Nockberge ganz ohne Ski: Mit Einkehrschwung im Falkerthaus

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Rund um Bad Kleinkirchheim laden auch im Winter zahlreiche Wanderungen ein, die Nockberge zu erkunden. Fernab des Trubels von Skigebieten. Ein bisschen Hüttengaudi gibt es trotzdem.

Nockberge ohne Ski: Einkehrschwung im Falkerthaus © Gipfelfieber

Nockberge ohne Ski: Einkehrschwung im Falkerthaus © Gipfelfieber

Sanft sich aufschwingende Berge, die eher wie ein Mittelgebirge wirken, sich dabei trotzdem bis auf über 2000 Meter in die Höhe schwingen und die so schöne Namen tragen wie Dürrer Baum, Mallnock, Falkert und Bretthöhe. Einen Berg im Namen sucht man lange vergebens. Sie – die Nockberge im Süden Kärntens – nehmen sich offenbar selber nicht so recht als Gebirge, als Teil der großen und mächtigen Alpen, wahr.

Winter in den Nockbergen

Sonnenaufgang in den Nockbergen © Gipfelfieber

Sonnenaufgang in den Nockbergen © Gipfelfieber

Der Winter 2017 ist inmitten der Nockberge in Bad Kleinkirchheim gerade erst so richtig angekommen. Doch trotz der Ski- und Snowboardausrüstung im Kofferraum wollen wir die Bergwelt erstmal lieber zu Fuß erkunden. Ausgesuchtes Ziel für einen kurze Wanderung im frischen Schnee: Das Falkerthaus.

Von Bad Kleinkirchheim fahren wir bis ins beschauliche St. Oswald, passieren den Parkplatz der Nationalparkbahn Brunnach und lassen das Vehikel am Wanderparkplatz zurück. Zunächst im dichten Wald erreichen wir schon nach wenigen Metern des Aufstiegs eine große Freifläche, auf der ein paar Pferde sichtbar den sonnigen Wintertag genießen.

Von St. Oswald zum Falkerthaus

Kurz darauf, immer entlang des kleinen Baches, führt der Weg auf einer Forststraße in den Wald hinein. Sonderlich dicht ist der nicht, er lichtet sich, je weiter wir aufsteigen und unserem gar nicht so weit entfernten Ziel näher kommen. Um uns herum entdecken wir zahllose, um die Jahreszeit kahle, Lärchenbäume. Welch Panorama das erst im Spätherbst sein muss, wenn ihre Nadeln in buntem Gelb leuchten.

Aber nicht abschweifen. Auch der Winter ist schön. Hier sogar wunderschön. Wir folgen dem Wegverlauf und stehen bald vor der Frage: Noch ein paar Höhenmeter mehr und eine schöne Hütte oder weniger Höhenmeter und auch eine schöne Hütte?

Wir entscheiden uns für die Variante mit weniger Höhenmetern, überqueren den Bach, steigen noch ein kurzes Stück an und betreten die warme und heimelige Stube des Falkerthauses. Wir machen es uns bequem, genießen den wunderbaren Tag und die Küche der Hausherrin.

Kärntner Hüttenschmankerl

Und die kann sich schmecken lassen. Neben den allseits bekannten, typischen Hüttenschmankerln gibt es in der Karte auch Kärntens fast schon Nationalheiligtum. Die Kärntner Nudel. Nicht einfach so: Sondern mit Krendln. So wie es sich gehört. Serviert mit warmer Butter und etwas Parmesan ist sie ein kulinarischer Gaumenschmaus, der unbedingt probiert werden will.

Über den Falkert an die Adria

Die Tourenmöglichkeiten rund um das Falkerthaus sind immens. Der nahe Falkert kann von hier erklommen werden oder man macht nur einen kurzen Abstecher zur 120 Meter höher gelegenen Lärchenhütte. Auch der Alpe-Adria-Trail führt hier entlang und zahlreiche Mountainbiker nutzen die beiden Hütten als Zwischenstation auf dem Weg gen Sonne.

Von der haben wir jedenfalls auch genug als wir uns wieder auf den Weg machen. Und zwar genug im Sinne von „Wir brauchen nicht bis an die Adria fahren“… Am liebsten würden wir die Strecke zurück nach St. Oswald auf dem Rodel zurücklegen, aber die Schneelage reicht hierfür noch nicht aus. Wem die Schneelage wohler gesonnen ist, schnappt sich für kleines Geld in der Hütte einen Rodel und düst auf der nicht allzu steilen Strecke gen Tal.

Bad Kleinkirchheim – Winterwandern und Skifahren

Rund um Bad Kleinkirchheim gibt es zahllose weitere Winterwanderungen, die darauf warten, entdeckt zu werden. Besonders empfehlenswert: Um oder über den zugefrorenen Falkertsee auf fast 1900 Meter und weiter zur Zirbenhütte mit ihrem Blick bis in die slownischen Alpen.

Aber auch Ski und Snowboard sind nicht umsonst im Gepäck und können in den Skigebieten ausgefahren werden. Im Frühjahr locken die Nockberge zudem mit wunderbaren Tourenmöglichkeiten, oft nicht allzu schwer und wenig lawinengefährdet. Entspannt zurücklehnen lässt sich in den beiden Thermen beim Saunieren und Wellnessen.

Fazit

Eine herrliche Winterwanderung führt durch lichte Wälder zu Falkerthaus und Lärchenhütte. Das Panorama ist gerade an schönen Wintertagen nahezu paradiesisch. Im Falkerthaus warten regionale Spezialitäten auf eine Verköstigung und bei ausreichender Schneelage eine rasante Schlittenfahrt zurück ins Tal.

Vielen Dank an Bad Kleinkirchheim für die Einladung nach Kärnten. Meine Meinung beeinflusst das freilich nicht. 

Letzte Änderung: 12. Februar 2017

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