Warm und wärmer – Gore Thermium im isländischen Härtetest

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Mit Gore Thermium führt Gore Tex eine neue Technologie ein, die die Wärme da hält, wo sie hin soll: In der Jacke. Wie das funktioniert und welche Produkte damit ausgestattet sind. 

Warm und wärmer - Gore Thermium im isländischen Härtetest © Gipfelfieber

Warm und wärmer – Gore Thermium im isländischen Härtetest © Gipfelfieber

Island, irgendwo in einem Fjord an der Ostküste haben wir das Dachzelt hochgefahren und unser Nachtlager aufgeschlagen. 8 Uhr morgens, ein merkwürdiger Vogel kündet mit noch merkwürdigeren Geräuschen vom neuen Tag. Die Sonne steht schon längst über dem Horizont. Zeit aufzustehen und aus dem kuscheligen Schlafsack zu kriechen. Kaum ist der Reißverschluss geöffnet, kriecht die Kälte des Nordens langsam überall hin. Brrrrrrrr. Wie gut, dass ich neues Material im Gepäck habe bzw. auf ihm liege. Jacke überwerfen und schon ist von den niedrigen Temperaturen nichts mehr zu spüren. Regen? Kein Problem.




Gore Thermium

Gore Thermium Membran © Gore Tex

Gore Thermium Membran © Gore Tex

Gore Thermium heißt der neue Stoff, aus dem die Träume sind. Und der funktioniert wie folgt. Daunen sind das wohl beste Isolationsmaterial und sorgen unmittelbar für Wärme. Das nützt aber dann nichts, wenn es nass wird. Kriecht die Feuchtigkeit in die Jacke verklumpen die Daunen und die Wärmeleistung nimmt rapide ab. Gore Thermium will genau das verhindern. Die Membran ist so aufgebaut, dass über der Wärme spendenden Isolationsschicht aus Daune oder einer Kunstfaser wie Primaloft eine robuste Außenhaut dafür sorgt, dass Wind, leichter Regen und Schneefall keine Angriffspunkte finden und einfach draußen bleiben. Was Hardshell und Softshell zusammen erledigen, vereinen Gore Thermium-Produkte nun zumindest zum Teil in einem. Gerade bei Hochtouren zu Fuß oder mit Ski, wo man im Winter höchstens mit Schneefall rechnen muss, könnten mit der Technologie ausgestattete Jacken das Gepäck um ein Stück reduzieren.

Härtetest auf Isländisch

In der Praxis funktioniert das sehr gut. Schnee macht meinem ungebrandeten Testmuster überhaupt nichts aus. Würde man nicht ab und an ein paar Flocken ins Gesicht bekommen, würde der gar nicht weiter auffallen. Gleiches gilt bei leichtem, auch länger anhaltenden Regen. Noch nicht in Erfahrung bringen konnte ich, wieviel Regen es am Ende braucht, damit die Jacke an ihre Grenzen kommt.

Bis jetzt versprühte die Jacke beim Anziehen eine unglaubliche Wärmekraft, die sie auch nach Stunden in der isländischen Kälte beibehalten konnte. Und nicht nur das: Um im Dachzelt von unten einkriechenden Kältebrücken vorzubeugen, habe ich die Jacke als zusätzliche Isolation unter dem Schlafsack verwendet. Was den Vorteil hat, dass sie am Morgen beim Aufstehen schon leicht angewärmt ist…

Modelle mit Gore Thermium

Viele große Hersteller haben zur Wintersaison 2016/2017 Modelle mit Gore Thermium im Angebot. Ein kurzer Überblick:

Fazit

Gore Thermium will warmhalten und tut das. Die megadicke Isolationsschicht meines Testmusters hält richtig warm. Wind, leichter Regen, Schnee und isländische Nächte haben der Wärmeleistung noch nicht die Grenzen aufzeigen können. Ob der europäische Winter das schafft? Ich wage es zu bezweifeln…


Letzte Änderung: 12. August 2017

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