Meine Ausrüstungs-Wunschliste für 2014

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Wohl jeder hat so ein paar kleine Gimmicks, die ihm zur Vervollkommnung der eigenen Ausstattung noch fehlen, selbst wenn man über Jahre schon einen ganzen Keller voll gesammelt hat. Ich habe mal eine kleine Liste gemacht, was bei mir in den nächsten Monaten dazukommen muss und dazukommen wird.

Rucksack und Ausrüstung

Eigentlich möchte man ja meinen, dass Bergsport kein allzu teures Hobby ist. Gute Schuhe und schon kann`s losgehen. Selbst die braucht es nicht. Mein erster Klettersteig war beispielsweise die Häntzschelstiege in der Sächsischen Schweiz, den ich in ausgelatschten Chucks gegangen bin. Auch bei unseren schon recht gebirgigen Ausflügen in Südafrika mussten die guten Converse herhalten. Dabei hatte ich dort sogar Ersatz mit. Die kleinere Größe für den Aufstieg, die größere für den Abstieg. Gewusst wie!

Aber man lernt ja dazu. Schuhe, Hose, Funktionsshirts, Funktionsjacken, Fleece, neue Schuhe, ein großer Rucksack, ein kleiner Rucksack, noch mehr Rucksäcke gesellten sich dazu. Gleiches gilt für den Winter: Outfit zum Snowboarden, erstes Snowboard, ein Rucksack (!), günstige Skiunterwäsche, Mützen bis zum Umfallen, neues Board, gute Skiunterwäsche, Handschuhe, wieder Mützen, neues Outfit, wieder neues Board, Schneeschuhe, LVS-Gerät, Lawinenrucksack (!) und und und… Und das sind nur Auszüge.

Je mehr und intensiver man sich mit einem Hobby auseinandersetzt, desto weiter steigen auch die eigenen Ansprüche. Und so ist man auch nie wirklich am Ende und irgendein Teil fällt einem immer noch ein, was man noch braucht. Daher (und als Reminder für mich!) habe ich mal eine Liste gemacht, die sehr gern auch Tipps hören möchte. Und nein, ein Rucksack ist erstmal nicht dabei. Da habe ich nun wirklich genug…




1. Zustiegsschuhe

Ich habe zwar in letzter Zeit mein Gepäck stetig weiter reduziert und vieles Unnützes, was ich sonst gern mitgeschleppt habe, ist rausgeflogen. Aber Zustiegsschuhe sollen her. Denn manchmal sind die dicken Stiefel an den Füßen einfach nur Klötze, die man auf Forst- und breiten Wanderwegen einfach nicht braucht. Toll wäre es zudem, wenn die gleichzeitig auch noch als leichte Schuhe in einem Klettersteig taugen würden. Irgendwelche Empfehlungen? Denn hiermit habe ich mich bis jetzt nur kaum auseinandergesetzt.

2. Gas- oder Benzinkocher

Vor Jahren habe ich einen Gaskocher gekauft. Der funktioniert noch, aber er fast das Packmaß meines Schlafsacks. Nicht des Hüttenschlafsacks wohlgemerkt. Von der Größe könnte mir dieser kleine Kocher von MSR gefallen. Allerdings: 60 Minuten Brenndauer sind fast ein bisschen wenig. Da darf man schon eine Ersatzkartusche mitschleppen. Recht neu am Markt scheinen Kocher zu sein, die mit mehreren Flüssigkeiten (Diesel, Kerosin, Feuerzeugbenzin) betrieben werden. Oder direkt den guten alten Esbit-Kocher aus Bundeswehrzeiten reaktivieren? Vom Packmaß und Gewicht wäre der natürlich sogar erste Wahl. Ich bin unschlüssig.

Update: Mittlerweile ist es der Esbit Spirituskocher geworden. Hier ist der Testbericht dazu.

3. Stirnlampe

Bisher hab ich bei Stirnlampen eher zu den Billigexemplaren gegriffen und wurde meist enttäuscht. Wen wundert`s. Daher muss die auf die Liste, denn Touren zum Sonnenauf- oder auch -untergang sind was ganz besonderes. Axel von outdoorseite.de hat kürzlich die Petzl Nao getestet und für gut befunden. Die Idee klingt toll, aber muss es gleich so ambitioniert sein?

Update: Die LED Lenser SEO 7R LED nutze ich mittlerweile seit einer ganzen Weile schon.

