Externe Zusatzakkus im Test

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Jeder kennt das Problem: Für viel mehr als einen Tag haben Mobiltelefone der aktuellen Generationen kaum die Puste. Auf längeren Touren ist ein externer Zusatzakku daher aus dem Gepäck nicht mehr wegzudenken. Drei davon habe ich genauer unter die Lupe genommen. 

Externe Zusatzakkus im Test © Gipfelfieber.com

Externe Zusatzakkus im Test © Gipfelfieber.com

Vor Jahren war das noch undenkbar. Nicht etwa Zusatzakkus. Nein, dass man solche überhaupt braucht. Da tat es ein Handy eben auch mehrere Tage in Folge. Dafür war mit den Dingern aber eben auch kaum mehr als Telefonieren und SMS schreiben möglich. Auch eine Runde Snake zwischendurch war drin. Heute haben Mobiltelefone nur noch wenig damit gemein, außer dass man die drei genannten Dinge immer noch tun kann. Und tausende mehr. So ist das Smartphone heute unterwegs ein wichtiger Begleiter geworden. Mal schnell den Wetter- oder den Lawinenlagebericht checken. Mit GPS und den passenden Apps (ape@map zum Beispiel) schauen, wo man gerade ist oder die Tour gleich aufzeichnen. Und und und. Und so ist der Akku bei intensiver Nutzung eben schneller leer als man schauen kann. Abhilfe schaffen seit einer Weile schon externe Akkus. Bei mir haben sich mittlerweile einige davon angehäuft, weswegen ein kleiner Test zeigen soll, welcher mein persönlicher Favorit ist. Ins Rennen gehen ein Akku von Belkin, einer von CM3 und einer mit Solarladefunktion von Mtec.




Belkin F8M159

Fangen wir mit dem von Belkin an. Das Modell trägt die Bezeichnung F8M159 , stellt das mittlere Modell dar und kommt mit einer Kapazität von 2000 mAh daher. Die kleinere Variante (F8M158) bietet 1000 mAh, die größere (F8M160) satte 4000 mAh. Im Onlineshop konnte ich ihn allerdings nicht mehr entdecken. Ich habe mir das Modell vor einem knappen Jahr vor der Tour um den Stablsee für knapp 30 € gekauft und seitdem ist es mein regelmäßiger Begleiter. Das Gehäuse erinnert an eines der Handys von vor zehn Jahren, wiegt 67 Gramm und wirkt sehr gut verarbeitet. Aufgeladen wird wie bei den anderen auch über den Micro-USB-Anschluss. Die Eingangsstromstärke beträgt lediglich 500 mA. Daher dauert das Laden relativ lang. Das Laden des iPhones funkioniert anschließend problemlos. Die Ausgangsstromstärke beträgt hier 1000 mA und ist damit genauso hoch wie die des originalen Ladegeräts von Apple. Das iPhone mit einer Akkukapazität von 1400 mAh lässt sich so ein wenig mehr als einmal komplett aufladen.

CM3 Powerbank

Die Powerbank von CM3 kommt mit einer höheren Kapazität von 2200 mAh daher. Ein- und Ausgangsstromstärke sind mit jeweils 1000 mA identisch. Das heißt, der Akku ist wesentlich schneller aufgeladen als der von Belkin. Sehr gut gefällt mir die Form. Die erinnert an eine Zigarre von Egon Olsen und wiegt auch exakt 67 Gramm. Die Verarbeitung wirkt auf den ersten Blick recht ordentlich, auch wenn Rezensionen bei Amazon gegenteiliges vermuten lassen. Die Zeit wird es zeigen. Mit dem Akku von CM3 lässt sich das iPhone knapp 1,5 mal laden und hat im Angebot gerade mal 10 € gekostet.

Update: Nicht mal ein Jahr später hat der Zusatzakku offenbar schon vollends seine Speicherkapazität verloren. Er ist jedenfalls nicht mehr als externer Akku zu gebrauchen.

Mtec Solarcharger

Last but not least möchte ich mich dem Solarladegerät von Mtec! widmen. Das gibt es für knapp über 20 € bei Amazon. Die Kapazität beträgt ganze 3500 mAh, bei einem In- und Output von je 1000 mA. Damit lässt sich das iPhone also mehr als zweimal komplett laden. Das Gewicht beträgt mit 110 Gramm ganze vier Gramm weniger als das des iPhones und ist damit vor allem im Hinblick auf die Kapazität noch im Rahmen. Interessant fand ich die Möglichkeit, den Akku mit Sonnenkraft aufzuladen, auch wenn ich mir nicht sonderlich viel davon erwartete. Um es vorweg zu nehmen: Es funktioniert mehr schlecht als recht. Selbst im vollen Sonnenschein war es nie möglich, den Akku komplett aufzuladen. Ein wenig lädt er schon, aber ausreichend ist das nicht, um damit den Smartphone-Akku wieder aufzufüllen. Vor allem ist ein gleichzeitiges Laden des Akkus in der Sonne und des iPhones nicht möglich. Da sich das gute Stück allerdings auch per Micro-USB aufladen lässt, ist es den Preis meines Erachtens trotzdem wert.

Fazit

Eins können sie alle: Aufladen. Einfach das jeweilige Ladekabel an den USB-Anschluss, (Knopf drücken) und los geht`s. Der Zusatzakku von Belkin fällt auf Grund seines verhältnismäßig hohen Preises, der niedrigen Kapazität und der langen Aufladezeit ab, auch wenn die Verarbeitung überzeugt. Das Solarladegerät ist als solches kaum brauchbar, überzeugt aber als Zusatzakku trotzdem. Vom Preis-/Leistungsverhältnis liegt die Powerbank 2200 von CM3 vorn. Der ist allerdings nichts, an dem man lange seine Freude hat. Alle drei eint übrigens, dass nicht nur Smartphones geladen werden können. Alles, was über USB aufgeladen werden kann, funktioniert auch mit den vorgestellten Akkus.


Letzte Änderung: 15. Dezember 2016

4 Antworten zu " Externe Zusatzakkus im Test "

  1. […] zieht zwar ziemlich viel Akku, aber für so etwas gibt es ja Zusatzakkus, die man mitnehmen kann. Hier geht`s zu meinem kürzlich gemachten […]

  2. […] ich schon immer nach Möglichkeiten, wie man unterwegs seine Geräte mit Strom versorgen kann (siehe mein Akku-Test). Auf der ISPO 2014 habe ich wieder zwei Sachen gefunden, die mir sehr gut gefallen […]

  3. Danke für die Tipps. So einen Akku kann man immer gebrauchen!

  4. […] die Kraft der Sonne in Energie umsetzt, wird die Smart Battery normal aufgeladen. Bei diesem Power-Akku ist jedoch auch eine Kamera eingebaut, sodass per App schnell mal vom Gruppenfoto bis zum Selfie ein […]

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