Isolationsjacken und Daunenjacken im Kältetest: Alles Daune oder was?

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Isolationsjacken mit Daunen- oder Kunststofffüllung sorgen für schnelle Wärme. Wir haben aktuelle Modelle ausgiebig getestet und erläutern die Unterschiede zwischen Daune und Kunstfasern.

Daunen-Kunstfaserjacke im Test © Gipfelfieber
Isolationsjacken und Daunenjacken im Kältetest: Alles Daune oder was? © Gipfelfieber

Egal ob auf der eiskalten Skitour, beim winterlichen Spaziergang oder auf dem Weg ins Büro: Im Winter sind Isolationsjacken, ob mit Kunststoff- oder Daunenfüllung, ein wichtiger Begleiter. Vom Alltag bis hin zum Sport.

Bei kälteren Temperaturen fühlen sich die Isolationsjacken und Daunenjacken, die wir ausgiebig getestet haben, nämlich wohl und hier liefern sie ihre beste Performance ab. Machen die Winterjacken auch im Alltag eine gute Figur?

Daune oder Kunstfaser? Welche Füllung ist besser?

Bei den Isolationsjacken wird in aller Regel zwischen Jacken mit Daunenfüllung und Jacken mit Kunstfasern (z.B. von Thermore oder Primaloft) unterschieden. Hybrid-Modelle oder neue Technologien wie die von Grüezi bag sind heute noch eher selten anzutreffen, weshalb die in der kurzen Betrachtung hier noch außen vor bleiben sollen.

Daune – Vorteile und Nachteile

Daunen zeichnen sich besonders durch ihre Bauschigkeit aus. Verbunden mit ihrer Wärmeleistung bei extrem geringen Gewicht kommen die Federn heute in etlichen Isolationsprodukten, z.B. in Schlafsäcken für den Winter und den Rest des Jahres oder eben Jacken zum Einsatz.

Schon im 3. Jahrhundert nach Christi wurde ihre Weichheit als Füllung für Kissen und Bettdecken genutzt. Die Firma Eddie Bauer entwickelte weit mehr als ein Jahrtausend später die erste Daunenjacke.

Meist werden heute Gänsedaunen verwendet, aber auch die Flaumfedern von Enten kommen zum Einsatz. Das sorgt auch seit jeher für die größten Kritikpunkte, denn die “Gewinnung” der Daunen ging vor allem bei der lang üblichen Lebendrupfung Hand in Hand mit Tierquälerei.

Aber auch das ist bei den Herstellern angekommen. Heute sind die Daunen regelmäßig Nebenprodukt bei der Fleischproduktion. Die Hersteller werben mit diversen Siegeln für Tierschutz und eine nachhaltige Gewinnung. Ein paar der Siegel, die von Unternehmen aus der Outdoor-Branche heute verwendet werden:

  • Crystal Down (Nordisk)
  • Responsible Down Standard (RDS) (Grüezi bag, Montane, Jack Wolfskin, Schöffel)
  • Track my Down (Montane)

Eine Übersicht der verschiedenen Nachhaltigkeitssiegel gibt es bei unterwegs.biz.

Ein weiterer Nachteil existiert dank der fleißigen Produktentwicklungsabteilungen dagegen heute kaum mehr: Wenn Daune nass wird, verliert sie einen großen Teil ihrer Wärmeleistung. Mit dem Einzug neuer Technologien und/oder der Kombination mit wasserdichten Membranen spielt dieser Nachteil der Daune heute gerade bei den qualitativ hochwertigen (und hochpreisigen) Produkten kaum mehr eine Rolle.



Kunstfaserfüllung – Vorteile und Nachteile

Die heute ebenso weitverbreitete Isolationsfüllung aus Kunstfasern (z.B. von Thermore oder Primaloft) kommt im Gegensatz zur Daune ohne tierische Inhaltsstoffe aus. Die Kunststofffüllung besteht aus Polyester, das in einem aufwändigen Verfahren zu kleinen Fasern und einem Netz mit Lufteinschlüssen verbunden wird. Das so erzeugte Füllmaterial hält Wärme am Körper und schützt zugleich vor Kälte von außen. Wird die Primaloft-Füllung feucht und nass büßt sie nur wenig von ihrer Wärmeleistung ein.

