Die Mindener Hütte in den Hohen Tauern

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In den Hohen Tauern oberhalb von Mallnitz in der Ankogel-Gruppe liegt auf einer Höhe von 2431 m ein wahres Kleinod: Die Hütte der Alpenvereins-Sektion Minden.

Mindener Hütte mit Gamskarlspitz © Gipfelfieber.com
Mindener Hütte mit Gamskarlspitz © Gipfelfieber.com

Die Mindener Hütte ist eine Selbstversorgerhütte und ganzjährig geöffnet, aber nur von Juli bis September auch bewartet. Die Hütte liegt relativ hoch direkt am Tauernhöhenweg zwischen dem mittlerweile abgerissenen (und 2014 neu eröffneten) Hannoverhaus und der Hagener Hütte.

Urige Stimmung auf der Mindener Hütte

Die Ausstattung der Mindener Hütte ist urig. Zwei Schlafsäle beherbergen Betten für bis zu 12 Wanderer. Auch ein Notlager mit weiteren sechs Betten besteht. Dazu eine gemütliche Küche mit einem zu befeuernden Herd, der abends wunderbare Wärme spendet.

Baden auf 2500 Meter

Vor der Hütte besteht an einer Quelle eine Waschmöglichkeit. Aber noch besser: Hinter der Hütte ein paar hundert Meter leicht bergauf und man kommt an etlichen kleinen Seen vorbei, die teils eher Wasseransammlungen sind. Wenn es im Sommer ein paar Tage warm war, haben die kleinen Seen locker Badequalität als wäre man im Flachland. Noch weiter oben hat sich am Fuß des Gletscherrestes vom Woisgenkees ein größerer See gebildet. Dieser ist allerdings selbst im Sommer nur für die Hartgesottenen zu empfehlen.




Zustiege

Direkte Zustiege zur Mindener Hütte starten beide von Mallnitz. Ein Zustieg führt steil über die Hindenburghöhe und die Liesgelespitz zur Hütte. Der zweite Weg startet im Tauerntal von der Stockerhütte immer dem Woisgenbach folgend weniger steil nach oben. Für beide Aufstiege sind ungefähr 4 Stunden zu veranschlagen. Auch ein Aufstieg von Norden über den Korntauern ist in knapp 5,5 Stunden möglich.

Touren rund um die Mindener Hütte

Auch ein paar Touren sind von der Mindener Hütte aus gut möglich. In einer knappen Stunde lässt sich südlich die Liesgelespitz (2408 m) problemlos besteigen. Etwas länger braucht die Besteigung der Gamskarlspitz (2833 m) nördlich der Hütte. Zunächst geht man in Richtung des Woisgenkees und hält sich dann mehr und mehr rechts, wo es steil und nicht unschwierig durch Blockgelände auf die Gamskarlspitz geht. Auch ist die Hütte als Ausgangspunkt für die Besteigung des Ankogel (3252 m) geeignet.

Fazit

Wer einmal in der Hütte gewesen ist, möchte wieder kommen. Der Ausblick auf die Kreuzeckgruppe und die Lienzer Dolomiten im Süden und die gewaltige Hochalmspitze und Ankogel im Osten sind schlichtweg fantastisch. Und dann abends gemütlich beim Essen und einem mitgebrachten Obstler zusammen zu sitzen, ist nicht weniger fantastisch.


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Andreas ist Gipfelfieber. Gipfelfieber ist Andreas. Liebt die Berge. Liebt die Natur. Liebt das Wandern. Liebt das Bergsteigen. Liebt das Reisen. Liebt das Fotografieren. Liebt das Schreiben. Liebt neue Herausforderungen. Und hat genau deswegen vor ein paar Jahren Gipfelfieber ins Leben gerufen.

2 KOMMENTARE

  1. […] ich noch friedlich in einer meiner Lieblingshütten – der Mindener Hütte in den Hohen Tauern – geschlafen habe, hat sich meine Mutter früh rausgetraut, um im Juli […]

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