Projekt 16 Gipfel: Helpter Berge in Mecklenburg-Vorpommern

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Die Helpter Berge sind der höchste Punkt in Mecklenburg-Vorpommern und dürfen beim Projekt 16 Gipfel nicht fehlen. Nur ein paar Plagegeister begleiten uns auf dem Weg nach ganz oben.

Projekt 16 Gipfel: Helpter Berge in Mecklenburg-Vorpommern © Gipfelfieber
Projekt 16 Gipfel: Helpter Berge in Mecklenburg-Vorpommern © Gipfelfieber

Berge in Mecklenburg-Vorpommern? Und davon gleich mehrere? Bei unserem Projekt 16 Gipfel und der Reise zu den höchsten Bergen der deutschen Bundesländer bleibt uns fast kein Kuriosum erspart. Denn im flachen Norden, wo man am Mittwoch schon weiß, wer am Sonntag zum Besuch kommt und man so entsprechende Vorkehrungen treffen kann, sind Berge vor allem eins: Rar gesät.

Möchte man meinen. In Mecklenburg-Vorpommern ist dem nicht so. Zumindest hat das den Anschein, als wir versuchen den höchsten Punkt des Heimatbundeslandes der ewigen Bundesangie zu finden, denn in den Karten sind etliche Gipfel verzeichnet, die zwar selten hoch sind, dafür aber mit teils lustigen, teils denkwürdigen Namen versehen sind.

Gipfel in Mecklenburg-Vorpommern

Da gibt es zum Beispiel den Bösen Berg. Satte 40 m erhebt er sich bei Teterow. Was und wem er seinen zweifelhaften Namen verdankt? Wir wissen es nicht und können nur mutmaßen. In der näheren Umgebung machen es der Grillberg (91 m) und der Galgenberg (56 m) einfacher ihrer wahren Namensherkunft auf die Spur zu kommen.

Rund um Schwerin gibt man sich da noch deutlicher. Auf dem Uhuberg (90 m) dürften Ornitologen ihre Freude haben. Auf dem Pickel (67 m) wohl eher der Hautarzt.

Bei Neubrandenburg (liegt wirklich in Mecklenburg) gibt man sich mit nicht weniger bescheiden als dem Tempelberg. Ob patentrechtliche Klagen aus Jerusalem schon an einem Gericht anhänglich sind, konnte uns niemand sagen.

Unsere Kreise ziehen sich enger und enger und landen schließlich in der Region rund um Woldegk. Im Süden wagt sich die Vogelkirsche mit 166 m schon höher hinaus. Noch 13 Meter höher ragen die Helpter Berge im Norden der Ortschaft in den Himmel, die so mit 179 Metern Höhe zugleich der höchste Punkt in Mecklenburg-Vorpommern sind. Keine Frage, dass wir dorthin müssen.

Zum höchsten Punkt von Mecklenburg-Vorpommern

Bevor wir den höchsten Punkt erklimmen, müssen wir erstmal den Startpunkt finden. Das ist nicht ganz einfach, denn wirklich prominent markiert und ausgezeichnet ist der Weg auf die Helpter Berge nicht. Vielmehr erinnert das etwas an Hamburgs höchsten Berg, den Hasselbrack, der auch kaum verzeichnet ist und erst einmal gefunden werden will.

Der Weg auf die Helpter Berge startet entweder etwas nördlich im namensgebenden Helpt und führt von Norden über Wiesen, Felder und zuletzt durch den Wald bis zum höchsten Punkt Mecklenburg-Vorpommerns. Der Startpunkt hier hat auch den Vorteil, dass es dort eines der wenigen Hinweisschilder gibt.

Alternativ startet der “Aufstieg” im nahen Woldegk oder beginnt direkt an der Straße und einer kleiner Einbuchtung hinter der Ortschaft, aber noch bevor der 1981 gebaute Funkturm Helpterberg, der mit 203,2 Meter Höhe etwas höher als der eigentliche Berg ist, erreicht ist.

Auf die Helpter Berge

Helpter Berge Gipfelkreuz © Gipfelfieber
Helpter Berge Gipfelkreuz © Gipfelfieber

Von hier wandern wir durch beschauliche Wälder, in denen Furchterregendes lauert. Bei Temperaturen um die 30 Grad passieren wir ein paar kleine Seen und dort warten die Biester versteckt im Schatten auf ihre wehrlosen Opfer. Beim Vorbeikommen hören wir sie schon und plötzlich stürzen sie sich auf uns und pieksen überall dort, wo kein Stoff die Haut schützt. Die fiesen Mücken sind kaum abzuschütteln, aber irgendwann folgen wir einem unscheinbaren Abzweig, überwinden so etwas wie Höhenmeter und die Plagegeister lassen von uns ab.

Wir folgen dem Pfeil sowie den deutlichen Spuren und ohne dass wir es merken, erreichen wir den höchsten Punkt der Helpter Berge und von Mecklenburg-Vorpommern. Das eiserne Gipfelkreuz zeigt uns, dass wir richtig sind. Die Aussicht reicht allerdings nur bis zum nächsten Baum, die hier oben dicht an dicht stehen.

Der gleiche Weg führt uns schließlich wieder durch die Mückenwolken und zurück zum Ausgangspunkt, von dem unsere Reise zum nächsten Höhepunkt nach Schleswig-Holstein weitergeht.

Fazit

Die Helpter Berge sind namentlich nicht so spektakulär wie viele andere Berge in Mecklenburg-Vorpommern, dafür können sie mit dem Titel aufwarten, den höchsten Punkt des Bundeslandes inne zu haben. Die Wanderung führt durch einsame dichte Wälder bis zum formschönen eisernen Gipfelkreuz, das auf die stattliche Höhe von 179,2 Metern über dem Meeresspiegel hinweist.

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