Oberammergau`s Hebamsberg: Psst, Geheimtipp

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In keiner Karte zu finden. Nur etwa 1150 Meter hoch. Und doch ein wunderbarer Skihang, der nach Neuschneefällen zu einer kurzen Spritztour einlädt. Der Hebamsberg bei Oberammergau. 

Abwärts © Gipfelfieber

Oberammergau`s Hebamsberg: Psst, Geheimtipp © Gipfelfieber

Montagmorgen, ein ganzes Wochenende voller Neuschnee und es ist sagenhaftes Wetter. Keine Wolke trübt den Himmel. Ganz Oberbayern schlummert in seinem schönsten Winterkleid. Und der Schreibtisch ruft…

Aber die Gedanken an Sonne satt, frischen Pulverschnee und unverspurte Hänge lassen sich nicht verdrängen. Etwas kurzes muss her. Auf nach Oberammergau, eine schnelle Tour auf den Großen Aufacker schwebt mir vor. Aber am Ende kommt es ja oft anders als man denkt.

Zwischen Schnitzel- und Lainegraben

Im Norden von Oberammergau kann direkt ab dem Auto angefellt werden und über Straßen geht es auf den freien Hang zwischen Schnitzel- und Lainegraben zu. Die ersten Tourengeher ziehen schon ihre Spuren in den frisch verschneiten Hang, aber ich bin zuversichtlich, dass für mich genug übrig bleibt.

Der Altherrenweg wird gequert und im Zickzack geht es erst wenig steil, zwischendrin auch mal steiler werdend höher. Die Spur schlängelt sich durch Schnee bedeckte Bäume, bald passiere ich eine kleine Hütte und plötzlich stehe ich unvermittelt auf einer kleinen Anhöhe, die ein kleines Gipfelkreuz ziert. Ein Blick in die Karte: Nichts. Nicht einmal als Erhebung ist der Punkt in der Karte wahrnehmbar.

Auf dem Hebamsberg

Aber die Aufklärung naht. Ein einheimischer Tourengeher klärt mich auf. Wir befinden uns auf dem Hebamsberg auf etwa 1150 Meter. Und der sei gerade bei Neuschnee noch ein wahrer Geheimtipp, wenn es mal schnell gehen soll. Aber auch schon nicht mehr so geheim, denn selbst am Montagmorgen sind schon einige Tourengeher vor uns am Hebamsberg unterwegs gewesen. Jedes Jahr im August wird hier übrigens auch die “II” der König-Ludwig-Feuer entzündet.

 


Vom Weiterweg auf den Großen Aufacker wird mir abgeraten. Dafür sei noch zu wenig Schnee vorhanden, schließlich ginge es vom Hebamsberg meist im Wald weiter. Daran halte ich mich und nach einer Tasse Tee, dem Genießen der Sonne und des Ausblicks auf den Nordkamm der Ammergauer Alpen bis zum Teufelstättkopf geht es an die Abfahrt. Und die macht Spaß. Links und rechts wartet noch genug unverspurtes Gelände, dort ein kleiner Abstecher in den Wald und nach wenigen Minuten ist der Spaß auch schon wieder zu Ende. Das ist dann eben der Nachteil von solch kurzen Touren.

Fazit

Gelohnt hat es sich aber allemal. Draußen gewesen, einen Geheimtipp gefunden, Pulverschnee und Sonne genossen. Perfekt. Und sogar dem Ruf des Schreibtischs ließ es sich so mit bestem Gewissen am Nachmittag noch folgen…


Letzte Änderung: 5. Dezember 2016

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