4. Leichte Schuhe

Schon wieder Schuhe? Ja! Meine ersten vernünftigen waren ein Paar Trekkingschuhe von Jack Wolfskin, die ich auch jetzt immer mal noch getragen habe. Als diese vor Jahren in den Hohen Tauern aber als “Schwammerlsuchschuhe” tituliert wurden, habe ich umgeschwenkt. Aber für leichtere Touren allerdings trotzdem irgendwie sinnvoll. Auf jeden Fall knöchelhoch, wenn es über Stock und ein paar Steine geht. Gerne würde ich mein altes Paar noch weiter tragen, aber um im Technik-Jargon zu sprechen: Sie haben ihren End-of-Life-Status erreicht.

Update: Gibt es in zigfacher Ausführung und bald allen denkbaren Variationen.

5. Schlafsack für kalte Nächte

Ganz frisch auf der Liste. Vor wenigen Tagen erst diesen Artikel bei Sonya gelesen, die eine geführte Schneeschuhtour im Rofan gemacht hat. Soweit vielleicht unspektakulär, hätten sie nicht auch draußen übernachtet. In einer Schneehöhle. Will Muss ich auch machen! Aber ohne Schlafsack geht`s nicht. Auch hier: So klein wie möglich, so warm wie möglich! Any ideas?

Update: Ganz viel getestet. Unser Bericht.

6. Eispickel

Eigentlich ein Grundausrüstungsgegenstand, der nur den Weg noch nicht zu mir gefunden hat. Ich habe immer wieder welche in der Hand, aber was ich wirklich will und brauche, weiß ich nicht so recht. Die Auswahl ist riesig. Die Preisunterschiede auch. Und laut den Kundenbewertungen fast alle super. Da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor.

Update: Noch nicht im Einsatz gewesen, aber der Grivel G1 Plus wartet zumindest auf den Winter.

7. Silberionen-Tabletten

Ich hätte nicht gedacht, dass das irgendwann mal auf die Liste kommt. Nachdem ich im Spitzingsee-Gebiet im vergangenen Sommer allerdings sehr miese Erfahrungen mit vermeintlich frischem Wasser gemacht habe und anschließend knapp 24 Stunden nicht allzu weit weg von der nächsten Toilette sein durfte, gehören die jetzt zum Repertoire. Genau genommen, habe ich die nämlich schon. Die Tabletten sorgen dafür, dass das Wasser entkeimt wird. Braucht leider eine Vorlaufzeit von knapp 2 Stunden. Aber die nehme ich gern durstig in Kauf bevor ich dieser Episode eine Wiederholung gönne…

Ich glaube, das war es erstmal, auch wenn mir wahrscheinlich noch was einfällt, wenn ich nur weiter darüber nachdenke. Daher werde ich die Liste hier gegebenenfalls aktualisieren und auch streichen, wenn ein Ausrüstungsgegenstand den Wind zu mir gefunden hat. Ich freue mich über jeden Hinweis, jeden Tipp und jede Empfehlung.


Letzte Änderung: 15. Dezember 2016

4 Antworten zu " Meine Ausrüstungs-Wunschliste für 2014 "

  1. Sonya sagt:

    Freut mich, dass dich mein Tourbericht vom Winterbiwak inspiriert hat. Je leichter desto teurer, aber dass muss ich dir sicher nicht erzählen. Und dann ist noch die Frage, Daune oder nicht. Ich hatte in Schweden mal mit dem Ajungilak Kompakt Winter in einer Kote übernachtet. So richtig auskennen tu ich mich leider aktuell nicht.

    • Andreas sagt:

      Ja, das ist mir durchaus bewusst. Ich werde mich mal schlau machen und mir das auch erst für nächsten Winter vornehmen. Sofern die Klimaerwärmung uns jetzt überhaupt nochmal einen spendieren möchte…

  2. Stefanie sagt:

    Hey,

    Als Zustiegsschuhe kann ich dir welche von Keen empfehlen. Sie haben eine schöne griffige Sohle, so das leichte Kletterpartien auch kein Problem darstellen. Vom Gewicht her sind sie auch nicht so schwer und eignen sich auch gut für Wanderungen im mittelschweren Gelände. So das du vlt. Zustiegsschue und leichte Schuhe mit einem Paar neuen Schuhe abhaken kannst.

    Lg Stef

    • Andreas sagt:

      Ja, irgendwie tendiere ich auch dazu, beides miteinander zu kombinieren. Im Moment geht die Tendenz in Richtung Halbschuh mit griffiger Sohle, so dass er auch Klettersteig-tauglich ist.

      Btw: Wir haben ja das gleiche Theme!

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