Corona-Ausgangsbeschränkungen ade: Fünf Wanderungen in Bayerns Bergen

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Die strengen Ausgangsbeschränkungen während der Corona-Krise sind vorüber. Wir stellen ein paar Touren in den Bayerischen Alpen vor, die ihr jetzt machen könnt.

Enzian © Gipfelfieber
Corona-Ausgangsbeschränkungen ade: Fünf Wanderungen in Bayerns Bergen © Gipfelfieber

Endlich! Nach Wochen des Corona bedingten Lockdowns sind die Bayerischen Alpen nun auch offiziell wieder freigegeben worden. Die schlimmste Phase der Corona-Pandemie scheint nun zumindest in Deutschland überstanden zu sein und bayern- und bundesweit haben sich die Menschen ans Abstand-Halten und die verschärften Hygieneregeln gewöhnt, um nun auch offiziell wieder ins Freie gelassen zu werden.

Nach Wochen des fehlenden Bergtrainings gilt es aber, nicht gleich nach dem höchsten zu streben. Zum einen liegt zwar im Frühling 2020 schon vergleichsweise wenig Schnee, zum anderen dürfte bei vielen die Fitness gelitten haben. Und weiterhin gilt es, eventuelle Risiken so gut wie möglich zu minimieren.



Achtung Grenze

Die Grenzschließungen nach Österreich haben weiterhin Bestand und noch ist nicht in Aussicht, wann sich das ändert, so dass nur Touren in den Bayerischen Alpen gemacht werden können. Aber Vorsicht: Auch auf vermeintlichen Münchener Hausbergen wie dem Spitzstein ist die Grenze nach Österreich schnell übertreten. Und immer wieder lassen sich Gerüchte vernehmen, dass es selbst in den Bergen verschärfte Kontrollen und sogar saftige Strafen gibt. Darum lieber auf deutscher Seite bleiben, um keinen Ärger zu riskieren.

Schildenstein

Zwar ist die deutsch-österreichische Grenze bei der Tour auf den Schildenstein, südlich des Tegernsees nicht weit, aber doch wird sie nicht passiert.

Die Wanderung startet unweit vom Bergsteigerdorf Kreuth und führt immer am Bach entlang in die Wolfsschlucht. Dort angekommen, steilt der Weg gehörig an, es gibt eine mit Drahtseil gesicherte Passage und Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind wichtig. Nach der spannenden Wolfsschlucht geht es durch lichten Bergwald zum Gipfel (1.613 m).

Demeljoch

Bei der Wanderung aufs Demeljoch besteht die Gefahr des illegalen Grenzübertritts erst beim Erreichen des Gipfels, denn über genau den verläuft die Staatsgrenze.

Die leichte, aber doch relativ lange Wanderung startet in Fall am Sylvensteinstausee und führt oft sehr einsam durch schattige Steige im Wald und schließlich über das Dürrnbergjoch zum Gipfel vom Demeljoch (1.835 m).

Alles zur Tour auf das Demeljoch.

Scheinbergspitze

Die Scheinbergspitze liegt inmitten der Ammergauer Alpen über dem schönen Ammertal. Vorbei an Schloss Linderhof startet die Tour ein Stück vor der Landesgrenze zu Österreich.

Der Aufstieg führt zunächst durch den Wald und später durch Latschen einfach bis zum Gipfel der Scheinbergspitze (1.929 m), im Winter übrigens eine beliebte Skitour.

Alles zur Tour auf die Scheinbergspitze.

Hohe Kisten

Die Hohe Kisten gehört zum relativ unbekannten Estergebirge und auf dem Weg zur Zugspitze und nach Garmisch hat sie jeder schon einmal gesehen, egal ob mit dem Auto oder dem Zug unterwegs.

Die Hohe Kisten ragt dabei über dem Archtal auf und wird am besten in einer Kombination aus Mountainbike und Wanderung erklommen, denn der Weg von Eschenlohe bis zum Deponieren des Fahrrads am Jagdhaus am Ende des Forstwegs ist vor allem eins: Lang. Der Aufstieg zu Fuß bis zum Gipfel (1.922 m) dafür umso kürzer, genauso wie die rasante Abfahrt zurück ins Tal.

Alles zur Tour auf die Hohe Kisten.

Hochgern

Der Hochgern ist ein Klassiker in den Chiemgauer Alpen und dank der großzügigen Terrasse des Hochgernhauses auch ordentlich frequentiert. Ganz früh oder sehr spät geht es aber auch hier ruhiger zu, in der Nach-Corona-Zeit sowieso.

Der Aufstieg beginnt bei Marquartstein über führt bis zur Hütte über breite Forstwege. Nach dem Stelldichein der Murmeltiere geht es noch knapp 30 Minuten weiter bis zum Gipfel (1.747 m).

Alles zur Tour auf den Hochgern.

Fazit

Nachdem die strengen Corona-Ausgangsbeschränkungen erst einmal vorbei oder zumindest gelockert sind, gilt es eher einfachere Touren in den Bayerischen Alpen anzupeilen und versehentliche Grenzübertritte nach Österreich lieber zu vermeiden, um hohen Strafen aus dem Weg zu gehen.

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