Um die gleiche Wärmeleistung wie bei Daunen zu erreichen, bedarf es allerdings mehr Füllmaterial. Bei Gewicht und Packmaß hat die Kunstfaser-Füllung daher (noch?) das Nachsehen.

Die Freisetzung von Mikroplastik beim Waschen sei ebenfalls als Kontraargument zu nennen. Die Bestrebungen von Herstellern gehen mittlerweile dahin, so weit wie nur irgendwie möglich, recycelten Kunststoff zur Herstellung der Füllung zu verwenden.

Isolation von Thermore

Der italienische Hersteller Thermore geht einen besonders nachhaltigen Weg: Die verwendeten Kunstfasern werden nämlich aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Das Label Ocean Cycle sorgt für die Zertifizierung und die Herkunft jeder einzelnen Faser lässt sich so zu ihrem Ursprung zurück verfolgen. Noch mehr Hintergründe gibt`s im Interview mit CEO Patrizio Siniscalchi.

So erkennst Du eine warme Winterjacke mit Daunen

Gerade beim Online-Shopping ist es kaum ersichtlich wie warm eine Daunenjacke letztlich wirklich ist. Ein guter Richtwert ist der cuin-Wert, der im Kleingedruckten bei den Artikelinfos in aller Regel mit aufgelistet ist. Der wird mit den Wörtern Füllstärke, Füllkraft oder Bauschkraft angegeben.

Ab einem cuin-Wert von 600 aufwärts kannst Du mit einer guten Wärmeleistung rechnen, ab einem Wert von 800 cuin mit einer sehr guten.

Isolationsjacken & Daunenjacken für den Winter 2026 und die Übergangszeit im Test

Alle getesteten Jacken setzen bei der Füllung auf Daunen oder Kunstfaserfüllungen, um eine gute Vergleichbarkeit liefern zu können. Getestet haben wir verschiedene Modelle von The North Face, Zajo, Adidas Terrex, Mammut, Montane, Grüezi bag, Nordisk, Jack Wolfskin und Schöffel. Nicht immer sind die Jacken die Modelle aus der jeweils aktuellen Kollektion. Teilweise werden die Jacken allerdings leicht aktualisiert oder sind in neuen Farben erhältlich. Manchmal sind sie nur noch über Händler und Drittanbieter zu bekommen. Daunen- und Kunstfaserjacken, die gar nicht mehr erhältlich sind, werden aus dem Testbericht entfernt.

Montane Kamen Hooded Down Jacket

Der Name ist etwas irreführend, denn eine reine Daunenjacke ist die Montane Kamen Hooded Down Jacket nicht. Sie kombiniert 800+ cuin ExpeDRY™ Gänsedaune mit gezielt eingesetzten PrimaLoft®-Isolationszonen an besonders feuchte- und druckanfälligen Stellen (z. B. Schultern, Kapuze), wo Daune schneller an Loft (Bauschkraft/Volumen) verlieren würde. Dadurch bleibt die Wärmeleistung auch bei Nässe oder unter Rucksackdruck stabil.

Als Außenmaterial kommt leichtes und robustes Pertex® Quantum Diamond Fuse zum Einsatz. Mit rund 495 g (Größe M) ist die innovative Isolationsjacke etwas schwerer als reine Daunenjacken. Sie ist für kalte, anspruchsvolle Einsätze im alpinen Gelände konzipiert – etwa beim Bergsteigen, auf Hochtouren oder als sehr warme Isolationsschicht im Winter.

In der Praxis ist die Montane Kamen Hooded Down Jacket als Zwischenschicht fast nicht vorstellbar, zu stark ist die Wärmewirkung, die auch bei zweistelligen Minusgraden absolut überzeugt. Einzig am zugigen Gipfel beim Vorbereiten der Abfahrt wird sie als Zwischenschicht gute Dienste tun. Sobald Bewegung im Spiel ist, tut sie das sowieso.

Die Daunen-Kunstfaserjacke ist sportlich geschnitten, aber doch nicht ganz so körperbetont wie der Anti Freeze XT Hoodie von Montane (siehe weiter unten im Testbericht) und sorgt so für ein Mehr an Bewegungsfreiheit, vor allem bei alpinen Herausforderungen. Die Fronttaschen sitzen etwas höher als üblich, so dass sie auch beim Tragen eines Hüftgurts gut genutzt werden können. Im Inneren fehlt zwar eine verschließbare Tasche, die großen Einlässe bieten aber Platz, falls Handschuhe, Mütze oder Stirnlampe schnell verstaut werden müssen. Wird die Jacke doch nicht benötigt, verschwindet sie im mitgelieferten Packbeutel. Der dient auch als Ersatzteillager, sollte das Außenmaterial doch mal irgendwo eine Beschädigung davon tragen.

