Die leichteste Regenjacke der Welt: Berghaus Hyper 100 im Test

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Mit gerade einmal 97 Gramm ist die Berghaus Hyper 100 die leichteste Regenjacke der Welt. So schlägt sie sich im Härtetest.

Die leichteste Regenjacke der Welt: Berghaus Hyper 100 im Test © Gipfelfieber
Die leichteste Regenjacke der Welt: Berghaus Hyper 100 im Test © Gipfelfieber

Vor etwa 150 Jahren erfuhr das Bergsteigen seinen ersten Boom und auch die schwierigsten Gipfel in den Alpen wurden nach und nach in Angriff genommen. Die Ausrüstung war mit der heutigen kaum vergleichbar. Schwerer, unhandlicher, weniger funktionell. Wer einmal alte Ausrüstung gesehen oder sogar in der Hand gehalten hat, weiß die Leistungen der Bergsteiger-Pioniere gleich noch mehr zu schätzen.

Heute geht die Entwicklung zu immer leichteren Materialen, die darüber hinaus kein bisschen ihrer Funktionalität verlieren sollen. Mit der Berghaus Hyper 100 hat der britische Outdoor-Ausrüster die Latte für den Begriff “Ultraleicht” weit nach oben beziehungsweise nach unten gelegt.




Fakten & Material

Die Berghaus Hyper 100 ist nämlich die – Stand jetzt – leichteste 3-Lagen-Jacke der Outdoor-Welt, die zugleich wind- und wasserdicht ist. Gerade 97 Gramm (Größe M) bringt sie auf die Waage.

Das hauseigene Hydroshell Elite Pro Material, das in der Berghaus Hyper 100 verwendet wird, verspricht dauerhaften Schutz vor Wasser. Die Wassersäule beträgt 20.000 mm und soll so auch bei extrem widrigen Bedingungen dicht halten. Darüber hinaus ist das Material der 3-Lage-Jacke atmungsaktiv.

Dass bei einem solchen Leichtgewicht irgendwo Einsparungen gemacht werden müssen, wird auf den zweiten Blick klar. Die Reißverschlüsse fallen winzig aus und auch Außentaschen sucht man vergeblich. Lediglich innen wartet eine kleine Tasche, wo gerade Platz für einen Schlüssel oder ähnlich kleines ist. Smartphones der aktuellen Generationen passen nicht hinein. Ein altes Nokia 8210 dürfte dagegen Platz finden.

Design & Schnitt

Die Reduktion auf das Wesentliche setzt sich beim Design fort. Die Berghaus Hyper 100 sieht aus wie eine Jacke, die auf jegliche Schnörkel verzichtet, da deren Funktion über allem steht. Lediglich mit ihren Farben fällt sie auf, die in den für Berghaus typischen Schwarz (Carbon), Blau und Rot zur Wahl stehen.

Der Schnitt der leichtesten Regenjacke der Welt ist sportlich und so liegt sie relativ körpernah an.

Berghaus Hyper 100 in der Praxis

So leicht, dass man sie quasi gar nicht spürt. Weder im Rucksack, wenn sie dort bei einer langen Tour verbleibt, weil es trocken bleibt noch angezogen. Der Sitz der Jacke ist sehr gut. Die Ärmelbündchen sitzen perfekt und auch die Kapuze, die zwar ohne Kordelzug auskommen muss, schmiegt sich sehr gut um den Kopf und schützt auch den vor Regen.

Überhaupt ist der Nässeschutz beachtlich und beim Erstkontakt mit der Berghaus Hyper 100 3-Lagen-Jacke war ich skeptisch, dass dieses dünne und kaum spürbare Material wirklich halten kann, was es verspricht. Aber im Gegenteil: Es hält selbst über längere Regenstrecken trocken und auch Wind dringt nicht nach innen.

Trotz des engen Schnitts bietet die Jacke dazu eine sehr gute Bewegungsfreiheit der Arme.

Bei der Robustheit des Materials bin ich nach wie vor ein bisschen unsicher. Auf den ersten Blick kann dem Nylongewebe so schnell nichts anhaben und Gebrauchsspuren sind selbst nach langem Tragen kaum auszumachen. Trotzdem habe ich nach einer Weile ein kleines Loch in der Front entdecken müssen, bei dem mir die Herkunft allerdings ein Rätsel ist.

Ihre größte Stärke spielt sie aber trotzdem dann aus, wenn man sie eigentlich nur als Backup dabei hat. Denn verstaut im Rucksack fällt sie dank ihrem unfassbar geringen Gewicht mitsamt dem kleinen Packmaß überhaupt nicht auf und die Frage, ob die Regenjacke nun unbedingt mitgenommen werden muss, stellt sich quasi gar nicht mehr.

Noch besser wäre es nur, wenn sich die Berghaus Hyper 100 direkt in ihrer kleinen Innentasche verstauen lassen würde, so dass auf den kleinen Packbeutel (der schnell mal verschwindet) verzichtet werden könnte. Irgendeinen Kritikpunkt braucht es immer.

Auch als Laufjacke macht sie in allen vier Jahreszeiten eine gute Figur.

Pflege

Wie bei Funktionswäsche üblich, darf beim Waschen kein Weichspüler verwendet werden. Nach dem Waschen am besten im Trockner schleudern, um die Imprägnierung zu reaktivieren. Von Zeit zu Zeit muss die Imprägnierung dann mittels Spray oder per Waschmittel erneuert werden.

Preis

Mit einem Ladenpreis von knapp 300 € ist die Berghaus Hyper 100 beileibe kein Schnäppchen. Das geringe Gewicht, das kleine Packmaß und die hohe Funktionalität lässt Berghaus sich teuer bezahlen. Auf dem freien Markt ist die leichteste 3-Lagen-Jacke der Welt aber für weitaus weniger zu haben.

Fazit

Die Berghaus Hyper 100 ist die leichteste Regenjacke der Welt und überzeugt im Test. Das quasi nicht spürbare Material ist nicht nur wasserdicht, sondern auch winddicht. Das hat allerdings auch seinen Preis.

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