Bärlauch-Käsespätzle: Frühling trifft Hüttenklassiker

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Wie krieg ich nur den Bärlauchgeschmack da rein? Ausprobiert und für gut befunden. Die Bärlauch-Käsespätzle, die mit einem kräftigen Bergkäse abgerundet werden und trotzdem etwas gewöhnungsbedürftig aussehen.

Bärlauch-Käsespätzle: Frühling trifft Hüttenklassiker © Gipfelfieber

Bärlauch-Käsespätzle: Frühling trifft Hüttenklassiker © Gipfelfieber

Ich bin ja seit Jahr und Tag ein Verfechter der ganz simplen Küche. Ohne riesigen Aufwand, dafür umso mehr Achten auf Details. Auf Geschmacksknospen, die sich im Mund öffnen. Auf Sachen, die man vor Augen hat, aber doch nie macht. Auf Zutaten, von denen man nie gedacht hätte, dass sie zusammen harmonieren. Und das so einfach wie möglich. Man muss nicht Stunden und Tage in der Küche stehen, um was leckeres auf die Beine zu stellen.




Im Moment ist wieder Bärlauchzeit. Gut, wenn man nur zur Tür raus muss und ihn im Garten ernten kann. Auch in den Bergwäldern und Tälern füllt er riesige Flächen, beinahe Felder. Am besten noch vor der Blüte, dann ist er am geschmacksintensivsten. Warum dieses herrliche Kraut nicht mal mit was mischen, was wohl wie kaum ein anderes Gericht für den Alpenraum steht: Käsespätzle. Oder wie der Bayer sagt: Kasspatzn. Herzhaft, deftig, simpel und schnell gemacht. Perfekte Voraussetzungen also, das mal anzugehen.

Bärlauch Käsespätzle: Die Zutaten

für ca. 4 Portionen

  • 500 g Mehl
  • 250 ml Wasser
  • 6 Eier
  • 150 g Bärlauch
  • 150 g Bergkäse
  • Butter
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer

Die Zubereitung der Bärlauch-Käsespätzle

 1 Um den Geschmack aus dem Bärlauch in die Spätzle zu bekommen, ohne Blätterreste im Teig zu haben, püriere ich einfach die Blätter mit etwa 300 ml Wasser. Das ganze dann am besten noch etwas ziehen lassen, damit möglichst viel Bärlauch an das Wasser abgegeben wird. Alles durch ein Sieb geben, so dass am Ende wirklich nur das mittlerweile tiefgrüne Wasser übrig bleibt. Die Bärlauchreste dann noch gut über dem Sieb ausdrücken und das sollte eigentlich reichen.

2 Nun den Spätzleteig zubereiten. Dafür das Mehl mit dem Bärlauch-Wasser, den Eiern und etwas Salz mischen und anrühren bis eine Kaugummi-artige Konsistenz entsteht. Zur Not noch etwas Mehl dazugeben. Das geht natürlich mit dem Handrührgerät. Auf Originalität setzende Köche nehmen den Kochlöffel zur Hand und schlagen den Teig solange bis die Konsistenz erreicht ist und der Teig Blasen wirft.

3 Den Spätzleteig nun auf ein befeuchtetes Brett dünn aufstreichen und mit einem Schaber in kochendes Salzwasser streichen. Oder das ganze durch einen Spätzlehobel drücken. So werden die Spätzle gleichmäßiger. Schwimmen sie oben, werden sie abgefischt und auf einem Küchentuch ausgebreitet, so dass sie abtropfen können.

4 In einer Pfanne Butter schmelzen lassen. Zwiebelstreifen glasig andünsten und die Spätzle dazugeben. Alles leicht anbrutzeln, einen kräftig-würzigen Bergkäse darüberstreuen und gut vermengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ein bisschen darunter gemengter Bärlauch macht sich auch nicht schlecht.

Und im Nullkommanix ist eine simple und urig-deftige Mahlzeit auf dem Tisch. Für das Hüttenfeeling am besten Licht ausmachen, ein paar Kerzen reichen; Handys aus, ein Weißbier dazu und vom kommenden Bergsommer träumen.


Letzte Änderung: 28. Mai 2017

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