ProKontra
  • sehr gute Wärmeleistung
  • überragende Bewegungsfreiheit
  • PrimaLoft-Einsätze sorgen für Wärme an besonders beanspruchten Stellen
  • wasserabweisendes, 100 % recyceltes Außenmaterial
  • Gewicht
  • Preis
  • fehlende verschließbare Innentasche

The North Face Summit Breithorn Daunenjacke

Die Breithorn Daunenjacke stammt aus der Summit Series von The North Face und ist für den ganzjährigen Einsatz im rauen Gelände gedacht, ob bei der Hochtour oder bei der Skitour.

Hergestellt ist sie aus recyceltem Nylon. Mit ihrer Bauschkraft von 800 cuin spielt sie im sehr warmen Segment mit und das beweist sie in der Praxis eindrucksvoll. Nur mit einem Baselayer drunter wird es beim winterlichen Aufstieg knapp unter dem Gefrierpunkt schnell schon viel zu warm. Dabei ist die Isolationsjacke relativ körpernah geschnitten, wobei sie nicht ganz so sportlich ausfällt wie andere Produkte von The North Face. Trotzdem ist die Bewegungsfreiheit – gerade an den Armen – absolute Spitzenklasse. Weder verrutscht die Jacke am Rücken, noch an den Bündchen.

Gewicht und Packmaß der The North Face Summit Breithorn Jacke sind mit 454 g (Modell mit Kapuze) und mit 29x18x11 cm nicht im leichtesten und kleinsten Metier, aber schlicht ein Kompromiss aus Wärmeleistung und Handling. Die Jacke lässt sich leicht in einer der Seitentaschen verstauen. Auch beim Preis spielt sie mit einer UVP von 380 € in der absoluten Oberklasse mit.

ProKontra
  • sehr gute Wärmeleistung
  • überragende Bewegungsfreiheit
  • wasserabweisendes, 100 % recyceltes Außenmaterial
  • Gewicht
  • Preis

Zajo Livigno W Jacket/Zajo Lofer M Jacket

Zajo, eine Marke mit Wurzeln in der Slowakei, steht für hochwertige Outdoor-Bekleidung, die Funktionalität und nachhaltige Materialien vereint. Auch bei der Livigno W Jacket zeigt sich dieser Anspruch: Die Jacke kommt in schlichten, aber geschmackvollen Farben und ist dadurch vielseitig kombinierbar – ein perfekter Begleiter für jede Gelegenheit, ob am Berg oder in der Stadt.

Die Zajo Livigno W Jacket für Damen (Männermodell: Zajo Lofer M Jacket) bringt Funktionalität und Stil in Einklang und ist damit eine ideale Wahl für kühle Tage in den Bergen oder auch im Alltag. Ausgestattet mit der innovativen Thermore Ecodown Füllung bietet sie eine gute Wärmeleistung, ohne dabei ins Gewicht zu fallen – mit ihren 492 g Gewicht ist sie etwas schwerer als vergleichbare Modelle mit Daunenfüllung.

Der Schnitt ist körperbetont, aber nicht einengend, und durch den guten Stretch bietet die Livigno W Jacket viel Bewegungsfreiheit. Praktische Details wie eine eng anliegende Kapuze sorgen für zusätzlichen Schutz vor Wind und Kälte. Mit ihrer UVP von knapp 170 € hat die Isolationsjacke von Zajo darüber hinaus ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis.

ProKontra
  • Thermore Isolation aus 100 % recycelten PET-Flaschen
  • gute Wärmeleistung
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • Gewicht

Adidas Terrex Xperior Primaloft Loose Fill Hooded Isolationsjacke

Aus vollständig recyceltem Material ist die Adidas Terrex Xperior Primaloft Loose Fill Hooded (etwas sperriger Name) Jacke hergestellt, die auf den ersten Blick vor allem durch ihr ungewöhnliches Steppdesign auffällt. Das sorgt für jede Menge Bewegungsfreiheit und dafür, dass die Jacke nachdem sie zusammengepackt wurde, ihre Form schnell wieder findet und trotzdem knitterfrei ist.

