Der Innsbruck Trek: Weitwandern rund um die Hauptstadt Tirols

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Anzeige* – Der Innsbruck Trek erstreckt sich über sechs Etappen und entführt den Wanderer in die verschiedenen Gebirgsketten rund um Innsbruck, das zugleich Start- und Endpunkt bildet.

Birgitzköpfl © Gipfelfieber
Der Innsbruck Trek: Weitwandern rund um die Hauptstadt Tirols © Gipfelfieber

Weitwandern, aber auf Komfort nicht verzichten wollen. Während viele Hütten versuchen, den Balanceakt zwischen komfortabler Ausstattung und uriger Heimeligkeit zu bewahren – es gelingt beileibe nicht allen – haben es Hotels im Tal zumindest etwas leichter, mit den modernen Anforderungen mitzuhalten. Ein weiches Bett nach einem langen Tag am Berg. Das Gepäck nicht auf der Etappe mittragen zu müssen. Frei zu sein, wann und wo und was man isst.

Diese Vorteile bringt der Innsbruck Trek mit sich. Der Weitwanderweg, der über sechs Etappen rund um die Hauptstadt von Tirol führt, verbindet geschickt Urbanes und Natur, vermittelt alpines Lebensgefühl, das auf quirliges Stadtleben trifft und erzählt ganz nebenbei spannende Biografien.

Für jede Etappe auf dem Innsbruck Trek gibt es eine leichte und eine anspruchsvollere Variante. Die Weitwanderung kann sowohl geführt als auch individuell absolviert werden. Zwischen den Etappen geht es per Transfer zum nächsten Ausgangspunkt.

Innsbruck

Farbenfrohes Innsbruck © Gipfelfieber
Farbenfrohes Innsbruck © Gipfelfieber

Die Hauptstadt Tirols liegt inmitten des Inntals und ist einer der wichtigsten Knotenpunkte Europas. Das liegt hauptsächlich – aber nicht nur – am Brenner, der sich hinter den Toren von Innsbruck hinauf und schließlich hinunter nach Italien windet. Auch der Flughafen trägt dazu bei, der zwischen Autobahn und Stadt geradezu hinein gequetscht zu sein scheint.

In der Stadt selbst wimmelt es nur so vor Studenten, die etwa 20 Prozent der Einwohner ausmachen und Innsbruck beleben. Die historische Altstadt mit ihren alten Gebäuden und tollen Fassaden ist einen Abstecher wert.

1. Etappe: Umbrüggler Alm

Direkt an einen kleinen Stadtrundgang durch die historische Altstadt schließt sich die erste Etappe des Innsbruck Treks an, die hinauf zur Umbrüggler Alm führt. Mit der Standbahn geht es zunächst über den Inn und zur Hungerburg an den Fuß der markanten Nordkette. Von dort ist die Alm in einer knappen Dreiviertelstunde erreicht. Die zweite Variante führt über den Dächern der Stadt an der Alm vorbei und weiter bis nach Kranebitten.

2. Etappe: Mieminger Plateau

Die zweite Etappe des Innsbruck Treks ist ungleich einsamer. Startpunkt ist das kleine Örtchen Moosalm an den südlichen Ausläufern der Mieminger Kette. Der Weg zum idyllisch in einem Tal eingebetteten Lehnberghaus führt lange Zeit an einem kleinen Bachlauf entlang und ermöglicht im Sommer eine willkommene Abkühlung. Vom Lehnberghaus geht es in einer knappen halben Stunde zum Aussichtspunkt Lacke mit einem grandiosen Rundumblick über das Inntal.

Die schwierigere Variante führt noch weiter hinauf auf den Gipfel der Wankspitze (2.208 m).

3. Etappe: Ins Sellrain

Das Sattele ist nicht nur das Tor zum Sellrain, sondern zugleich Ausgangspunkt der dritten Etappe auf dem Innsbruck Trek, die auch endlich auf einen richtigen Gipfel führt. Schon auf dem breiten Forstweg zur Feldringalm blitzt ab und an ein pinkfarbenes Leuchten aus dem Wald hervor. Beim Aufstieg von der Alm zum einfach zu erreichenden Faltegartenkögele befinden wir uns Anfang Juli dann inmitten von üppigen Almrosenfeldern. Der letzte Aufschwung zum Gipfel erfordert ein wenig Trittsicherheit. Während die Weitwanderer auf der schwierigeren Variante noch weiter zum Predigstuhl gehen, haben die auf der leichten Version die Schwierigkeiten bereits hinter sich und steigen zunächst nach Marlstein ab und wandern im leichten Auf und Ab weiter bis nach Kühtai, das im Sommer beinahe menschenleer ist.

