Bei der Bergtour auf die Mondscheinspitze im Karwendel wird es nur kurz etwas anspruchsvoller. Mit etwas Glück lassen sich rund um den 2.106 m hohen Gipfel Steinböcke entdecken.

Pertisau am südlich-westlichen Ende des Achensees bildet das Eingangstor in diesen Teil des Karwendels. Während das Falzthurntal tief hinein ins östliche Karwendel führt, ist das Gerntal ein weniger tiefer Einschnitt, an dessen Ende der Übergang in die Eng wartet.
Die Mondscheinspitze (alternativ auch oft als Montscheinspitze bezeichnet) ist einer der Gipfel über dem Gerntal und vergleichsweise einfach erreichbar. Über den Plumssattel und die Plumsjochspitze geht es zuletzt etwas schwieriger auf den 2.106 Meter hohen Gipfel. Über den Schleimssattel erfolgt der Rückweg zurück ins Gerntal.
Inhaltsverzeichnis
Die Tour in der Übersicht
- Start: Gerntal, Parkplatz nahe Alpengasthof Gernalm; Mautstraße ab Pertisau (geöffnet von Mai bis Oktober, 7 €/PKW – Stand: Mai 2025)
- Route: Gernalm – Plumssattel – Plumsjoch (Plumsjochspitze, Montscheinkopf/Mondscheinkopf) – Mondscheinsenke/Montscheinsenke – Mondscheinkopf/Montscheinkopf – Schleimssattel – Gerntal – Gernalm
- alternative Route: Eng – Hageltalhütte – Hasentalalmen – (Kompar) – Plumsjoch – Mondscheinspitze – Plumsjochhütte – Hasentalalmen – Hageltalhütte – Eng
- Länge: 13,3 km
- Dauer: 5 – 6 h
- Höhenmeter: 1.158 hm
- Charakter: mittel; weitestgehend einfache Bergtour; anspruchsvoller ab Plumsjoch mit kurzem Abschnitt mit leichter Kletterei im I. Schwierigkeitsgrad nach UIAA; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig
- Höchster Punkt: 2.106 m, Mondscheinspitze
- Einkehrmöglichkeiten: Plumsjochhütte (von Juni bis Oktober geöffnet), Alpengasthof Gernalm
Die Bergtour auf die Mondscheinspitze
Alle Infos zur Wanderung auf die Mondscheinspitze im Karwendel.
Zusammenfassung für Schnellleser
- Abwechslungsreiche Bergtour nahe dem Achensee mit einfachem Zustieg
- Alpiner Gipfelaufbau mit schmalen Steigen, Schrofen und ausgesetzten Passagen
- Kurze Kletterstelle im oberen Bereich, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
- Weitreichende Ausblicke tief ins Karwendel und auf markante Gipfel der Umgebung
- Gute Chancen auf Steinbockbeobachtungen im Gipfelbereich
- Rückweg wahlweise auf dem Anstiegsweg oder über eine landschaftlich interessante Alternative
Zustieg aus dem Gerntal zum Plumssattel
Ausgangspunkt ist ein Parkplatz nahe des Alpengasthofs Gernalm oberhalb von Pertisau. Der Anstieg zum Plumssattel erfolgt zunächst über breite Forstwege in gleichmäßiger Steigung. Technische Schwierigkeiten warten hier keine. Nach etwa einer Stunde erreichen wir den Plumssattel. Etwas links davon wartet sogar ein kleines Kreuz. Etwas weiter unten die Plumsjochhütte (mit ihrem Plumsklo).
Vom Plumssattel über den Mondscheinkopf zur Mondscheinspitze
Zur Mondscheinspitze folgen wir dem Abzweig nach Norden. Zunächst unschwierig wandern wir durch lichte Latschen bis auf den Mondscheinkopf (auch Plumsjochspitze oder nur Plumsjoch).
Nach dem Gipfelkreuz nehmen die Schwierigkeiten etwas zu. Es gilt auf dem schon recht speckigen Gestein zunächst wieder bis zur Mondscheinsenke abzusteigen. Ab dort geht es zunehmend steiler und ausgesetzter weiter. Es folgt die “Schlüsselstelle”, bei der zunächst ein schmales Felsband gequert wird und anschließend eine Scharte in leichter Kletterei (Schwierigkeit I nach UIAA) erklommen werden muss.
An dessen Ende geht es weniger schwierig, aber doch noch recht steil weiter bis zum Gipfel der Mondscheinspitze (etwa 1,5 h ab dem Plumssattel). Bei eventueller Nässe und Schneeresten dürften die Schwierigkeiten aber deutlich zunehmen.
Am Gipfel der Mondscheinspitze
Am Gipfel auf 2.106 Metern angekommen, bietet sich eine herrliche Aussicht tief hinein ins Karwendelgebirge. Gamsjoch, Laliderer Spitze, Birkkarspitze und Bettlerkarspitze sind gut auszumachen. Im Norden reicht der Blick zu den Unnützen und über nahezu die kompletten Bayerischen Voralpen zu Roß- und Buchstein, zur Halserspitze und zum Schneidjoch.
Mit etwas Glück lassen sich in den Hängen rund um den Gipfel Steinböcke beobachten. Die Tiere sind hier heimisch und tauchen nicht selten völlig unvermittelt auf – ein stiller, eindrücklicher Moment, der gut zur zurückhaltenden Atmosphäre dieses Berges passt.
Abstieg
Für den Abstieg bieten sich gleich zwei Varianten an:
- Abstieg über Aufstiegsweg: Beim Abstieg über den schon vom Aufstieg bekannten Weg lockt ein Einkehrschwung in der Plumsjochhütte, um die Reserven wieder aufzufüllen.
- Abstieg über den Schleimssattel: Etwas länger ist der Abstieg mitsamt der Überschreitung der Mondscheinspitze in östlicher Richtung bis zum Schleimssattel. Von dort folgt der Rückweg dem Hollergraben, zuletzt geht es im Gerntal zurück zum Ausgangspunkt beim Alpengasthof Gernalm.
Die Tour bei Outdooractive
Noch mehr Informationen zur Bergtour inklusive Kartenmaterial und GPX-Datei zum Download gibt`s bei Outdooractive.
Fazit
Die Mondscheinspitze mag im Vergleich zu den grandiosen Gipfeln im Karwendel fast ein bisschen unscheinbar sein. Die Tour ist trotzdem purer Genuss für Bergsteiger und auch der Abstecher zur Plumsjochhütte ist empfehlenswert. Dem versierten Berggeher stellen die leichten Schwierigkeiten zwischendrin vor keine großen Probleme.












[…] hinein in die mächtigen Felsformationen des Karwendel, wo an den Hängen vom Gamsjoch, der Mondscheinspitze oder dem Seekarkreuz mehrere große Populationen heimisch sind. Aber auch in den deutschen Alpen […]
[…] stürzen die bei Kletterern beliebten Felswände tausend Meter und mehr senkrecht hinab. Die Eng, Mondscheinspitze, Sonnjoch, Gamsjoch, Östliche Karwendelspitze. Alle sind sie da, wirken doch Lichtjahre entfernt […]
[…] der Nähe der Mondscheinspitze/Montscheinspitze im Karwendel befindet sich der Kotzen, seines Zeichens ein nicht sonderlich spektakulärer 1.766 Meter hoher […]