Ein Blick zurück – Ein Blick voraus

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Das Jahresende ist ja immer auch dafür da, das vergangene Jahr nochmal zu reflektieren. Aber auch um sich Vorsätze für`s kommende Jahr zu schaffen. Hier ist also mein bergiger Rückblick auf 2013 und eine Vorschau auf 2014. 

Gipfelkreuz am Hohen Göll © Gipfelfieber.com

Gipfelkreuz am Hohen Göll © Gipfelfieber.com

Ich kann getrost sagen, dass 2013 das Jahr war, indem ich mich so richtig ins Abenteuer Berg gestürzt habe. Was vorher eines von vielen Hobbys war, ist nun spätestens mit dem Bloggen fast schon eine Berufung geworden. Aber eine Berufung, die so unglaublich viel Spaß und Freude bereitet, dass es mich so oft wie nur möglich in die Berge zieht. Der Blog sorgt nun dafür, dass ich ständig neue Inhalte geradezu brauche und so immer auf der Suche nach neuen Touren bin, die gemacht werden wollen. Das waren in 2013 so einige. Angefangen mit Snowboard- und Schneeschuhtouren im Winter, ausgedehnten Touren im Sommer und dem ein oder anderen atemberaubenden Klettersteig und nun endend beim ausgiebigen Snowboarden, was mich schon auf 11 Tage in der neuen Wintersaison gebracht hat. Rekord! Zusammenfassend habe ich mir mal ein paar Highlights rausgepickt:

1. Highlight: Sonntagshorn

Kurz nach Jahresbeginn sind wir mit Schneeschuhen auf das Sonntagshorn im Chiemgau gegangen. Während wir fast die einzigen ohne Ski oder Snowboard waren, hatten wir so anschließend die Gelegenheit, von der Hochalm mit dem Schlitten über den Forstweg abzufahren, was eine Mordsgaudi gemacht hat.

2. Highlight: Simetsberg

Nachdem wir Wochen zuvor am Simetsberg “gescheitert” sind, hab ich mich beim zweiten Mal allein auf den Weg begeben und bin auch erst am Nachmittag los. Und pünktlich bevor die Sonne hinter den Gipfeln des Estergebirges langsam verschwand, erreichte ich den Gipfel. Die Atmosphäre war einfach Wahnsinn. Die anschließende Abfahrt auch berauschend!




3. Highlight: Untersberg Überschreitung

Mitte Mai machten wir uns an die Überschreitung des Untersbergs bei Salzburg. Und gleich beim abendlichen Aufstieg eines der schönsten Ereignisse des Jahres: Direkt am Steig lag in einer kleinen Höhle ein wenige Wochen altes Hirschkalb und schaute uns mit großen Augen an, ohne aber irgendwelche Scheu zu zeigen. Wow! Auch die Überschreitung am nächsten Tag war herrlich, wenn auch lang und ist in bleibender Erinnerung geblieben.

4. Highlight: Der Königsjodler

Die Durchsteigung der beiden anspruchsvollen Klettersteige, dem Königsjodler am Hochkönig – die längste und kraftraubendste Tour in 2013 und dem Pidinger Klettersteig – nicht ganz so fordernd wie der Königsjodler, aber nicht weniger schön. Vor allem die luftigen Gratpassagen am Königsjodler waren einfach spektakulär.

5. Highlight: Steinböcke

Meine ersten Steinböcke an der Benediktenwand. Erst ein paar Exemplare mit kleineren Geweihen. Kurz unter dem Gipfel thronte dann ein Tier mit einem mächtigen Geweih und zeigte keinerlei Scheu vor meiner Anwesenheit.

6. Highlight: Tirols Gletscher

Zusammen mit fünf anderen Bloggern durfte ich fünf Tage lang die fünf Gletscherskigebiete Tirols erkunden. Zu unzähligen Pistenkilometern und Tiefschneeabfahrten gesellten sich viele neue Eindrücke und Begegnungen mit vielen sympathischen und netten Menschen.

Das waren sie also. Die Momente, die die bleibendsten Eindrücke hinterlassen haben. Aber wenn man zurück blickt, muss man auch nach vorn schauen. Was sind meine Ziele für 2014?

1. 2013 hat uns leider der früh einbrechende Winter im September einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber in 2014 muss und wird nun endlich die Watzmann-Überschreitung angegangen.

2. Einige herausfordernde Klettersteige sollen sich noch dazugesellen. Dazu gehört unter anderem der Mauerläufersteig an der Alpspitze. Und auch die Super Ferrata, bestehend aus drei Klettersteigen, auf den Hohen Dachstein steht auf der To-Do-Liste.

3. Endlich mal wieder ein paar Tage draußen übernachten, nur mit Zelt und Schlafsack bewaffnet einfach eine zeitlang die Ruhe und Abgeschiedenheit in den Bergen genießen. Keine Anrufe, keine Nachrichten, keine Emails, kein Facebook, Twitter usw.

4. Einen Gletscherkurs wollen wir machen, damit wir auch höhergelegene Ziele ab 2014 angreifen können. Großvenediger und Großglockner sind Ziele, die ich in nicht ferner Zukunft bewältigen möchte.

5. Die Qualität meiner Fotos hat 2013 zwar schon einen Schritt nach vorn gemacht, aber ich will besser werden. Ein neues Objektiv soll sich dazugesellen. Und mehr Ahnung, was ich eigentlich so alles mit der Kamera noch anstellen kann.

6. Natürlich ist mir in erster Linie auch wichtig, dass ich weiter wie bisher nicht unvernünftig werde und am Berg unnötige Risiken eingehe und so weiter von brenzligen Situationen verschont bleibe. Bisher hat das geklappt und eigentlich sehe ich keine Gründe, dass sich das im nächsten Jahr ändern sollte. *klopf auf Holz*

Ich denke, das reicht erstmal. Zu viel soll man sich ja auch nicht vornehmen. Denn das klappt am Ende sowieso nicht. Ich freue mich jedenfalls auf das neue Jahr und neue Abenteuer und Erlebnisse am Berg.

Zum Abschluss wünsche ich euch ein paar schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Start in 2014. Genießt ein paar Tage der Ruhe und der Besinnlichkeit. Der Alltag ist früh genug wieder da!


Letzte Änderung: 15. Dezember 2016

3 Antworten zu " Ein Blick zurück – Ein Blick voraus "

  1. Andi sagt:

    Schöner Rückblick, ich habe 2013 auch erstmals viel mehr Zeit in den Bergen verbracht und möchte im kommenden Jahr auch mal auf einer Hütte oder mit dem Zelt übernachten. Den Gletscherkurs gönne ich mir früher oder später aber auch noch, sowas lohnt sich sicher.

  2. wirwollenreisen sagt:

    Wirklich schöne Erlebnisse des vergangenen Jahres!
    Die Starkenburger Hütte im Stubaital kann ich noch empfehlen. der Aufstieg ist nicht all zu schwer, jedoch gehen von dort aus viele Routen weiter, auch mehrtägige. Fand es dort wahnsinnig schön 🙂

    Berg heil!

  3. […] Lange stand er auf unserer Liste. Eigentlich wollten wir ihn letztes Jahr schon abhaken. Aber der frühe Wintereinbruch Anfang […]

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