und war 2011 sogar Umwelthauptstadt Europas.




Den höchsten Berg von Hamburg, den 116 Meter hohen Hasselbrack, werden dagegen nur die wenigsten Hamburger kennen. Versteckt liegt er im Süden der Hansestadt in einem idyllischen Waldgebiet. Und lässt sich gar nicht so einfach finden.

16 Gipfel

Bei unserem 16 Gipfel Trip durch Deutschland und zu den höchsten Bergen der deutschen Bundesländer darf der Hasselbrack aber natürlich nicht fehlen und so machen wir uns auf die Suche zum 116,2 Meter (um genau zu sein) hohen Berg, bei der wir in eine überraschend schöne und einsame Landschaft eintauchen.

Der Hasselbrack liegt nicht nur ganz im Süden von Hamburg, sondern teilt sich seinen Gipfel auch noch mit Niedersachsen. Da die Niedersachsen mit dem Harz sogar ein eigenes Gebirge haben, kümmert sie der Hasselbrack nicht weiter und so ist es fast nicht verwunderlich, dass bei unserem Start in Alvesen vor den Toren der Stadt kein Schild den Weg zur höchsten natürlichen Erhebung Hamburgs weist.

Zwar gehört der höchste Gipfel Hamburgs zu den Schwarzen Bergen als Teil der Harburger Berge. Als eigenes Gebirge geht das aber wohl kaum durch und so stehen am Ende der leichten Wanderung sagenhafte 97 überwundene Höhenmeter auf dem Display unserer Uhr.

Hasselbrack – höchster Gipfel von Hamburg

Die führt uns zusammen mit Hamburger Bergspezialist Björn von st-bergweh.de zunächst hinein in einen dichten Kiefernwald, der zur Fischbeker Heide gehört, immerhin die zweitgrößte Kulturlandschaft dieser Art in Deutschland. Hamburg scheint sich den Titel als eine der grünsten Großstädte also mehr und mehr zu verdienen.

Etwas an Höhe verlierend, stehen wir kurze Zeit später am Moisburger Stein, der immerhin so wichtig zu sein scheint, dass er einen Platz auf den Wegweisern spendiert bekommt. Warum das so ist, darüber lässt sich nur spekulieren. Zwar markiert er die Landesgrenze zwischen Hamburg und Niedersachsen, mehr Besonderheit lässt sich aber nicht entdecken.

Auf sandigen Pfaden geht es nun weiter in südlicher Richtung immer tiefer hinein in den Kiefernwald. Keine Menschenseele ist unterwegs. Nur an den Wochenenden dürften sich ein paar mehr Sport- und Erholungssuchende, die es mal nicht gen Küste zieht, hierher verirren.

Mit GPS zum Ziel

Allmählich fangen auch wir an zu irren, denn die Netzverbindung ist schlecht und mal scheinen uns die GPS-Koordinaten in die Nähe zu lotsen, mal schaut es doch wieder aus als seien wir falsch. Ein kurzer Anstieg, ein nichtssagender Wegweiser und ein leichter Rechtsschwenk später und wir sollten vermeintlich da sein. Und siehe da. Urplötzlich markiert ein großer Stein mit der Gravur “Höchster Punkt Hamburgs” unseren Zielpunkt.

Kaum mehr als eine Anhöhe, keine Aussicht, sondern Wald zu allen Seiten und doch ein Ort, um kurz zu pausieren und den Hasselbrack wirken zu lassen. Noch besser klappt das mit dem köstlichen Bier (Ratsherren Summer Ale), welches eine gute Seele im Gipfelbuchverschlag für durstige Wanderer zurückgelassen hat. Wir stoßen mit Björn auf unseren neunten der 16 Gipfel an und machen uns bald auf den Rückweg.

Der führt uns nicht über den selben Weg, sondern eine große Runde durch die Wälder zurück nach Alvesen.

Fazit

Vollkommen unspektakulär erwarteten wir den Hasselbrack, der so unbedeutend scheint, dass er selbst in etlichen Karten und auf Wegweisern nicht erscheint. Und doch ist der knapp sechs Kilometer lange Abstecher in die Harburger Berge und auf den 116 Meter hohen höchsten Gipfel Hamburgs lohnenswert. Ein idyllisches Stück Natur und eine beinahe unglaubliche Ruhe unmittelbar vor den Toren der Großstadt Hamburg, das spätestens damit zurecht als eine der grünsten Städte der Welt bezeichnet werden darf. Da sich der Gipfel so gut versteckt, empfiehlt es sich, auf einen GPS-Track zu vertrauen.

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