In der Praxis funktioniert das hervorragend. Und auch ihre Wärmeleistung. Die ist bei sportlichen Aktivitäten – und dafür ist die Adidas Terrex Xperior Isolationsjacke gemacht – und kalten Außentemperaturen sehr gut. Bei Minusgraden macht die Jacke auch als Midlayer eine gute Figur und trägt nicht zu sehr auf.

Ein leichter Regen macht der Jacke durch das wasserabweisende Material auch nichts aus. Einer der größten Vorteile von Kunstfasern als Isolationsmaterial: Es wärmt auch noch, wenn es nass wird.

Ebenfalls sehr gut: Die den Kopf komplett umschließende Kapuze, die selbst starken Wind draußen lässt.

ProKontra
  • 100 % recyceltes Material
  • gute Wärmeleistung
  • sehr gute Bewegungsfreiheit
  • wasserabweisend

Mammut Albula IN Hooded Jacket

Mit ihren 476 g Gewicht ist die Mammut Albula IN Hooded Jacket etwas schwerer als einige der anderen getesteten Jacken, ins Gewicht fällt das aber nicht, vor allem, da sie die wohl umweltfreundlichste aller Isolationsjacken im Testbericht ist.

Für die Isolation sorgen hier nämlich die Ecodown Kunstfasern von Thermore, die komplett aus recycelten PET-Flaschen hergestellt wird. Ihre starke Bauschkraft sorgt innen für Wärme. Die Wärmeleistung bleibt im Gegensatz zur Daune sogar dann erhalten, wenn es nass wird. Damit es gar nicht so weit kommt, ist das Außenmaterial mit einer dauerhaft wasserabweisenden Imprägnierung (PFC-frei!) versehen.

An sehr kalten Tagen, z.B. auf einer Skitour, spielt die Mammut Albula IN Hooded Jacket mit Thermore Isolation ihre Stärken vor allem als Midlayer aus, der durch seine Stretcheinsätze unter den Armen ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit erlaubt, so dass es nirgendwo zwickt.

Beim Wandern und im Alltag macht die Jacke eine ausgezeichnete Figur, nicht zuletzt ob ihrer wenig ausgefallenen Farben Schwarz, Marineblau, Deep Ice, Woods (am ehesten wohl Tannengrün) und Cheetah (Okker).

ProKontra
  • Thermore Isolation aus 100 % recycelten PET-Flaschen
  • gute Wärmeleistung
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • sehr gute Bewegungsfreiheit
  • Gewicht

The North Face Huila Kaupzenjacke

Die Huila Jacke von The North Face kommt ebenfalls mit einer künstlichen Isolation daher und wiegt mit Kapuze etwas mehr als 500 Gramm. Damit ist auch sie kein Schwergewicht und dank geringem Packmaß findet sie in jedem Wanderrucksack Platz.

The North Face Huila Kapuzenjacke im Test © Gipfelfieber
The North Face Huila Kapuzenjacke im Test © Gipfelfieber

Denn dafür ist sie wie gemacht: Wenn es in der Übergangszeit am Morgen noch kalt ist oder am Gipfel ein frischer Wind weht, ist sie zur Stelle und liefert erstaunlich schnell angenehme Wärme, ohne dabei zu dick aufzutragen. An richtig kalten Tagen ist sie als Zwischenschicht unter einer Hardshelljacke aber auch ein nützlicher Begleiter. Das Außenmaterial kommt mit kurzen Schauern gut klar, die PFC-freie DWR-Beschichtung kommt bei länger anhaltendem Regen aber deutlich an ihre Grenzen.

Die The North Face Huila Jacke gibt es in klassischen Farben wie Schwarz, aber auch in maritimem Blau oder Mintgrün. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von etwas über 200 € ist sie gerade im Vergleich mit Daunenjacken eher günstig. Die Jacke gibt es mit und ohne Kapuze sowie als Weste.

