Eine abwechslungsreiche Wanderung über die Pasteralm, das Rabeneck und den Pastaukopf mit spannendem Gipfelzustieg und unerwartet tiefen und weiten Ausblicken.

Genau zwischen Kranzhorn und Spitzstein gelegen, fristet der Pastaukopf (auch Pasterkopf, selten Basterkopf genannt) eine Art Schattendasein. Die beiden beliebten Chiemgauer Berge sind vielbesucht und teilen sich mit dem ebenfalls nahen Heuberg (nebst Wasserwand und Kitzstein) einen Großteil des Ruhms.
Und doch steht die Tour über das Rabeneck auf den Pastaukopf den beiden berühmteren Nachbarn wahrlich in nichts nach. Nur geht es hier deutlich ruhiger zu und obendrein finden sich auf der Rundtour, die zwischendrin etwas anspruchsvoller wird, gleich mehrere Überraschungen.
Inhaltsverzeichnis
Die Tour in der Übersicht
- Start: Erlerberg Wanderparkplatz, ÖPNV: nur bis Erl oder Windhausen
- Route Normalweg: Erlerberg Parkplatz – Pastaualm – Rabeneck – Pastaukopf – Friedenskreuz – Pastaualm – Erlerberg
- Länge: 6,8 km
- Dauer: 2,5 h
- Höhenmeter: 471 hm
- Charakter: weitestgehend einfache Bergwanderung; Übergang vom Rabeneck zum Pastaukopf etwas anspruchsvoller, teilweise ausgesetzt; Schwindelfreiheit und Trittsicherheit notwendig
- Höchster Punkt: 1.326 m
- Einkehrmöglichkeiten: Pastaualm (auch Pasteralm), 1.080 m
Die Wanderung auf Pastaukopf und Rabeneck
Alle Infos zur Rundwanderung über die Pastaualm (Pasteralm), den Tannenbühl, das Rabenegg (Rabeneck) und den Pastaukopf (Pasterkopf).
Zusammenfassung für Schnellleser
- Ruhige Rundwanderung zwischen Kranzhorn und Spitzstein, deutlich weniger besucht als die bekannten Nachbargipfel.
- Abwechslungsreiche Route über Almgelände, Waldsteige und schmale Kammabschnitte.
- Rabeneck überrascht mit steil abbrechender Felswand und eindrucksvollem Blick ins Inntal.
- Übergang zum Pastaukopf stellenweise schmal und ausgesetzt; Trittsicherheit erforderlich.
- Schöne Rastmöglichkeiten unterwegs, besonders am Friedenskreuz mit weitem Blick ins Tal.
- Insgesamt kurze, aber überraschend vielseitige Tour mit ruhigem Charakter.
Vom Erlerberg zur Pastaualm
Unsere Wanderung startet am Wanderparkplatz der Kranzhorn-Tour und folgt den Wegweisern gen Kranzhornalm und Kranzhorn auch auf den ersten Metern bis zur Hintermairalm und weiter zur Spadau-Ottenalm. In der Kurve bei der Alm verlassen wir die Forststraße nach rechts auf die offenen Almwiesen und folgen den teils nur schwer erkennbaren Pfadspuren durch den Hang, den wir langsam in Richtung Waldrand nach rechts queren.
Weiter oben werden die Steigspuren wieder deutlicher, nur um sich kurz darauf wieder zu verlieren. In einem schmalen Waldstreifen bietet sich eine Möglichkeit durch den Weidezaun zu schlüpfen. Anschließend ist der Wegverlauf wieder deutlicher. Wir folgen dem Weg und erreichen kurz darauf die Pastaualm. Bevor wir die erreichen, bietet sich noch ein Abstecher nach links auf den unbekreuzten Tannenbühl (1.117 m) an.
Unverhoffte Aussichten am Rabenegg
Während hinter der Alm nun der Pastaukopf aufragt, halten wir uns zunächst links, lassen die Hütten hinter uns und queren das offene Almgelände gen Norden. Anschließend folgen wir dem sichtbaren Forstweg, verlassen den aber nach links und folgen einer deutlich sichtbaren Schneise in den Wald hinein. Wir folgen dem schmaler werdenden Steig und bald schon zeigt sich linker Hand eine Erhebung. Wir erklimmen den Gipfel des Rabeneggs (1.215 m) zuletzt sehr schmal und ausgesetzt. Unmittelbar dahinter fällt die Felswand überraschend senkrecht und tief ab.
Ein kleines Steiglein führt am Kamm entlang in nordwestlicher Richtung. Von hier wartet der schönste Ausblick der ganzen Tour hinab auf das wolkenverhangene Inntal, hinüber zum Kitzstein, zum Feichteck und Hochries.
Übergang zum Pastaukopf
Zurück auf dem Steig geht es über den breiten Nordrücken des Pastaukopfs nun steil nach oben. Die Spuren sind meist deutlich erkennbar und je weiter wir nach oben kommen, desto klarer wird der Verlauf.
Zuletzt verengt sich der Kamm zusehends und zu beiden Seiten geht es äußerst steil nach unten. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind notwendige Begleiter. Achtung: Bei Nässe und Schneeresten besteht hier nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential.
Nach dem kurzen Engstück ist das Gipfelkreuz des Pastaukopfs (1.326 m) erreicht.
Abstieg über das Friedenskreuz
Für eine Gipfelpause ist es hier ausnahmsweise noch zu früh. Hinter dem Gipfelkreuz beginnt der Abstieg, der uns durch den Wald relativ schnell nach unten führt. Es dauert nicht lang und wir finden uns auf dem Karrenweg wieder. Kurz darauf öffnet sich der Wald und unter uns zeigt sich der perfekte Platz für eine ausgedehnte Pause. Am stattlichen Friedenskreuz am Blasenhag bietet sich ein herrlicher Ausblick ins Inntal und tief hinein in die Alpen.
Nach einer ausgiebigen Pause steigen wir weiter zur Pastaualm ab, folgen jetzt aber der Forststraße bis zurück zum Ausgangspunkt.
Die Tour bei Outdooractive
Noch mehr Details und Kartenmaterial inkl. GPX-Datei zum Runterladen gibt`s bei Outdooractive.
Fazit
Die Rundwanderung vom Erlerberg über die Pastaualm, das Rabeneck, den Pastaukopf und zurück ist eine erstaunlich abwechslungsreiche, zwischendrin gar anspruchsvolle Tour. Mit einer Dauer von nur knapp 2,5 Stunden Gehzeit und überschaubaren Höhenmetern ist sie perfekt geeignet, um am Friedenskreuz dem Sonnenuntergang über dem Inntal beizuwohnen.



