Auf die Hochplatte (Achenkirch)

5

Im Flachland hat sich nun endlich (!!!) der Frühling breit gemacht, aber in den Bergen ist davon viel noch nicht zusehen. Die Tour auf die Hochplatte machte deutlich, dass oberhalb von 1000 Metern noch sehr große Mengen an Schnee liegen. Im Großen und Ganzen ist der Aufstieg unschwierig und erst gegen Ende wird es kurz steil.

Auf die Hochplatte (Achenkirch) © Gipfelfieber.com
Auf die Hochplatte (Achenkirch) © Gipfelfieber.com

Hochplatte. Nun, welche eigentlich? Denn Hochplatten gibt es viele. In den Ammergauer Alpen ist eine. Und auch in den Chiemgauer Alpen gibt es eine. Und eine in Sichtweite des Achensees, auf die es hier gehen sollte.

Anfahrt & Aufstieg

Von München kommend geht es vorbei am Tegernsee und über den Achenpass. Kurz vor der Ausfahrt Achenkirch-Nord fährt man nach rechts auf einen gebührenpflichtigen Parkplatz am Café Tirolerland. Von dort geht es rechts über die Straße hinauf an ein paar Häusern vorbei. Kurz danach geht der Weg in den Wald über und schon hier wäre es für den Tourengeher möglich, die Tourenski anzulegen. Kurz darauf teilt sich der Weg bereits. Rechts ist der Forstweg, ich entscheide mich für den Steig links. Eine weitere Abzweigung lasse ich im wahrsten Sinne des Wortes links liegen. Auf einer Freifläche überrasche ich eine Gruppe von ca. 20 Gämsen, die alsbald die Flucht ergreifen.




Weiter über die Falkenmoosalm

Nach einer knappen Stunde erreicht man nun den Fuß der Falkenmoosalm. Die Skitourengeher nehmen die direkte Variante über die Alm. Mit den zwischenzeitlich angelegten Schneeschuhen geht es für mich im Bogen über den wieder angetroffenen Forstweg gemächlicher hinauf zu den Almhütten auf 1328 m. Hinter der Alm geht es weiter über den langgezogenen Forstweg bis man am Fuß eines steil aufragenden Bergrückens steht. Tourengeher kürzen auch hier vorher schon direkter ab. An dem Steilstück ist die Orientierung ohne Spuren nun etwas schwierig.

Gipfelaufschwung auf die Hochplatte

Hat man den Steilhang überwunden, kann man nun den Rest der Wegstrecke erahnen. Weniger steil geht es (vorerst) weiter. Zuletzt, der Gipfel ist bereits in Reichweite, kommt nochmals ein sehr steiler Hang. Der lässt sich südlich-östlich umgehen. Die Querung sah mir allerdings ein wenig heikel aus. Hier sollten definitiv stabile Zustände herrschen. Daher gehe ich das äußerst steile Schlussstück direkt an. Mit Tourenski stelle ich mir das relativ unschön vor. Hat man den Hang einmal geschafft, geht es in wenigen Minuten über den Grat bis zum Gipfelkreuz auf 1813 Meter Höhe, der nach knapp 3 bis 3,5 Stunden erreicht ist.

Von dort hat man einen herrlichen Rundum-Blick auf den Juifen und die Marbichlerspitze im Norden, wo zwei donnernde und gewaltige Lawinen abgehen. Im Süden der Achensee und das Rofangebirge, während im Osten Vorder-, Hoch- und Hinterunnutz und links davon die drohende Westwand des Gufferts thronen.

Abstieg über die Feichtenalm

Für den Weg nach unten entscheide ich mich für eine andere Variante. Über die Seewaldhütte geht es über die Jochalm und die Feichtenalm zurück nach Achenkirch. Der Weg ist abwechslungsreicher als der Aufstiegsweg und gefällt mir besser. Und ich ärgere mich doch ein wenig, das Snowboard nicht mitgenommen zu haben… Im Tal sind es dann knapp 2 Kilometer zurück zum Ausgangspunkt.

Fazit

Insgesamt eine abwechslungsreiche tolle Tour, die an sonnenreichen Tagen sicher relativ ordentlich frequentiert ist. Ich war allerdings relativ allein am Berg und habe lediglich zwei kleinere Gruppen angetroffen, wovon eine aber in Richtung Juifen abgebogen ist. Trotz der warmen Temperaturen gibt es noch unglaublich viel Schnee, der die kommenden Wochen noch für gute Skitour– und Schneeschuhtour-Bedingungen sorgen dürfte.


TEILEN
Vorheriger ArtikelBlogstöckchen: Diese drei sind (eigentlich) immer dabei
Nächster ArtikelOchsensitz und Ziegelspitz
Andreas ist Gipfelfieber. Gipfelfieber ist Andreas. Liebt die Berge. Liebt die Natur. Liebt das Wandern. Liebt das Bergsteigen. Liebt das Reisen. Liebt das Fotografieren. Liebt das Schreiben. Liebt neue Herausforderungen. Und hat genau deswegen vor ein paar Jahren Gipfelfieber ins Leben gerufen.

5 KOMMENTARE

Kommentar verfassen