ProKontra
  • Isolation aus recycelten Polyester
  • gute Wärmeleistung
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • bis zu gewissem Grad wasserabweisend
  • Gewicht

Montane Anti-Freeze XT Hoodie

Bei der Anti-Freeze XT Daunenjacke der englischen Outdoor-Marke Montane ist der Name Programm. Die 250 Gramm Füllung aus zu 100 Prozent recycelter Daune (750+ cuin/Füllstärke) machen über die Hälfte des Gesamtgewichts (ca. 460 Gramm) der Isolationsjacke aus. Und das macht sich bemerkbar. Selbst bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt ist es im Inneren unglaublich warm.

Dazu ist die Montane Anti-Freeze XT Jacke relativ körpernah geschnitten, ohne jedoch die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Das wind- und wasserabweisende Pertex Quantum Eco Außenmaterial hält widrige Wetterbedingungen draußen. Sowohl die Daunen als auch die äußere Lage sind mit einer PFC-freien Imprägnierung versehen. So verliert die Daune nicht komplett ihre Wärmekraft, sollte die Jacke nass werden.

Verarbeitung und Ausstattung lassen keine Wünsche offen: Der Zwei-Wege-Reißverschluss macht zum Beispiel dann Sinn, wenn ein Hüftgurt (z.B. bei einer Skihochtour) angelegt wird. Die Kapuze lässt sich so anpassen, dass sie den Kopf sehr gut und vor allem warm umschließt. Auch für einen Helm ist noch Platz. Schnell verpackt ist die Montane Anti-Freeze XT Daunenjacke im kleinen Sack, der sie auf ein kleines Packmaß reduziert. Wer es flüsterleise mag, der könnte sich vom leichten Rascheln des Außenmaterials gestört fühlen.

ProKontra
  • extrem warm
  • Zwei-Wege-Reißverschluss
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • Packsack im Lieferumfang

Nordisk Lodur/Nordisk Sol

Bei der Nordisk Lodur Daunenjacke für Frauen ist die Geräuschkulisse etwas deutlicher wahrnehmbar. Dafür wiegt die Jacke auch lediglich ultraleichte 230 Gramm und ist noch dazu komplett wasserdicht (Wassersäule von 20.000 mm). Die Variante für Männer “Sol” wiegt logischerweise ein klein wenig mehr, ist ansonsten aber baugleich.

Gefüllt ist die Daunenjacke mit dem prägnanten roten Y by Nordisk-Logo (ehemals Yeti) mit Crystal Down. Mit einer Bauschkraft von 900+ cuin verspricht sie jede Menge Wärme. Die Daunenfüllung kommt auch in Nordisk Schlafsäcken wie dem Arctic 1100 zum Einsatz. Die sorgt dafür, dass es vor allem bei Bewegung unglaublich schnell warm wird. Der cuin-Wert hält sein Versprechen.

In Aktion, ob beim Tourengehen oder Bergsteigen, haben die Arme genug Flexibilität, womit ein Hochrutschen des Saums wirkungsvoll verhindert wird. Überhaupt ist die Isolationsjacke vergleichsweise etwas weiter geschnitten, so dass eine zusätzliche Softshell unten drunter passt.

Mit der anpassbaren Kapuze dringt auch von oben keine Kälte ein. Insgesamt liefert die Lodur/Sol Jacke von Y by Nordisk eine tolle Verarbeitung sowie eine herausragende Mixtur aus Schutz vor Wind, Wetter und vor allem Kälte.

ProKontra
  • extrem leicht
  • wasserdicht
  • sehr gute Wärmeleistung
  • raschelt etwas
  • teuer

Grüezi bag Faithful DownWool Jacket

Grüezi bag Gründer Markus Wiesböck (hier geht`s zum Interview mit Markus) hat es geschafft, Daune und Wolle zu kombinieren, um so Schlafsäcke produzieren zu können, die auch dann noch wärmen, wenn sie nass werden. Das gleiche Prinzip hat Markus nun auf Jacken übertragen und herausgekommen ist die Grüezi bag Faithful DownWool Jacket, die bereits seit dem Winter 2021/2022 erhältlich ist.

Die Isolationsjacke ist keine herkömmliche Daunenjacke, sondern mit ihrer Füllung aus 70 Prozent Daune und 30 Prozent Wolle eine Mischung. Einmal angezogen, spendet sie schnell Wärme. Und das auch, der beigemischten Wolle sei Dank, wenn es nass wird.