4. Etappe: Durch das Sellraintal

Am Besinnungsweg geht die leichte Tour durch die Bergsteigerdörfer des Alpenvereins St. Sigmund und Sellrain bis nach Aigling. Die anspruchsvollere Tour dagegen macht richtig Höhenmeter und führt von St. Sigmund hinauf zum Sellrainer Höhenweg immer südlich des Bergkamms entlang bis zum Kögele und von dort hinab nach Aigling.

5. Etappe: Axamer Lizum zur Mutterer Alm

Vom Olympiaort Axamer Lizum (1964 und 1976) windet sich der Innsbruck Trek über den Innsbrucker Almenweg am Fuße der mächtigen Kalkkögel erst zur Götzener- und schließlich zur Mutterer Alm.

Noch eindrucksvoller ist die schwierigere Variante, die schweißtreibend zum Sattel zwischen Ampferstein und Nockspitze führt (Halsl, 1.992 m), selbige auf der Westseite umrundet, um schließlich über das Birgitzköpfel, Götzeneralm auch an der Mutterer Alm herauszukommen.

Dort wartet für alle Wagemutigen eine besondere Abfahrtsmöglichkeit. Auf sogenannten Mountain Carts geht es über breite Forstwege von der Berg- bis zur Talstation der Muttereralmbahn. Die ersten Meter sind noch gewöhnungsbedürftig, aber schnell haben wir den Dreh raus, rasen die Strecke hinab und driften durch spitze Haarnadelkurven. Staub fressen inklusive.

6. Etappe: Am Patscherkofel

Der Patscherkofel ist trotz der zahllosen Berge, die sich rund um Innsbruck in die Höhe schwingen, der Hausberg der Stadt. Ausgangspunkt für die schwere und die leichte Tour auf dem Innsbruck Trek ist die Bergstation der Patscherkofelbahn. Dem Aufstieg zum an den Brocken erinnernden 2.246 m hohen Gipfel folgt der Abstieg über einen schönen Steig zur Boscheben-Hütte, deren junge Besitzerin wie die Jungfrau zum Kinde kam. Während die anspruchsvolleren Wanderer weiter auf die Viggarspitze wandern, kehren wir auf dem Zirbenweg zurück zur Patscherkofelbahn.

Wandern mit Komfort – und Hund

Glückliche Mira auf dem Innsbruck Trek © Gipfelfieber
Glückliche Mira auf dem Innsbruck Trek © Gipfelfieber

Besonders komfortabel ist das Weitwandern auf dem Innsbruck Trek durch die Organisation der Transfers und des Gepäcktransports, der es erlaubt, nicht jeden Tag wieder die schweißigen Klamotten des Vortags überstreifen zu müssen. Die Unterkünfte sind in den Kategorien 3- und 4-Sterne wählbar. Die Organisation übernimmt die Alpinschule Innsbruck.

Auch die Mitnahme eines Hundes ist problemlos möglich, in dem Fall aber nur bei der individuellen Tour. In fast allen Hotels ist es kein Problem, den Hund mit dabei zu haben. Im Zweifel hilft die Alpinschule Innsbruck bei der Suche nach der passenden Unterkunft. Während die leichten Varianten wohl von einem halbwegs fitten Hund gut zu bewältigen sind, sollte der Vierbeiner für die anspruchsvolleren Etappen allerdings schon Bergerfahrung mitbringen.

Persönliches Fazit

Der Innsbruck Trek durchquert einmal die Berge rund um die Hauptstadt Tirols und hat dabei jede Menge Abwechslung zu bieten. Während die leichten Etappen für Anfänger geeignet sind, sind die schwierigeren Varianten durchaus anspruchsvoller. Die sechs Etappen haben von urigen Hütten bis urbanem Lebensgefühl über den Dächern der Stadt beinahe alles zu bieten.

Mehr Infos zum Innsbruck Trek auf der Alpinschule Innsbruck.

*Die Reise entstand durch eine Kooperation mit Innsbruck Tourismus und ASI Reisen. Die Meinung wird davon natürlich nicht beeinflusst.

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