Unterwegs mit dem TSL 226 Rando Schneeschuh

218

Schneeschuhe sind schnell gekauft, wenn der Winter ausbleibt, liegen sie ungenutzt herum. Wenn der Schnee dann doch noch kommt, eröffnen sie neue Möglichkeiten, winterliche Wanderungen mit oder ohne Steigung zu machen. Ich habe den TSL 226 Rando bereits seit über zwei Jahren und ihn kaum benutzt – jetzt war es mal wieder Zeit und etwas Schnee gab es auch noch dazu!

TSL 226 Rando im Einsatz

TSL 226 Rando im Einsatz ©gipfelfieber.com

Wenn man mit einem Eigengewicht von zwei Zentnern plus Ausrüstung unterwegs ist, können Wanderungen im Schnee ganz schön anstrengend werden. Mit jedem Schritt sinkt man tief ein und Kraft und Motivation schwinden relativ schnell. Abhilfe schaffen hier Schneeschuhe, die die einfache, wie gute Eigenschaft haben, das Gewicht auf mehr Quadratzentimeter zu verteilen und damit das Einsinken zu minimieren.

Schaut man sich den Markt an, bieten sich zahlreichen Varianten von Schneeschuhen, die sich nicht nur in der Form, sondern auch bei Bindung, Steighilfen und anderen nicht irrelevanten Punkten unterscheiden. Ich habe mich, durch Empfehlungen aus dem Freundeskreis, für den 226 Rando, des französischen Herstellers TSL entschieden.




Die Fakten

Erst einmal zu den Daten. Mit einem Gewicht von 1860 Gramm ist das Paar relativ leicht und besteht aus äußerst robustem Kunststoff. 8 Spikes und 3 bissige Frontzacken aus Edelstahl sorgen für besten Halt in harschigem Schnee. Die Schneeschuhe sind für die Schuhgrößen 35-46 verstellbar und tragen bis zu 120 Kilo. Die Riemenbindung ist gut durchdacht und lässt sich auch mit Tourenhandschuhen bedienen.

Eine Steighilfe, sowie eine arretierbare Trittfläche erleichtern die Tour in ansteigendem Gelände.

Im Gelände

Der Schneeschuh eignet sich aus meiner Sicht überall dort, wo keine Sturzgefahr besteht, das heißt vom Parkplatz weg, über verschneite Almen und Steige, hoch zum Gipfel. Man sollte immer die Möglichkeit haben, einen Ausweichschritt zu machen, falls man doch mal umknickt oder leicht abrutscht. Am bequemsten ist er aber sicher in flachem bis leicht ansteigendem Gelände, also bei der gemütlichen Schneeschuhtour.

Der Praxistest

Laut Hersteller wird es im tiefen Pulverschnee für die Zwei-Zentner-Leute schon schwierig, aus meiner persönlichen Erfahrung heraus sinkt man minimal ein – der gewünschte Effekt bleibt! Ich habe die Schneeschuhe mit zwei verschiedenen Schuhen getestet, die sich beide problemlos einspannen ließen.

Von TSL gibt es auch eine Ratschenbindung, die allerdings am 226 Rando nicht verbaut wurde. Schade eigentlich, denn die würde sich nochmal um ein Hauseck leichter bedienen lassen. Die Riemenbindung ist zwar auch nicht gerade schwer zu bedienen, ist sie aber erst einmal in Schnee und Eis gekleidet, wird das schon schwieriger. Die Ratschenbindung gibt’s dann gegen Aufpreis beim TSL 226 Easy Escape.

Die Trittfläche lässt sich wahlweise arretieren oder hebt sich bei jedem Schritt. Bergauf bietet es sich an, die Arretierung zu lösen, bergab ist es angenehmer die Trittfläche festzustellen. Zusätzlich bietet der TSL 226 Rando noch eine Steighilfe in Form einer Metallklammer, die man mit einem Handgriff leicht nach oben klappen kann und so in steilem Gelände Kraft spart und die Muskeln entlastet.

Den TSL Rando 226 kaufen

Für den TSL Rando 226 darf man dann aber auch ein paar Mark Fuffzig in die Hand nehmen. Ich hatte das Glück ihn am Saisonende für 80 Euro abzugreifen, kosten kann er aktuell bis 129 Euro, die UVP liegt sogar bei 149,99 Euro.

Bei Bergzeit gibt es die Schneeschuhe im Moment für 99 €, bei Bergfreunde.de sogar für nur 90,97 €. Noch ein bisschen billiger für 89,99 € geht`s bei Amazon.

Mein Fazit

Der TSL Rando 226 ist nicht der erste Schneeschuh an meinem Fuß, aber bisher mit Abstand der Beste. Auszusetzen habe ich, abgesehen davon, dass ich die Ratschenbindung sinnvoller fände, nichts. Der TSL 226 Rando ist ein toller Schneeschuh für fast jedes Gelände und jede Schneebeschaffenheit.

Du gehst gern Touren mit Schneeschuhen? Welcher Schneeschuh ist Dein Favorit? Vielleicht sogar der Rando 226? Sag es uns in den Kommentaren!


Letzte Änderung: 5. Dezember 2016

2 Antworten zu " Unterwegs mit dem TSL 226 Rando Schneeschuh "

  1. Alex sagt:

    Danke dir für den ausführlichen Testbericht! Hast Du Erfahrungen zur Langzeithaltbarkeit der Schuhe?
    Hatte fest vor mir dieses Jahr auch welche zuzulegen, habe es aber mangels Schnee im Mittelgebirge dann doch verschoben 😉

    LG Alex

    • Simon sagt:

      Hallo Alex,

      Wie im Artikel erwähnt, hab ich mich da im Freundeskreis umgehört und zwei Kollegen von mir haben den 226 Rando seit 6 beziehungsweise 10 Jahren. Die nutzen den Schneeschuh auch regelmäßig und es gibt keine Beschwerden. Ich persönlich habe auch nicht den Eindruck, dass man den Schuh so leicht kaputt kriegt.

      Ich hoffe, dir damit geholfen zu haben.

      LG
      Simon

Kommentar verfassen

Mit einem Klick akzeptieren Sie die Nutzung von Cookies. Mehr Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Schließen