Mit ihren 500 Gramm Gewicht ist die Grüezi bag Faithful DownWool Jacke zwar nicht die leichteste Jacke im Test, dafür stimmt die Ausstattung. Beim Alltagsgebrauch und auch bei Skitouren, wo es nicht auf jedes Gramm Gewicht ankommt, spielt das quasi keine Rolle. Den Alltagstest besteht die Daunenwolljacke mit Bravour.

Zum ausführlichen Test der Faithful DownWool Jacket von Grüezi bag.

ProKontra
  • sehr guter Tragekomfort
  • sehr warm
  • angenehmes Klima
  • etwas schwerer

Jack Wolfskin Alpspitze Down Hoodie

Der Alpspitze Down Hoodie von Jack Wolfskin ist eine mit RDS-Daunen gefüllte Isolationsjacke aus der Skitouren-Serie, die sowohl für Frauen als auch Herren erhältlich ist. Der sportliche Schnitt der Jacke und die hochwertige Verarbeitung spiegeln das sehr gut wieder.

Trotz des etwas kürzeren Rückens sitzt die Daunenjacke dank ihrem Flexibilität erlaubenden Schnitt perfekt und schmiegt sich dem Körper an. Ein freiliegender Rücken ist so nicht zu befürchten.

Das wind- und wasserabweisende Außenmaterial sorgt dafür, dass es innen trocken bleibt. Dazu kommt, dass die Daunenfüllung mit der chemikalienfreien Allied Feather ExpeDRY-Technologie bearbeitet sind, so dass diese eine deutlich bessere Wärmeleistung liefern, sollten sie doch nass werden.

Die Jack Wolfskin Alpspitze Daunenjacke wird trotz ihrer 800er Bauschkraft am besten als Zwischenschicht beim Skitourengehen oder als oberste Schicht bei Frühlingstouren getragen.

Die variable Kapuze passt auch über einen Helm. Mit ultraleichten 270 g (Größe S, Männer: 300 g bei Größe M) ist die Daunenjacke ein echtes Leichtgewicht und findet dank mitgeliefertem Packsack in jedem Rucksack Platz.

ProKontra
  • sehr guter Tragekomfort
  • Packsack
  • große Innentaschen
  • mittlere Wärmeleistung

Schöffel Lodner Daunenjacke

Wie die Vorgänger im Test ist auch die Schöffel Lodner Daunenjacke für Skitourengeher optimiert. Mit ihrem deutlichen komfortableren und weiteren Schnitt macht sie auch im Alltag mit dicken Pullover unten drunter eine gute Figur. Bewegungsfreiheit bietet die Daunenjacke ohne jede Einschränkung.

Mit einem Gewicht von etwas weniger als 400 Gramm ist sie luftig genug, um sie als wärmende Extraschicht im Skitourenrucksack dabei zu haben. Einmal übergestreift, spendet die Lodner Daunenjacke von Schöffel schnell und zuverlässig Wärme. Mit den Kordeln am Bund können potentiell entstehende Kältebrücken verhindert werden (bisher allerdings unnötig!).

Das Außenmaterial ist wasserabweisend, winddicht und relativ robust. Ein spitzer Ast oder ein Stacheldraht sorgen aber leider doch für ein kleines Loch. Im Lieferumfang der leichten Lodner Daunenjacke von Schöffel sind allerdings kleine Klebeflicken enthalten, die ein solches Loch im Handumdrehen wieder verschließen. Die wiegen quasi nichts und finden in der inneliegenden Brusttasche auch dauerhaft ihren Platz, so dass sie im Fall der Fälle schnell zur Hand sind. Und so taugt die Schöffel Lodner Daunenjacke nicht nur als Zwischenschicht, sondern dank des robusten Wetterschutzes und der Füllstärke von 800+ cuin auch als äußerste Lage bei einer Skitour. Die flexible Kapuze liefert einen zusätzlichen Schutz von oben.

ProKontra
  • sehr guter Tragekomfort
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • sehr warm
  • Reparaturflicken im Lieferumfang

Fazit

Ein Fazit zu ziehen, ist nicht einfach, denn alle Isolationsjacken, ob als “echte” Daunenjacke oder Kunstfaserjacke im Test wissen mit ihren jeweils besonderen Eigenschaften zu überzeugen. Nachteile muss man förmlich suchen und so fällt es schwer bis unmöglich einen Testsieger zu küren.

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