Schneereport #7 – Warth-Schröcken

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Nachdem es vor einer knappen Woche rund um den Bregenzerwald enorme Neuschneemassen gegeben hatte (siehe Schneereport #6) hatten wir für das vergangene Wochenende einen Trip an den Arlberg geplant, genauer nach Warth-Schröcken – seit vielen Jahren schon eines meiner liebsten Skigebiete.

Von den hohen Neuschneemengen konnte man bei der Anreise durch das wunderschöne Lechtal noch nicht wirklich viel sehen. Offenbar sind an den steilen Hängen der Lechtaler Alpen nicht die Mengen runtergekommen wie wir sie vor einer Woche hautnah erlebt haben. Auf den Dächern lagen hier vielleicht 30 Zentimeter Schnee. Je näher wir aber Warth kommen, desto dicker wird die Schneedecke. Und in Warth angekommen, wissen wir wieder, warum das Skigebiet als eines der schneereichsten im ganzen Alpenraum gilt: Auf den Dächern bot sich ein ähnliches Bild wie die Woche zuvor im Bregenzerwald: Mächtige Schneeschichten türmen sich dort bis zu einem Meter und mehr auf, neben der Straße gar teilweise über zwei Meter hoch.




Auch im Skigebiet selber gibt es Schnee en masse. Flecken, wo der Untergrund hervorschaut, gibt es quasi nicht. Nur an steileren windausgesetzten Hängen kann es sein, dass ein bisschen was rausschaut. Allerdings konnten wir die Stellen in drei Tagen an einer Hand abzählen.

Für die Tiefschnee liebenden Skifahrer und Snowboarder ist neben der Piste allerdings nicht mehr allzu viel Unberührtes zu finden. Innerhalb des Sonntages waren kaum noch unverspurte Hänge zu finden. Aber wer suchet, der findet und wer in Kauf nimmt, ein paar Meter zu Fuß zurückzulegen, kann sich auf den ein oder anderen jungfräulichen Hang freuen. Mit jedem Tag dürfte das aber immer schwieriger werden.

Auf den dem Skigebiet gegenüberliegenden Hängen kann sich der geneigte Tourengeher allerdings noch nach Herzenslust austoben. Dort locken wunderbare lange Abfahrten. Allerdings sind dort auch etliche Lawinen abgegangen, so dass in besonders steilen Hängen besondere Vorsicht walten zu lassen ist.

Allzu viel Neuschnee ist in den nächsten Tagen nicht zu erwarten. Dafür viel viel Sonnenschein, so dass die Tage nach Skitouren geradezu schreien. Also viel Spaß im Schnee!

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Andreas ist Gipfelfieber. Gipfelfieber ist Andreas. Liebt die Berge. Liebt die Natur. Liebt das Wandern. Liebt das Bergsteigen. Liebt das Reisen. Liebt das Fotografieren. Liebt das Schreiben. Liebt neue Herausforderungen. Und hat genau deswegen vor ein paar Jahren Gipfelfieber ins Leben gerufen.

4 KOMMENTARE

    • Ich finde das ja von München immer schon ziemlich weit! Wir haben letzten Freitag fast 4 Stunden gebraucht. Von Hamburg sind es wahrscheinlich mindestens doppelt so viele, oder?

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