Die Partnachklamm bei Garmisch-Partenkirchen zählt zu den bekanntesten Attraktionen der Bayerischen Alpen. Das tosende Spiel der Wassermassen zwischen den steilen Felswänden fasziniert trotzdem stets aufs Neue.
Zugegeben, als Geheimtipp lässt sich die Partnachklamm nicht mehr verkaufen. Zu viel ist über sie geschrieben, zu viel ist über sie berichtet worden. Spätestens wenn man auf dem Weg zum Eingang Hinweisschilder sieht, auf denen auch arabische Schriftzeichen zu finden sind, ist klar, dass die Partnachklamm die, nein, vielmehr DIE Attraktion schlechthin ist.
Wir wollen es trotzdem wagen und wenigstens ein bisschen Berg- und Naturgefühl in diesen verregneten Juni ein”fließen” lassen und sind recht spät am Fuß der Garmischer Olympiaschanze, von wo es auf den Weg zur Partnachklamm geht.
Inhaltsverzeichnis
Die Partnachklamm
Bereits im 19. Jahrhundert wurde die Partnachklamm genutzt, um Holz von den Wäldern am Fuße der Zugspitze hinab ins Tal zu transportieren, aber nachdem schon zu der Zeit auch immer wieder Touristen, den damals lebensgefährlichen Weg für sich entdeckten, wurde 1910 beschlossen, die Partnachklamm touristisch zu erschließen. Zwei Jahre und etliche Bohrungen durch den Wetterstein-Fels später wurde die Klamm bereits für den Publikumsverkehr freigegeben. Seitdem kann die Partnachklamm ganz offiziell auf einer Länge von 700 Meter durchschritten werden. Und das nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter, wo das gefrorene Wasser beeindruckende Eisformationen zaubert.
Der Naturgewalt ins Auge schauen
Nach etwa 20 Minuten Fußmarsch vom Parkplatz der Skisprungschanze, die man auch auf einer Pferdekutsche abkürzen kann (5 € pro Person, mind. 20 € insg./Stand: Juni 2016), erreichen wir den Eingang der Partnachklamm und sind ganz froh, dass wir ausgeschlafen haben und erst recht spät hier sind, so dass es im Vergleich zu völlig überlaufenen Stoßzeiten doch recht ruhig zugeht.
Direkt hinter dem Kassenhäuschen (10 Euro Eintritt/Erwachsener;Kinder: 5 € – Stand 2024) geht es dann auch schon los. Die Felswände zu beiden Seiten verengen sich, es wird lauter und das Wasser rauscht an uns vorbei. Die Gewalt, die das Wasser hat, lässt sich erahnen. Hier möchte man nicht hinein fallen und wenn das doch droht, so sollte man hoffen, dass wie in der Sage das Wettersteiner Mandl nicht weit ist und einen, wie einst den Hias, vor dem Sturz in die kalten Fluten rettet.
Einen Sturz ins kühle Nass brauchen wir auf dem Weg freilich nicht fürchten und doch bleiben wir nicht trocken. Von den Felswänden auf beiden Seiten der Klamm läuft soviel Wasser hinab, dass sich die Mitnahme der Regenjacke schnell bezahlt macht.
Nicht lang und nach vielen Fotostopps, großem Staunen ob der Rohheit der wilden Natur und der unbändigen Kraft der Wassermassen, die vom Schneeferner auf der Zugspitze gespeist in der Klamm durch den Fels gepresst werden, erreichen wir den Ausgang.
Weiter, drüber oder zurück
Zugspitz-Aspiranten folgen der Partnach hinein ins Reintal. Alternativ bietet sich der Rückweg über den Eckbauer (von wo man auch mit der Gondel ins Tal fahren kann) oder wieder direkt durch die Partnachklamm an.
Fazit
Keine spektakuläre Bergtour, kein großer Anspruch außer einen Fuß vor den anderen zu setzen. Aber stets im Angesicht der rohen Naturgewalt des Wassers, das knapp neben einem durch die bedrohlich enge Partnachklamm schießt. Wenn man nicht gerade am Samstagvormittag bei schönstem Wetter zur Hauptreisezeit aufschlägt, ist die leichte Wanderung ein Vergnügen für Klein und Groß.
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