Anzeige: Mit dem Schiff in die Antarktis: An der Grenze von Leben und Tod

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Anzeige – Die Antarktis gilt für viele als DAS Traumziel schlechthin. Eine Reise zum Kontinent aus Eis mit seiner ganzen Vielfalt. 

Buckelwal vor Húsavík © Gipfelfieber
Anzeige: Mit dem Schiff in die Antarktis: An der Grenze von Leben und Tod © Gipfelfieber

Die Antarktis – das Land aus Eis. Abgeschieden. Unwirtlich. Lebensfeindlich. Überzogen von einer riesigen Eisschicht rund um den Südpol ist der Kontinent Antarktika ein einziges atemberaubendes Naturschauspiel, das der Autor Friedrich Körner bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wie folgt eindrucksvoll und ehrfürchtig zugleich beschrieb:

“Mit Recht bewundert man die großartige Pracht der tropischen Urwälder mit ihren blüthenbedeckten Riesenbäumen, um die sich Lianen wie Blumenguirlanden winden, während farbenprangende Orchideen wie schwebende Blumenbeete von den Westen herniederschweben, bunte Vögel in den breitblättrigen Baumkronen sich tummeln und metallisch schillernde Kolibris um die hellen Blüthen schwirren; diesen von Lebensfülle strotzenden und von Farbenpracht strahlenden Urwäldern gegenüber stellt man die Sahara mit ihrer einförmigen Oede und der erschreckenden Erhabenheit ihrer lautlosen Einsamkeit, die nur erstickende Sandstürme und trügerische Luftspiegelungen kennt. Wenn man aber die Natur in ihrer grauenhaften Großheit und furchtbarsten Erhabenheit schauen will, dann muß man sich an die Enden der Welt und des Lebens versehen, muß die schauerlichen Wasser- und Eiseinöden des Südpolarmeers mit seinen berstenden Gletschern, tobenden Vulkanen, heulenden Stürmen und schwimmenden Eisbergen betrachten. In jenen Wüsteneien grenzen Leben und Tod aneinander, ringen die Elemente in ungefesselter Wuth mit einander um die Herrschaft, daß die Erde unter dem Rasen der Schneestürme und Vulkane in ihren Angeln zu beben scheint.”

(Quelle: Friedrich Körner, Scenen aus dem Südpolarmeer, Die Gartenlaube, 1856)

Das Element Eis ist es, das eine Reise zum südlichsten Kontinent der Erde so eindrucksvoll und so besonders macht. Eine Reise, die heute nicht mehr nur Entdeckern, Abenteurern und Forschern vorbehalten und schon gar nicht schauerlich sein muss.

Reisen in die Antarktis

Jökulsárlón © Gipfelfieber
Eisschollen © Gipfelfieber

Reisen in die Antarktis werden immer beliebter und so können im Jahr aktuell knapp 40.000 Touristen aus aller Welt verzeichnet werden. Nur das Hinkommen ist nicht ohne weiteres möglich, liegt der Kontinent aus Eis doch knapp 1.000 Kilometer vom nächsten Festland – der Südspitze Südamerikas – entfernt.

Zwar gibt es Bestrebungen einer argentinischen Airline, die Antarktis regelmäßig per Linienflug anzusteuern. Eine Vollzugsmeldung gibt es allerdings noch nicht und so bleibt dem Großteil der Touristen eine Anreise mit dem Schiff.

Die beliebteste Variante stellen dabei die Antarktis Kreuzfahrten dar, die in der Regel im Süden Argentiniens starten, die berüchtigte Drake-Passage in etwa zwei Tagen durchqueren, um schließlich die Küstenregionen von Antarktika zu erreichen.

Vor Ort sind je nach Reiseveranstalter verschiedene Landausflüge möglich, sei es um alte Forschungsstationen zu besuchen oder die Tierwelt zu erkunden.

Ganz billig ist ein Ausflug zum südlichsten Kontinent der Erde allerdings nicht. Als Gegenwert gibt es Bilder, die im Leben unvergessen bleiben.

Flora und Fauna der Antarktis

Robbe © Gipfelfieber
Robbe © Gipfelfieber

Wenn gleich auf den ersten Blick nur wenig außer Eis und Schnee zu entdecken sein scheint. Das gilt natürlich nur auf den ersten Blick, denn schon beim genaueren Hinsehen wird klar, dass sich selbst in der lebensfeindlichen Umgebung Eis eine bunte Tierwelt tummelt. Am berühmtesten sind wohl die Pinguine, die mit insgesamt 18 verschiedenen Arten in der Antarktis vorkommen, wovon einige nur dort anzutreffen sind.

In großen Kolonien tummeln sich die flugunfähigen, manchmal tollpatschigen und doch so eindrucksvollen Vögel an den Küsten, schwimmen zwischen den Eisbergen und geben Besuchern ab und an die Möglichkeit, ganz nah an sie heran zu kommen.

Auch im Wasser selbst ist einiges los. Verschiedene Robbenarten gehen auf Fischfang in den artenreichen Gewässern rund um den Südpol oder lassen sich auf Eisschollen treibend die Sonne auf den dicken Pelz scheinen. Ganz ohne Angst vor Eisbären, denn die gilt es nur in der nördlichen Hemisphäre zu fürchten.

Und nicht nur das: Die größten Säugetiere der Erde tummeln sich in den Gewässern der Antarktis. Blauwale, Orcas, Buckelwale und Minkwale lassen sich in den antarktischen Meeren blicken und beobachten.

Die beste Reisezeit

Polarlichter © Gipfelfieber
Polarlichter © Gipfelfieber

Das Zeitfenster, um in die Antarktis zu reisen, ist relativ eng. Während es im antarktischen Winter nämlich viel zu kalt ist und die Gewässer rund um den Südpol kaum befahren werden können, ist es obendrein auch noch dunkel, so dass die Schönheit und das Antlitz des Eises nur schwer bewundert werden kann. Allerdings kann ein anderes Spektakel beobachtet werden, das Friedrich Körner wie folgt beschrieb:

“Die seltsamen Lichtwunder der Polarwelt gehen bis in’s Mährchenhafte, wenn am Horizont des Poles die zuckenden Südpolarlichter in ihrer bunten Farbenpracht empor steigen. Rothe, grüne, gelbe und weiße Flammen züngeln durcheinander, zucken hoch auf wie die Lohe eines ungeheueren Brandes, schießen in blendenden Strahlen weit über den Himmel hin, erblassen, wachsen dann wieder an zu feuriger Glut, weben und schweben durcheinander wie das Zauberspiel einer Laterna magica und streuen ihren Farbenschimmer über die stummen Eisfelder.”

(Quelle: Friedrich Körner, Scenen aus dem Südpolarmeer, Die Gartenlaube, 1856)

Als beste Reisezeit gelten daher November, Dezember, Januar und Februar. Im antarktischen Sommer klettern die Temperaturen teilweise sogar auf Plusgrade und die Sonne verschwindet nur selten oder gleich gar nicht mehr.

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